Reisetagebuch
Beiträge aus Bolivien
2 Einträge Seite 1
Uyuni | Bolivien | Sonntag - 26.01.2025 - 00:41 - GOOGLE MAPS
41
Salar de Uyuni - Bildernachtrag…OK…hier nun der zweite Teil der Bilder - 2,5 Tage Bolivien - Salar de UyuniVg…die Bornis nächstes ziel: Punta Arenas - Patagonien




















Eintrag vorhernach obennächster Eintrag
Uyuni | Bolivien | Sonntag - 26.01.2025 - 02:54 - GOOGLE MAPS
40
Salat de Uyuni - 4 Tage BolivienUnsere Tour durch die Salar de Uyuni in Bolivien startete von San Pedro de Atacama in Chile. Vier Tage kurvten wir mit unseren chilenischen Mitreisenden im Geländewagen durch Altiplano (ist eine abflusslose Hochebene in Südost-Peru und West-Bolivien) und Wüste in Höhen von 3.500 bis 5.000 Metern. Dabei erlebte wir eine der unwirklichsten und einzigartigsten Landschaften, welche uns außerordentlich fasziniert hat. Die bis zum Horizont reichende Salzebene, welche weiß wie Schnee ist, blendet unsere Augen. Jegliche Dimension verschwindet. Am Rande der Salzebene Salar de Uyuni durchqueren wir Sand und Steinflächen der Wüste. Gespickt mit bizarren Felsen, bunten Lagunen voller Flamingos und dampfenden Geysiren. Wir baden in heißen Quellen und haben empfindlich kalten Nächten. Posieren für lustige Fotos und versinken still in Andacht an dieses einmalige Wunder der Natur.
Tag 1: Die Reise durch die Salar de Uyuni startet
Früh am Morgen ( gegen 7 Uhr) stehen wir in der Schlange an der Grenze hinter San Pedro de Atacama in Chile. Eine Reihe von Minibussen davor, die Reisende an den Gästehäusern eingesammelt haben. Alle brechen zum unvergesslichen Abenteuer in der Salar de Uyuni in Bolivien auf. Wir hatten die morgendliche Kälte auf 4500m unterschätzt, so dass wir uns- erstmalig auf unserer Reise-, schnell sehr warme Sachen anzogen. Die Ausreise aus Chile war reine Formsache. Der Ausreisestempel im Pass ist noch nicht ganz trocken, da heißt es wieder einsteigen. Wir fahren eine Weile durchsI „Niemandsland“ und reihen uns erneut ein. Diesmal zur Einreise nach Bolivien.
Hinter der Grenze steigen wir in Geländewagen um. Unsere Gruppe besteht ausschließlich aus tempramentvollen, netten, jungend chilenischen Mädels , welche erstmalig ihr eigenes Land verlassen und mächtig aufgeregt sind.
Wir werden auf zwei Geländewagen aufgeteilt und das Gepäck wird auf dem Dach in einer Plane verstaut.
Unser Fahrer, Bolivianer, spricht kein Englisch - aber zum Glück hatten wir ja unsere Chicas, welche uns die wichtigsten Dinge übersetzten.
Der Jeep rüttelt mächtig über die staubigen Pisten und langsam verteilen sich die mit uns gemeinsam gestarteten Wagen in der weiten Ebene. Der aufgewirbelte Staub gelangt in alle Ritzen und ist sehr unangenehm in der Nase. Wir versuchen uns mit Tüchern zu schützen, was nur sehr spärlich gelingt.
An zahlreichen Stopps vertreten wir uns die Beine. Die Lagune Blanca glänzt weiß im Sonnenlicht. Etwas weiter schimmert die Laguna Verde in türkis-blau. Malerisch umrahmen hohe Vulkane die bunten Farbkleckse, getönt von Mineralien im Wasser. Ab und an kreuzen Herden von Vincunas unseren Weg. Jedesmal fragen wir uns, was die Tiere eigentlich in dieser lebensfeindlichen, trocknenden und pflanzenlosen Landschaft fressen? Gleich am ersten Tag schrauben wir uns bis auf 5.000 Meter hoch. Leider stellen sich auch die Begleiterscheinungen in Form von Kopfschmerzen ein. Als Flachlandtiroler ist man diese dünne Luft nicht gewöhnt.
Wir düsen über Stein- und Sandebenen, wobei es keine Hinweis- oder Richtungsschild gibt. Der Fahrer folgt ausschließlich den Spuren im Sand.
In der Salvador-Dali-Wüste scheinen wir in ein riesiges Gemälde einzutauchen.
Felsen in grotesken Formen verteilen sich im Sand. Darüber sind in den blauen Himmel malerisch weiße Wolken gekleckst. Wir speichern uns den einzigartigen Anblick im Kopf ab.
Am nächsten Halt zieht uns weißer Qualm in die Nase. Es stinkt nach Schwefel. Die bunte Erde dampft. Graue Schlammtöpfe brodeln und glucksen rund um den Geysir Sol de Manana. Wir werden von Dampf umhüllt und in der nächsten Sekunde bläst der Wind die stinkenden heißen Wolken weg. Die kochenden Erdlöcher haben unterschiedliche Farben und wir bestaunen das etwa zwei Quadratkilometer großes Geothermalgebiet. Unfassbar wie aktive die Erde hier ist. Geysire die eigentlich keine sind, wie wir später erfahren, denn unter dem Sol de Mañana-Geysirfeld brodelt Magma. Achtung: hier gibt es keine Absperrungen und so läuft man direkt zwischen den brodelnden Löchern und schwefelhaltigen Rauchschwaden hindurch - crazy!!!
Ein Stück weiter geht’s zum Wellness mitten in Boliviens Wüste. In dem wohl temperierten Termas de Polques geht Kerstin, gemeinsam mit den Reisenden aus zahlreichen andren Jeeps baden.
Das Vorhandensein dieser heißen Quellen inmitten der eisigen Trockenwüste der Puna ist das Ergebnis der geothermischen und vulkanischen Aktivität der Region. Die Polques-Thermen befinden sich 4394 m über dem Meeresseert am Fuße des Vulkans Polques und haben eine durchschnittliche Wassertemperatur von 29 °C.
Unser Highlight des Tages, wenn wir bei den Superlativen des Gesehenden noch etwas toppen können, war die Laguna Colorada.
Die Laguna ist ein flacher (durchschnittlich 0,35 m und am tiefsten Punkt 1,5 m tief), 60 km² großer See auf einer Höhe von 4278 m über dem Meer.
Der See hat seinen Namen aufgrund seiner auffälligen roten Färbung, die von der vorherrschenden Algenart und vom hohen Mineralstoffgehalt seines Wassers hervorgerufen wird. Weiß heben sich die Küste und Sandbänke davon ab.
Der See ist für seine großen Bestände von Flamingos der drei Arten Chileflamingo, Andenflamingo und Jamesflamingo bekannt. Hunderte Flamingos stolzieren durch das seichte Wasser und spiegeln sich auf der glatten Wasseroberfläche. Als Sahnehäubchen spazierten noch Lamas, Alpakas und Vikonyas am Uferrand entlang.
Bei den zahlreichen traumhaften Motiven bleibt mein Fotofinger keine Sekunde still. Wir waren begeistert, fassungslos und gerühert von diesem schönen Anblick.
Da die Laguna Colorada sehr abgelegen ist, kann man sie nur über Jeep-Toure erreichen. Was für ein toller Tagesabschluss. Unsere Übernachtung in Villermar war einfach, es roch überall nach Staub, aber der Herbergsvater kredenzte uns noch ein drei Gängemenü am späten Abend. Müde und erschöpft sind wir schnell eingeschlafen.
Tag 2 in der Salar de Uyuni über das Altiplano
Am Morgen ist es noch immer empfindlich kalt. Dünne Schichten Eis überziehen die Ränder der Lagunen und kleinen Bäche. Erst später wird die Sonne wieder unerbittlich brennen. Den Vormittag düsen wir stundenlang über die Pisten der Wüste. Der Wind pfeift uns um die Ohren und wirbelt durchs offene Fenster den feinen Sand hinein. Doch schließen wir die Fenster, staut sich eine unerträgliche Hitze an.
Mitten im einsamen bolivianischen Hochland liegen mehrere Täler, voll mit bizarren erodierten Felsformationen, welche bis zu 30 Meter hoch sind. Sie sind bekannt als das Valle de las Rocas.
Die Steinformationen sind aus vulkanischem Tuff und stammen von einstigen Vulkanausbrüchen. Durch Wind und Erosion wurden die Felsen zu interessanten Gebilden geformt. Der Fantasie beim Figurenraten ist hier keine Grenze gesetzt. Mal sehen wir ein Kamel, eine gebrochenes Herz oder die Siegestrophäe der Fußball-Weltmeisterschaften. Unsere Wahrnehmung kann aber auch aufgrund der dünnen Höhenluft getrübt sein. Selten haben wir solch kuriose Felsen gesehen. Kaum zu glauben, dass wir uns auf der weiten Ebene ständig über 4.000 Metern bewegen. Am Rand erheben sich die Vulkane zur Grenze nach Chile in noch größere Höhen.Allmählich kommen wir in tiefere Gegenden - unter 4000 Meter. Grün kehrt in die Landschaft zurück.
Auf den Wiesen grasen Lamas. Dazwischen ab und an ein Hof.
Irgendwann queren wir eine Eisenbahnlinie in eine kleine Gemeinde aus sehr einfachen Häusern. Die Bahnschienen wirken so unwirklich in der abgeschiedenen Gegend. Wir erfahren, dass tatsächlich hier täglich ein Zug durch die Hochebene tuckert. Wir machen hier ein Stop - zum Bier trinken. In den umliegenden Bergen hat sich ein Gewitter zusammengebraut. Minütlich sehen wir die Blitze. Wir bestaunen aus sicherer Entfernung das Wetterschauspiel bis es plötzlich auch bei uns anfängt zu regnen. Schnell springen alle in den Jeep und wir rasen dem Gewitter davon.
Next Stop ist ein Berg mit Blick zur Salar, welcher voll mit riesigen Kakteen ist. Bis zu 8m hohe Pflanzen stehen dort. Nach ein paar Fotos - fühle mich langsam wie bei einer Chinesischen Reisetruppe - raus aus den Jepp - Fahrer sagt noch schnell max 15min, schnell Fotos machen und dann wieder rein in die Karre, denn es geht weiter zum nächsten unglaublichen Fotostop. Wir fahren weiter und unserer Fahrer fragt uns, ob wir in der Salar de Uyuni den Sonnenuntergang sehen wollen…..alle sagen schnell si, si….obwohl wir am Ende des zweiten Tages alle platt und erschöpft sind. Wir fahren auf einem keinen Damm. Rechts und Links sehen wir kilometerweit nur eine weiße Ebene. Die untergehende Sonne taucht den Himmel in spektakuläre Farben. Dank der Spiegelung durch den 5cm hohen Wasserfilm auf der Salzebene, wirkt der Sonnenuntergang zweidimensional und unglaublich schön. Hier verschwimmen die Grenzen wahrhaftig. Wir machen viele viele Bilde und können uns an diesem Schauspiel nicht satt sehen. Unsere Müdigkeit ist plötzlich weg und wir stehen mit offenem Mund und aufgerissenen Augen da. Was für eine tolle Landschaft und für ein einmaliges Naturschauspiel. Nachdem die Sonne untergegangen war, führen wir noch ca. 1h bis zur Unterkunft.
Wir übernachten in einem Salzhotel. Einiges ist aus Salz: die Wände aus Salzmauern, die Stühle, Tische und Betten bestehen aus Salzquadern in unseren Zimmer.
Nach der einfachen Unterkunft von gestern bietet das Salzhotel mit warmer Dusche wahren Luxus. Herrlich erfrischend nach dem staubig-heißen Tag. Wir haben die Wahl, morgen früh aufstehen und zum Sonnenaufgang in der Salzwüste sein, oder ausschlafen… Unser Auto ist sich schnell einig – den Sonnenaufgang in der Salar de Uyuni Boliviens lassen wir uns nicht entgehen.
Tag 3: Blendendes Weiß in der Salar de Uyuni Boliviens
Um vier Uhr in der Früh sitzen alle im Jeep, das Gepäck wieder auf dem Dach verstaut. Im Dunkeln jagen die Geländewagen über die Pisten aus Schotter. Ein Rennen gegen die Zeit. Der Himmel wird unaufhaltsam heller.
Pünktlich zum Sonnenaufgang kommen wir auf der weißen Salzkruste zum Stehen. Magisch überzieht ein goldener Schimmer den Horizont. Ein Anblick, der jedes frühe Aufstehen belohnt.
Die goldgelben Strahlen erleuchten nach und nach die Salzwüste Salar de Uyuni. Bis mit zunehmendem Licht das unendliche Weiß weit in den Horizont hinein kriecht.
Wieder werden viel Fotos gemacht und wir bestaunen erneut das Schauspiel. Die Oberfläche gleicht einem riesigen Spiegel mit faszinierenden Wolkenreflektionen.
Nach dem vollständigen Sonnenaufgang fahren alle Jeep und das sind einige - über die Salzebene zum nächsten Stop. Wir haben den Eindruck, dass alle Fahrer plötzlich ihr Rennfahrergen entdeckt haben. Mit 120km rast unser Fahrer den anderen Jeeps hinterher. Wir fahren über die abertausend fünfeckigen weißen Salzwaben. Diese bilden sich nach dem Verdunsten des Wasser.
Wir sehen ein komplett anderes Bild als die Salzebenen bei Atacama in Chile.
Das Salz in der Salar de Uyuni reicht mehrere Meter tief und zieht sich unendlich bis an den weiten Horizont. Treffend nennen Bolivianos die Salar de Uyuni auch „Weißes Meer“. Sie ist die größte Salzwüste der Welt. Die weite Höhenebene auf 3.600 Metern umfasst 10.500 Quadratkilometer. Vor Millionen von Jahren trocknete ein hier liegender See aus und ließ das Salz zurück. Es ist bis zu 100 Meter dick!!! Etwa 25.000 Tonnen Salz wird in der Salar de Uyuni heute jährlich abgebaut - unglaublich.
Hauptursache für den Abbau ist jedoch nicht nur die Verarbeitung zu Bade- und Speisesalz für Touristen, sondern die Tatsache, dass die Salar de Uyuni das weltgrößte Lithiumvorkommen aufweist. Rund 5,4 Millionen Tonnen des wertvollen Rohstoffs befinden sich im bolivianischen Salzsee und da Lithium zur Herstellung von Batterien für Elektroautos und Smartphones benötigt wird, steigt der Bedarf jährlich an. Die großen Abbaugebiete bekommt man bei einer Tagestour auf der Salar de Uyuni allerdings nicht zu sehen.
Das Jeep - Rennen endet an der Isla Incahuasi – eine Insel mit Riesenkateen mitten in der Salzwüste. Wie ein kleiner Berg erhebt sie sich aus der weißen Ebene. Kakteen, zwei bis drei Meter oder noch höher, sprenkeln die Insel. Wir gehen auf Entdeckungstour. Vom höchsten Punkt auf etwa 100 Metern über dem Salzmeer lassen wir den Blick schweifen. Salzwüste soweit das Auge reicht – 160 km Länge und 135 km breite weiße Weite umgeben uns. Was für eine Augenblick, was für ein Erlebnis, was für eine unglaublich Landschaft - auch wenn ich mich hier mehrfach wiederhole - aber es war einzigartig.
Bevor wir die Salar de Uyuni verlassen, bleibt genügend Zeit für weitere Fotos. In der endlosen Ebene geht jedes Gefühl für Perspektive verloren. Das Fotografieren macht so viel Spaß. Wir lassen uns auch als Gruppe mit einer Choreo von den Fahrern, welche uns mit einem Jeep umkreisten filmen.
Wir fahren an den Rand der Salar zum Playa Blanca Salt Hotel. Das vollständig aus Salz erbaute einstöckige Gebäude beherbergt heute keine Übernachtungsgäste mehr, ist aber immer noch für Besucher zugänglich. Im Innenraum findet man Tische und Bänke aus Salzquadern, eine große Standuhr sowie verschiedene Skulpturen.
Das eigentliche Highlight am Playa Blanca Salt Hotel ist jedoch die Plaza de las Banderas direkt vor dem Hotel. Hier haben Reisende aus aller Welt die Flaggen ihrer Länder hinterlassen und die vielen Farben bieten einen tollen und sehr fototauglichen Kontrast zum endlosen Weiß der Umgebung.
Außerdem befindet sich direkt neben dem Playa Blanca Salt Hotel ein rund fünf Meter hohes aus Salz erbautes Dakar Monument. Die Dakar Rallye führte 2014 und 2018 durch Bolivien und im Zuge dessen wurde die riesige Skulptur errichtet.
Nun verlassen wir die Salzwüste und fahren weiter nach Colchani, einem kleinen Ort am Ostufer des Salar de Uyuni. Der Ort ist ein Zentrum der Salzgewinnung und auch einer der Zufahrtsorte auf den Salar de Uyuni. Wir besuchen einen quirligen Markt, wo Touristen und Einheimische Kleidung, Lebensmittel und Souvenir Artikel kauften. Ich war mehr an den Einheimischen interressiert, denn die Bolivianerinnen haben eine besondere Ausstrahlung. Dunkle Melone, geflochtene Zöpfe, bunte Röcke: Die indigenen Frauen mit ihren auffälligen Outfits sind ein starkes Symbol Boliviens.
Auf dem Markt tragen viele Frauen geschichtete Röcken und bunte Tüchern oder Decken um die Schultern. Auf dem Kopf ein kleiner Bowler-Hut, unter dem lange Zöpfe hervorgucken. Die Gesichter sind vom Leben und vor der extremen Witterung gezeichnet. Was für schöne Anblicke. Leider war das Fotografieren nicht so einfach und oft nicht gewollt.
Nachdem auch unsere letztes chilenisches Gruppenmitglied Ihren Kaufrausch befriedigt hatte, sind wir Richtung Uyuni - Stadt weitergefahren.
Erstmalig fahren wir mit unseren Jeeps über eine asphaltierte Straße. Keine Ruckeln, kein aufgewirbelter Staub, keine Schlaglöcher, keine Spurrillen aber auch leider keine Sprit mehr im Tank und die Kanister auf dem Dach waren auch schon leer. Nach ca. 30min Wartezeit, kam unser zweiter Jeep mit einem vollen Kanister zurück und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.
In der Nähe von Uyuni ist unser letzter Stopp der Eisenbahnfriedhof Cementerio de Trenes. Er zeugt von der Zeit, als von hier noch Salz, Kupfer und Gold mit der Bahn abtransportiert wurde. Heute sind die meisten Minen geschlossen. Viele Eisenbahnlinien verenden. Ausrangierte Züge rosten vor sich hin bis der Zahn der Zeit sie endgültig zernagt.
Endstation für unseren Fahrer ist die Provinzstadt Uyuni. Sie ist zentraler Ausgangspunkt für Reisende auf dem Weg in die Salzwüste von bolivianischer Seite aus. Die etwa 12.000 Einwohner leben vom Tourismus. Oder vom Abbau von Salz.
Für uns geht es mit neuem Fahrer zurück zum ersten Übernachtungsort in Villamar. In den Bergen werden wir von starken Hagel- und Schneeschauern überrascht. Im Nu ist die Strasse voll mit Schnee und es geht nur im Schneckentempo weiter. Die Mädels sind nach mehreren Blitzeinschlägen um uns herum alle ganz still (erstmalig).
4. Tag: Durch die Salar de Uyuni zurück nach San Pedro de Atacama
Die letzte Nacht in Villamar teilt die lange Rückfahrt. Ein reiner Transfer. Ohne große Stopps rasen wir über die Pisten. Vorbei an der Minensiedlung San Christobal, den Lagunen und heißen Quellen.
An uns ziehen wundervolle, beeindruckende Landschaft vorbei. Wie gerne würde wir wieder raus und die einzigartige Natur hautnah erleben. Aber der straffe Zeitplan bis zur Bolivischen Grenze muss vom Fahrer eingehalten werden. Dort angekommen werden die Autos so gut es geht vom Staub befreit, während wir an der Grenze die Ausreiseformalität erledigen. Kurzer Abschied vom Fahrer und dann mit dem Bus übers Niemandsland zum chilenischen Einreisegebäude.
Der Grenzübertritt nach Chile dauert aus bürokratischen Gründen sehr lange. Geduldig warten wir und befolgen genauesten die Anweisungen der Grenzer.
Gegen Mittag werden wir wieder am Gästehaus, von dem wir vor vier Tagen aufgebrochen sind abgesetzt.
Staubig, kaputt, müde aber auch beseelt über das Erlebte, entspannen wir noch 1,5 Tage in dem Hostel.
Wir fliegen am 26.01 zurück nach Santiago de Chile. Dort bleiben wir bis zum 28.01 und machen bei 33 Grad noch ein paar kleine Besichtigungstouren. Nach dem staubigen Tagen in der Wüste, war auch mal wieder Wäsche waschen angesagt, bevor wir in den Süden Chiles fliegen.
Patagonien heißt unser nächstes Abenteuer.
Unser Fazit zur Tour durch die Salar de Uyuni:
Ein fantastisches Erlebnis und definitiv eines unserer Reisehighlights!
Die Jeep Tour durch den Salar de Uyuni ist für uns eine unvergessliche Reise in eine der weltweit außergewöhnlichsten Landschaften. Die Mischung aus Surrealität, Schönheit und Abenteuer macht dies zu einer Erfahrung, die wir für immer in Erinnerung behalten.
Vg…..die Bornis
P.S. Beim hochladen der Bilder konnte ich mich nicht entscheiden, so dass ich hier unsere Eindrücke der ersten 1,5 Tage eingestellt habe. Hunderte von Bilder können gerne bei einem gemütlichen Fotoabend gezeigt werden. Die restlichen Tage werde ich im Eintrag 41 unterbringen. Auch dort fällt die Auswahl sehr schwer. 😳 nächstes ziel: Punta Arenas- Patagonien




















Eintrag vorhernach obennächster Eintrag
07439
