Die Bornis auf großer Fahrt

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2024 | 2025


Reisetagebuch

Beiträge aus Chile

8 Einträge     Seite 1   
Puerto Octay - Las Cascdas | Chile | Dienstag - 04.03.2025 - 18:50 - GOOGLE MAPS 
48 Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von ChileIn Puerto Montt angekommen finden wir nichts erwähnenswertes, bis auf das Hafengebiet Angelmo. Das geschäftige Treiben, der Markt mit frischem Fisch und Meerestieren, die vielen Souvenirstände und die Seelöwen sind uns gut in Erinnerung geblieben.
Ansonsten war für uns in Puerto Montt nicht so viel los. Die Großstadt ist eher der Ausgangspunkt für alle Reisenden nach Patagonien.
Wir sind nur eine Nacht geblieben und haben unsere Reise nach Puerto Varas fortgesetzt. Das 1854 gegründete Puerto Varas war die erste deutsche Siedlung am Llanquihue See. Die von den deutschen Einwanderern vererbte Architektur, die lange Seepromenade und die Lage vis-à-vis des schönsten Vulkans weit und breit machen den Charme von Puerto Varas aus.
Wir hatten Wetterglück und konnten den Anblick des majestätischen Osorno Vulkan von unserem Campinglatz „Werner“ genießen. Irgendwie zog es uns aber wieder in die Natur, weg von den Touristenhochburgen.
Wir sind am kommenden Tag am Ufer des Llanquihue Lake in Richtung Osorno Vulkan gefahren. Der Lago Llanquihue ist mit 877 km² der zweitgrößte See Chiles - zum Vergleich, die Fläche des Bodensees ist 536 km².
Immer wieder hatten wir auf der Uferstraße einen herrlichen Ausblick auf den Vulkan.
Der Osorno ist 2652 m hoch und gilt als kleiner Fuji Chiles. Dies ist eines der beliebtesten Touristenziele im Sommer, sowie im Winter zur Skisaison - also nichts mit menschenleerer Natur. Wir sind bis zur Liftstation mit dem Auto durch den Nationalpark Vicente Pérez Rosales gefahren. Auf den in die Jahre gekommenen Sessellift, sind wir dann bis zur Bergstation gefahren. Oben angekommen hatten wir ein tollen Ausblick auf den Gletscher des Osorno sowie auf die umliegenden Vulkane Calbuco, Antillanca, Tronador und den tiefblauen Lago Llanquihue. Stillschweigend vor Ehrfurcht haben wir diesen Moment genossen.
Am Abend haben wir uns eine Campingplatz am Lake gesucht.
Am kommenden Tag fahren wir zu dem Saltos de Petrohué. Diese Wasserfälle des Río Petrohué sind wie der Osorno eine Besuchermagnet in dieser Region. Dementsprechend sind der Parkplatz und die Aussichtspunkte voll. Der Anblick des Kaskaden-Wasserfalls mit dem Vulkan Osorno im Hintergrund war spektakulär. Dank eines strahlend blauen Himmels hatten wir Postkartenmotive vor uns. Am Nachmittag sind wir noch zum Örtchen Petrohue gefahren, welcher zwischen dem schneebedeckten Vulkan Osorno und den Lago Todos los Santos liegt. Ein Sprung ins kalte Wasser durfte nicht fehlen.
Wir tuckern langsam am nächsten Tag auf der V-69 südwärts in Richtung Nationalpark Hornopirén. Das Wetter wird nun langsam wechselhafter und ausgiebige Regenschauer begleiten uns. Wir finden einen sehr schönen und preiswerten Campingplatz am Reloncaví-Fjord.Der Fjord ist auf Grund seiner Tiefe und seiner insgesamt günstigen Wasserbedingungen eines der Zentren der chilenischen Zuchtlachsproduktion.
Wir sehen einige Thermen auf unserem Weg, so dass wir uns kurzentschlossen für eine natürliche Oase mit heiße Quellen entscheiden.
Die Termas del Sol sind bekannt für ihre heilende und therapeutische Eigenschaften. Die Temperatur der Becken variieren zwischen 36° und 45°. Umgeben von üppiger Natur, die zum Abschalten und Entspannen einlädt, verbringen wir mehrere Stunden dort. Was für eine Wohltat für unseren Körper. Tiefenentspannt sind wir am kommenden Tag bis zum Hafenstädtchen Hornopirén weitergefahren. Wir trödeln zunehmend mehr,und sind so im hier & jetzt und genießen die kleinen Dinge - wie z.B. süße Straßenhunde, den Markt (lassen uns hinsichtlich Mate beraten), eine schöne alte Holzkirche und guten Kaffee - ein wirklich schönes Örtchen . Am kommenden Tag nutzen wir das schöne Wetter, um im Nationalpark Hornopirén eine Wanderung zu unternehmen. Der 48.232 Hektar großer Nationalpark ist von gebirgiger Landschaft und dichtem Bewuchs durch kühlgemäßigten Regenwald charakterisiert. Entlang des türkisfarbenem Rio Blanco, einen Wildwassersport- und Raftingrevier, vorbei an vielen Bienenkästen geht unsere Wanderung zu einem Wasserfall.
Am Nachmittag setzten wir unsere Fahrt an der Fjordküste fort. Wir sehen wie Delphine die durchs Wasser schießen und beobachten das wilde Treiben eine Weile, bis sie dann wieder auf die offene See rausschwimmen.
Wir fahren Richtung Puerto Montt zurück. Nehmen eine Autofähre und besuchen den
Alerce Andino Nationalpark. Der Nationalpark beherbergt eine der ältesten Wälder der Welt.
Von den 40 000 Hektar des Alerce Andino Nationalparks wird die Hälfte von den letzten tausendjährigen „Alercen“ oder Patagonischen Zypressen auf dem Planeten bedeckt. Viele von Ihnen sind um die 3000 Jahre alt und vom Aussterben bedroht.
Die seltene südamerikanische Lärchenart wächst in 20 Jahren nur um 1 cm im Durchmesser.
Wenn man hier tief in die Wälder eintaucht, erlebt man schnell und intensiv einen gemässigten Regenwald, der bis auf die Farbe nicht viel mit unseren Wäldern zu tun hat. Wir haben in den botanischen Gärten der Welt ja schon einige Epiphyten gesehen (Pflanzen die auf Pflanzen sitzen), aber was hier auf den grossen Bäumen abgeht, ist echt unglaublich. Hier ist jeder der bis zu 50 m hohen Bäume sein eigenes Ökosystem mit einer Vielzahl von verschiedenen Pflanzen vom alles überwuchernden Moos über die endlosen Lianen bis hin zu recht normal aussehendem hohen Gras, dass in 10 m Höhe auf den Ästen wächst. Wir fühlen uns wie in einem Zauberwald aus längst vergangener Zeit. Dazu passend sehen wir am Wegesrand eine Südandenhirschkäfer. Der einsetzende Dauerregen schmälert das Erlebnis keineswegs.
Unser Campingplatz ist kurz vor Puerto Montt, so dass wir am kommenden Tag nochmal dem Outlet Patagonia einen Besuch abstatten. Schnell ging dann unsere Fahrt auf der bereits bekannten Route weiter zum Osorno, wo wir übernachten wollten. Der anvisierte Campingplatz hatte schon geschlossen, doch die Besitzerin hat für uns den Platz geöffnet, so dass wir die volle Platzauswahl hatten. Unser Stellplatz war mit Blick auf den Lago Llanquihue einfach nur perfekt.
Nun war es Zeit Chile zu verlassen und über eine Passstraße nach Argentinien zu reisen. Wir hatten uns noch ein paar Tage für die Seenlandschaft um Bariloche eingeplant. Die Aus- und Einreise verlief problemlos. Leider hingen die Wolken an diesem Tag sehr tief, so dass man die Landschaft nicht gesehen hat.

Vg…die Bornis
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Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025Puerto Montt, Vulkan Osorno & der Abschied von Chile: Puerto Octay - Las Cascdas, Chile, 04.03.2025


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Ancud - Isla Grande de Chiloé | Chile | Sonntag - 23.02.2025 - 15:07 - GOOGLE MAPS 
47 Vulkanbesteigung, anschließend InselbesuchNach dem Volksfest sind wir noch ein paar Kilometer gefahren, denn wir wollten uns unbedingt den Queulat Nationalpark ansehen.
Bekannt wurde er vor allem wegen seines gewaltigen Hängegletschers Ventisquero Colgante. Der weitläufige Park inmitten unberührter Natur liegt direkt an der „Carretera Austral“, etwa 20 km von der Stadt Puyuhuapi und 3 Stunden nördlich von Coyhaique entfernt.
Am kommenden Tag hat der Nationalpark geschlossen und die von uns geplante 5 stündige Wanderung zum hängenden Gletscher ist seit heute nicht mehr möglich. Schade! Grund hierfür ist die Erneuerung der Wanderwege, Brücken und Aussichtsplattformen. Die Saison ist hier fast vorbei und die Campingplätze sind leer oder zum Teil sogar schon geschlossen.
Somit müssen wir uns mit dem Blick vom Campingplatz auf den imposanten Gletscher begnügen.
Unser nächstes Ziel ist der Pumalin Nationalpark.
Der Park ist ein privater Naturpark der von US-Millionär Douglas Tompkins gegründet wurde. Er liegt in der Fjordregion der Región de los Lagos in Chile, zwischen Chaitén und Hornopirén und der Grenze zu Argentinien. Er ist bekannt für seine alten Baumbestände (3000 Jahre alte Alercen) im gemäßigten Regenwald, Vulkane und Gletscher. Am 2. Mai 2008 kam es zum letzten Ausbruch des Chaitén Vulkan. Eine Aschewolke stieg über 16 Kilometer hoch auf. Pyroklastische Ströme gingen an der Nordost-Flanke des Vulkans nieder und zerstörten ausgedehnte Waldflächen.
Von Aschestürmen wurde das Dorf mit einer dicken Ascheschicht überdeckt und die Wasserversorgung wurde größtenteils kontaminiert. Zudem floss Magma in den Fluss und in mehrere Häuser und begrub diese. Am Stadtrand gibt es noch ein paar Häuser, die diese Naturkatastrophe widerspiegelt. Die 4.000 Einwohner der Stadt wurden in der Zeit evakuiert und Chaitén galt als eine Geisterstadt. Nach den Ereignissen kehrten die Bewohner zurück, bauten ihre Häuser wieder auf und siedelten sich neu an. Die Regierung fragte, ob sie Chaitén mehrere Kilometer verschieben sollten, jedoch wollte dies die Mehrheit der Bewohner nicht. Sie leben lieber mit dem Risiko, dass der Vulkan ausbrechen könnte. Dies ist Teil ihrer Heimat und diese wollten wir uns mit der Besteigung des Vulkans ansehen.
Wir übernachteten nur einige Kilometer vom Startpunkt des Wanderweges am Lago Rio Negro. Für unsere Verhältnisse sind wir am kommenden Tag früh gestartet (8:30Uhr). Wir liefen eine Stunde hoch. Anfangs führte uns der Weg durch dichten Regenwald und Gebüsch. Je weiter wir nach oben kamen, umso steiler und steiniger wurde der Weg. In der ganzen Region waren die toten Baumstämme zu sehen. Als stumme Zeugen des pyroklastischen Stroms geben sie ein schönes Fotomotiv.
Auf den Weg nach oben, konnten wir das Flussbett des Rio Blanco sehen. Dieses war mit vielen Segmenten gefüllt. Oben angekommen hatten wir eine gute Sicht auf den Krater. Dieser dampfte vor sich hin. Leider konnte man nicht nach ganz oben zum Katerrand. Es war aber sehr beeindruckend vor einem aktiven Vulkan zu stehen, der in der Lage ist so viel zu zerstören. Wir liefen oben noch ein wenig herum, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Für den kommenden Tag, hatten wir eine Fährfahrt nach Quellón gebucht.
Die Hafenstadt liegt im Südosten der Insel Chiloé an der Panamericana und ist der offizieller Start- bzw. Endpunkt (Kilometerstein 0 der Carretera Panamericana).
Pünktlich stellen wir uns in die Schlange wartender Autos an. Ca. eine dreiviertel Stunde vor der Abfahrt, kommt ein offizieller Beamter des Zolls zu uns und meinte, dass wir noch eine Bestätigung / Zustimmung - oder Stempel für unser Auto benötigen. Wir sollten wieder ins Dorf fahren und diesen noch holen. Wegen der noch verbleibenden Zeit, sind wir zurückgerast. Leider haben wir nicht genau verstanden, worum es eigentlich bei der noch fehlenden Zustimmung geht.
Wir stürmen in das gedachte Büro, doch die Mitarbeiter verstehen nicht (trotz Übersetzer), was wir von Ihnen wollen. Also rennen wir zum Büro, welches uns die Fährtickets verkauft hat. Wir machten unsere dringliche Lage mit Körpersprache deutlich, doch die Mitarbeiterin telefonierte seelenruhig weiter. Mir ist dann der Kragen geplatzt und ich bin ins Büro rein und habe Ihr verklickert, dass wir schnell irgendwas benötigen - aber was genau war uns immer noch nicht klar. Fakt war nur, dass die Fähre in 20min planmäßig ablegen würde. Irgendwann machte es bei der Mitarbeiterin klick und sie schickte uns in ein anderes Haus. Dort würden uns geholfen werden.
Wir rennen zu dem Zoll-Haus, wo ein Mitarbeiter am Schreibtisch sitzt und auf den Bildschirm starrt. Wir waren nun an der richtigen Stelle, aber leider konnte der Mann kein Englisch. Wir übergaben die Fahrzeugunterlagen und baten um schnelle Bearbeitung, da nur noch 15 min bis zu Abfahrt fehlten.
Er fing an irgendwelche digitalen Dokumente zu lesen. Ein weiter Kollege, der uns aus der Warteschlange hierher geschickt hatte, kam hinzu. Die beiden diskutierten und suchten weiter nach irgendwelche Unterlagen. Letztlich wurde zum Telefonhörer gegriffen, die offizielle Abfahrtzeit war bereits verstrichen, um den oberste Zollchef zu konsultieren. Ich versuchte mit der ÜbersetzungsApp den Zusammenhang zu verstehen. Der VW Camper ist ein Re-Import und war nicht auf irgendeiner Registrierliste auffindbar. Somit musst erst der Chef telefonisch seine Zustimmung geben, dass wir mit der Fähre fahren dürfen.
Wir rasen also zurück (mit dem Zollbeamten) zum Fähranleger. Die Fähre war bereits voll beladen und wartete seit ca. 30min aufs Ablegen.
Alle Augen auf uns gerichtet, fuhren wir rückwärts auf den letzten Stellplatz. Unser Puls war zwischenzeitlich bei 200…aber wie so oft fügt sich alles zum Guten.
Die 6 stündige Überfahrt hätte Dank ruhiger See entspannt verlaufen können…für Kerstin war es wohl eine der schlimmsten Überfahrten.Scheinbar hat sie irgendetwas nicht vertragen …und sieht mächtig „grün“ aus. Gegen 23 Uhr haben wir Quellón erreicht. Unser Krankentransport (einer liegend, einer fahrend) hat die Fähre als erster verlassen. Die sehr kurze Nacht verbrachten wir auf einem freien Stellplatz in der Nähe einer Tankstelle und eines Krankenhauses. Den kommenden Tag fühlten wir uns beide total erschlagen. Daher sind wir nur ein paar Kilometer zu einem privaten Landschaftschutzgebiet gefahren. Ein ausgiebiger Mittagsschlaf brachte uns wieder auf Vordermann, so dass wir am Nachmittag den liebevoll angelegten Pudu Park besuchen konnten. Mit einer Schulterhöhe von 35 bis 38 cm, einer Kopf-Rumpf-Länge von 80 cm, einer Schwanzlänge von ca. 2 cm und einem Gewicht von 6 bis 8 kg zählt der Südpudu zu den kleinsten Vertretern aus der Familie der Hirsche. Leider haben wir die kleinen Hirsche nicht gesehen.Die Gastfreundschaft der Parkbesitzer hat uns entschädigt.Die Familie war so lieb und zuvorkommend.Sie gaben uns am nächsten Morgen ein selbstgebackenes Brot mit auf den Weg.
Das Inselarchipel von Chiloé ist nach dem zur Hälfte argentinischen Feuerland Chiles zweitgrößte Insel. Da sich Chiloés Entwicklung immer unabhängig vom Festland vollzogen hat, wirkt die Insel bis heute relativ unberührt und ist dementsprechend touristisch nicht so stark frequentiert. Auf der Insel scheinen die Uhren langsamer zu ticken – das Leben geht noch seinen einfachen, von den Gezeiten bestimmten Gang.
Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten Chiloés gehören neben der rauen, zerklüfteten Küstenlandschaft, die im Westteil der Insel auch durch einen Nationalpark geschützt ist, und den malerischen Fischerdörfern mit ihren buntbemalten Stelzenhäusern vor allem Chiloés Holzkirchen.
Als Prunkstücke gilt die Kathedrale von Castro. Die grosse Kirche ist gelb gestrichen, doch die Farbe ist schon ziemlich verblasst. Umso schöner ist das Innere der Kirche. Die Iglesia San Francisco ist eine der 16 Holzkirchen von Chiloé, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir waren sehr beeindruckt vom Holzbauwerk.
Castro ist die Hauptstadt der Provinz Chiloé und die drittälteste Stadt Chiles. Klassische Fotomotive geben auch die bunten, oft baufällig wirkenden Palafitos ab, wie wir sie in Castro gesehen haben. Viele dieser alten Stelzenhäuser stehen leer oder wurden zu kleinen Hotels oder Restaurants umgebaut.
Auf den weg zu den Pinguinen kommen wir durch das Städtchen Ancud.
Die Stadt liegt am Kanal von Chacao im Norden von Chiloé. Durch sie führt die Panamericana. Das hier vorherrschende Klima ist mild, aber außerordentlich feucht. Regen kommt überaus häufig vor - welcher uns auf der ganzen Insel bereits begleitete. Die Stadt verfügt über Befestigungsanlagen, die im 18. und 19. Jh. noch Piraten fern hielten. Bei unserer Ankunft in der Stadt, waren die Bewohner in heller Aufruhr. Ein Großbrand im Zentrum löste ein Verkehrschaos aus. Wir suchten uns ein Kaffee und haben den Stadtbesuch erstmal verschoben.
Wir fahren die letzten paar Kilometer zur Bucht von Puñihuil.
Dort befinden sich drei kleinen Inseln (Islotes de Puñihuil), einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem sowohl der Magellanpinguin als auch der Humboldtpinguin nisten.
Leider regnet es unaufhörlich, so dass wir uns einen Stellplatz für die Nacht gesucht haben.Geweckt werden wir von einem neugierigen Schaf, dass direkt ins Auto schaut-das sah sehr witzig aus.Es scheint zunächst so ,als würden die Ausfahrten zu den Pinguinen mit den Fischerbooten wieder nicht erfolgen, da dichter Nebel die Inseln umhüllt. Doch pünktlich zur Abfahrtzeit reißt der Himmel auf und wir hatten bestes Wetter. Glücklicherweise zeigten sich auch beiden Pinguinarten zahlreich.
Unsere Rückfahrt geht dann wieder über Ancud hin zur Fähre nach Chacao. Die Autofähre benötigt rund zwanzig Minuten bis zum Festland nach Pargua. Von dort sind es noch rund 60km bis nach Puerto Montt.

Unser Abstecher über die Insel war anders als Patagonien. Hier sieht man nicht jeden Tag unfassbare Landschaften, sondern man erlebt und sieht das einfache chilenische Leben, abseits vom Tourismus. Das Wetter hat uns oftmals eine Pause aufgezwungen, was aber nach den vielen Eindrücken, Erlebnissen und der kontinuierlichen Vorwärtsbewegung, auch mal gut tat.


Vg…die Bornis
nächstes ziel:  Volcano Osorno
Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025Vulkanbesteigung, anschließend  Inselbesuch: Ancud - Isla Grande de Chiloé, Chile, 23.02.2025


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Villa Maniguales | Chile | Sonntag - 16.02.2025 - 14:52 - GOOGLE MAPS 
46 Auf der Carretera Austral nordwärtsDie Naturstraße Carretera Austral windet sich durch die unwegsame Gegend des Südens von Chile. Die Landschaft in diesem Teil Chiles ist geprägt von zerklüfteten Fjorden, steilen Felswänden und dichtem Regenwald. Kein Wunder, dass dieser Teil von Chile kaum besiedelt und wenig erschlossen ist. Wir fahren auf der staubigen Gravel Road Ruta 7 weiter in Richtung Norden. Ein Sprichwort hier besagt: „Wer in Patagonien hetzt, verliert Zeit.“ Sicher soll die Natur langsam und aufmerksam wahrgenommen werden…Schlaglöcher, Staub und Waschbrettpisten „helfen“ uns beim Langsamreisen.
Also haben wir das Pistenabenteuer sehr gerne angenommen.
Im Jahre 1976 begannen unter der Militärdiktatur Augusto Pinochets die Bauarbeiten für eine Straße durch den Süden. Die Carretera Austral („Südliche Landstraße“) bildete das bis dahin aufwändigste Großprojekt Chiles im 20. Jahrhundert und galt als Prestigevorhaben des Regimes. Mehr als 10.000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Straßenbau erwies sich auf Grund der Landschaft als äußerst schwierig. Eine direkte Nord-Süd-Verbindung war technisch unmöglich, daher führen rund 1150 km der Wegstrecke von Norden nach Süden und rund 229 km von West nach Ost. Vier Meerengen müssen per Fähre gekreuzt werden. Der Bau kostete rund 200 Millionen US-Dollar. Bis weit in die 1990er Jahre wurde an dem gegenwärtigen Zustand der Straße gebaut. Trotzdem sind Teile der Carretera Austral sehr einfache Schotterpisten. Die Wartung und Pflege erweist sich als zu aufwändig. Etwa die Hälfte der Carretera Austral ist inzwischen asphaltiert. Wenn man vom Süden kommt -so wie wir, beginnt momentan der Asphalt hinter der Siedlung Villa Cerro Castillo. Aber bevor es auf der asphaltierten Carretera weitergeht, machen wir ein zweitägigen Stop in der Siedlung.
Die Berge in Patagonien üben eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Kein Wunder also, dass wir uns auf den Weg nach Nordpatagonien unbedingt die Burg Patagoniens, den Cerro Castillo, aus nächster Nähe ansehen wollen. Ein mächtiger Berg aus pechschwarzem Granit. Wie eine Burg mit hunderter kleiner Türmchen, die einem Herr der Ringe Buch entsprungen sein könnte, wacht der 2675 Meter hohe Cerro Castillo über die ungezähmte Landschaft des gleichnamigen Nationalparks. Diesen unvergesslichen Anblick wollen wir natürlich auch bestaunen. Für Wanderfreunde gilt der Trek zum Cerro Castillo, als wahrer Geheimtipp in Patagonien.
Wir finden im Ort ein netten Campingplatz und haben am nächsten morgen den Wettergott auf unserer Seite. Blauer Himmel, kein Wölkchen zu sehen und Temperaturen um 12 Grad am frühen Morgen. Nach dem Frühstück, fahren wir im Ort bis zum Ende einer Schotterpiste, wo sich ein kleiner Privatparkplatz befand. Die Frau kassierte pro Auto 5.000 CLP ab - ein guter Zuverdienst, denn am Nachmittag war dieser randvoll. Ein kleiner Bretterverschlag markiert den Eingang des Trails. Hier entrichten wir die 16.000 Pesos Eintritt pro Person und werden registriert. Die ersten Kilometer führen durch Privatbesitz und werden dem Landbesitzer in den nächsten Jahren sicher einen ordentlichen Geldregen bescheren.
Die Parkranger erklärt uns die Gegebenheiten der Wanderung. Immer auf den Pfaden bleiben, den rot-weißen Markierungen folgen und besonders den letzten, steilen und steinigen Teil der Wanderung nicht unterschätzen. Der Aufstieg !!! dauert etwa 3-4 Stunden, je nach Fitnesszustand. Wir überquere einen kleinen Zaun und die Mission Cerro Castillo kann starten. Der stille, wilde chilenische Wald liegt am Morgen (9 Uhr) vor uns. Es folgt ein kleiner Kuhfladen- und Pferdeäpfel-Slalom. Wir sind allein in dieser sagenhaften Natur und genieße jeden Meter im Märchenwald, den wir zurücklegen. Immer begleitet vom patagonischen Wind, der besonders auf den baumlosen Abschnitten das Vorwärtskommen erschwert.
Der erste Teil der Cerro Castillo Wanderung ist keine große Anstrengung und wir komme zügig voran. Die Vegetation wird von Schritt zu Schritt spärlicher. Nur noch hüfthoch sind die Sträucher und vereinzelt stehen die vom Wind gezeichneten, knorrigen Lenga Bäume. Das raue Klima und die starken Winde formen hier oben die Landschaft.
Wir lege eine Pause ein und schauen hinab ins Tal. Was für ein Anblick. Diese weite, menschenleere Landschaft liegt uns zu Füßen. Verschlungene Flußläufe das Ibañez-Tal, weit entfernte Gipfel und ein weites Spektrum an Naturtönen erfüllen unser Herz mit Glück und brennen sich tief in unser Gedächtnis ein.
Wie weit kann man eigentlich sehen????…100km oder können es auch 200 oder 500km sein - einfach unfassbar diese Fernsicht.
Die Baumgrenze ist erreicht und das Aussehen der Landschaft ändert sich schlagartig. Aus bewachsenem Boden und festem Untergrund wird ein von Steinen und Geröll überhäufter Weg, der steil nach oben führt. Vorsichtig setze wir einen Fuß vor den anderen und testen die Trittfestigkeit. Der Blick nach oben verheißt Steine, Steine und noch mehr Steine. Der Weg wird immer schmaler. An manchen Stellen müssen wir uns mit den Händen abstützen. Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die zweite Registrierstation. Hier muss man sich erneut eintragen und später beim Rückweg wieder austragen. „30 minutos mas – noch eine halbe Stunde“ sagt der Ranger. Die letzten 1,5 Km gehen nochmal richtig ans eingemachte, aber die Vorfreude auf den Anblick treibt uns voran. Wir passieren eine Kurve. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Das Erste, was uns ins Auge fällt, ist die Lagune, deren türkisfarbenes Wasser jeder Beschreibung von Türkis spottet. Dies muss das vollkommene Türkis-blau sein. Mit einem Mal strömt eine totale Zufriedenheit durch unseren Körper. Ein Schild zeigt uns an, dass wir es geschafft habe. Mirador Cerro Castillo. Der Blick auf den schlossähnlichen Gipfel (daher der Name) und seinen Gletscher in Kombination mit dem vor ihm liegenden Gletschersee ist einzigartig.
Wir suchen uns einen windgeschütztes Felsplateau und genießen den Endorphin Ausstoß. Eine gigantische, tiefschwarze Wand liegt vor uns. Bedrohlich und faszinierend zugleich. Es gibt keinen passenderen Namen als „Castillo“ – die Burg, denn hier fehlen wirklich nur noch Feuer und umherfliegende Drachen. Ein Ort wie aus einem Fantasy-Roman. Imposante Wasserfälle rauschen hinab in die Laguna Castillo. Ein mächtiger Gletscher hängt wie gefangen in den Klauen am Rand des Berges. Für uns ist dieser Ort ebenso beeindruckend und tiefgängig wie die Türme des Cerro Torre im Torres del Paine Nationalpark.
Eine Stunde lang liegen wir hier, genieße diese Landschaft, den Moment, die Stille und versuche möglichst viel davon auf uns zu übertragen und zu konservieren. Danke für diese unvergessliche Begegnung, Cerro Castillo.
Der Abstieg ging etwas schneller, aber trotzdem schmerzten uns am Abend die Knie. Die ca. 15,1 km lang Wanderung, mit einem Höhenunterschied von 1.270 m haben wir letztlich in 6,5h bewältigt. Es hat Spaß gemacht und wir sind zutiefst beeindruckt von der unfassbar schönen Landschaft.
Abends haben wir uns vom Foodtruck ein leckeren Burger zum Abschluss eines perfekten Tages gegönnt. Satt, glücklich und erschöpft sind wir dann eingeschlafen.
Am nächsten Morgen ging es nun auf einer asphaltierten Carretera weiter - unser Auto freut sich, wir uns auch.
Next Stop ist Coyhaique - sie ist die größte Stadt an der Carretera Austral und liegt in einem fruchtbaren Tal mit eigenem Mikroklima. Angegeben wird aber auch die höchste Feinstaubbelastung von ganz Lateinamerikas. Wie kommt das ? 94 % der Bevölkerung benutzen Brennholz als Energiequelle zum Kochen und Heizen, Coyhaique liegt in einem Becken, so dass in den kalten Monaten eine Verteilung der Schadstoffe verhindert wird.
Wir machten nur ein kurzen Zwischenstopp, schlagen ein paar Schnäppchen im hiesigen Patagonia Shop und genießen sehr guten Cappuccino und leckeren Kuchen.
Bei der Recherche über den Ort, haben wir erfahren, dass der Mitbegründer der Outdoor-Firma The North Face, Douglas Tompkins, bei einem Kajak-Ausflug am Lago Carrera tödlich verunglückte. Der 72-Jährige war mit seinem Kajak und Freunden auf einem See gekentert. Ein Marineschiff hat alle sechs Kajakfahrer aufgenommen, und Tompkins ist mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus der Stadt Coyhaique gebracht worden.Tompkins Begleiter überlebten das Unglück, er verstarb leider an Unterkühlung.. Tompkins ist auf einem kleinen Friedhof der ehemaligen Schaffarm im Chacabuco-Tal begraben worden. Die Welt hat 08.12.2015 ein großen Umweltaktivisten und Öko Unternehmer verloren. Der von ihm gegründete Nationalpark Pumalin trägt seine Gedanken des Naturschutzes weiter.
Wir fahren weiter nach Puerto Aysén und wollten nach so vielen Bergen mal wieder Meer sehen. Leider hatte das Wetter nicht mitgespielt. Es war kalt, regnerisch und windig, so dass wir mit dem Blick auf die Wettervorhersage beschlossen, nur eine Nacht zu bleiben. Den kleinen Ort haben wir am Abend mit einem Spaziergang inspiziert und sind am kommenden Tag auf der Ruta 7 zum Queulat-Nationalpark gefahren. Der Queulat Nationalpark soll zu den schönsten Nationalparks in Chile gehören. Vor allem wegen seines gewaltigen Hängegletschers Ventisquero Colgante wollten wir den NP besuchen.
Entlang der Ruta passieren wir kleine Ortschaften. In Villa Maniguales erblicke ich von der Straße aus eine Rodeo Arena. Wir biegen auf das Vereinsgelände und ich fotografiere die in die Jahre gekommene Holzarena. Chilenisches Rodeo ist seit 1962 der offizielle Nationalsport in Chile. Er wird in allen Landesteilen, hauptsächlich aber in Zentralchile in extra dafür gebauten Arenen praktiziert. Plötzlich kommt ein Huaso (chilenischer Cowboy) in die Arena geritten. Die Pferde sind der ganze Stolz der Huaso und werden in der Ausbildung entsprechend trainiert und zur Perfektion getrieben. Das Rodeo ist für die Reiter dann die ersehnte Gelegenheit ihre Pferde und ihr Können vorzuführen. Ich zeigte dem Huaso mein Handy und frage ob ich Bilder von Ihm machen dürfe. Er lud mich ein in die Mitte der Arena zu kommen. Also öffnete ich das Holztor. Das erste was ich sah, war ein stattlicher Stier - ich machte erstmal zwei Schritte zurück. Der Reiter führte dann exklusiv für mich sein Können vor. Dabei wird der Stier an der Leine, vom Pferd und Reiter an der Arenawand entlanggeführt. Die Wettkämpfe - Rodeo Chileno basieren auf der täglichen Arbeit mit den Kühen, Reiter - die Collera - treiben einen Stier um eine Halbmondförmige Arena und stoppen ihn in einem vorgegebenen Platz indem ein Reiter den Stier gegen die Abpolsterung an der Wand drückt. Na ja nicht gerade mein Sport und mal abgesehen vom Tierschutz fragwürdig, aber die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter war schon beeindruckend.Per Handschlag bedanke ich mich beim Reiter für diese unerwartete und sehr freundliche Begegnung.
Weiter ging es - bis wir im Auto laute Musik von draußen hörten…ein Dorffest. Also Vollbremsung, Parkplatz suchen und auf gehts. Es gab einige Essens-, Getränke- und Verkaufsstände, eine verwaiste Hüpfburg und eine Holzbühne, auf der chilenische Musiker spielten. Viele Leute standen um einen einen mit Holzbänken eingezäunten Platz an deren Ende viele junge Pferde auf einer Koppel standen. Schnell wurde uns klar, dass hier die Hauptattraktion das Pferdereiten oder besser gesagt, sich auf dem Pferd halten war. Wir beobachten die Leute die sich in Ihren traditionellen Hemden, Mützen oder Tücher gekleidet hatten. Alle warteten auf den ersten Ritt. Ohne Sattel, ohne Steigbügel….ganz traditionell versuchten sich die jungen Männer ein paar Sekunden auf dem Rücken der Pferde zu halten. Die Reiter wurden bejubelt und gefeiert. Jeder Ritt wurde lautstark vom Moderator kommentiert und zwischendurch gab es wieder chilenische Volksmusik. Neben dem sportlichen Spektakel (ein Pferd ist übrigens durchgegangen und hat Zäune niedergerissen und auch einen Zuschauer verletzt) sind vor allem die hausgemachten Leckerein erwähnenswert. Drei ältere Frauen haben in einer Seelenruhe leckere gefüllten Teigtaschen hergestellt. Wir mussten 40min auf unsere Bestellung warten, aber es hat sich gelohnt - 5 von 5 Sternen an die super freundlichen Damen vom Empanada Stand.

Vg…die Bornis
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Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025Auf der Carretera Austral nordwärts: Villa Maniguales, Chile, 16.02.2025


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Puerto Tranquilo | Chile | Donnerstag - 13.02.2025 - 14:54 - GOOGLE MAPS 
45 Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifelnVon Los Antiguos fahren wir die paar Kilometer über die Grenze nach Chile Chico.
Wir haben Glück, da der Genzübergang am Morgen nicht so stark frequentiert ist. Auf Argentinischer Seite geht die Ausreiseprozedur recht schnell. Wir fahren wieder ein paar Kilometer durchs Niemandsland und müssen nun den Einreiseprozess inkl. Zollprüfung überstehen. Online füllen wir Dokumente aus, Pässe werden geprüft und dann geht es zum Zoll. Ich fahre mit dem Camper zu einen langen Tisch, auf den wir alle unsere Lebensmittel rauflegen mussten. Drei Beamte fingen im Wagen und unsere Sachen nach verbotenen Gegenständen zu filzen. Selbst die Motorhaube musste ich offnen - es könnte ja sein, dass wir Lebensmittel in dem total verstaubten Motorraum schmuggeln. Freundlich aber bestimmt machen die Zöllner Ihre Arbeit. Bis es dann hieß: „Okay“ Wir packen schnell alles wieder zusammen und unsere „Ordnung“ ist wieder hergestellt.
In Chile Chico haben wir Lebensmittel aufgefüllt, unsere SIM Katen aufgeladen (alle 30 Tage notwendig) und bei der Touristeninformation Kartenmaterial für den nördlichen Teil von Patagonien besorgt. Wir starten in Chile Chico auf asphaltierte Straße, welche gleich am Ortsausgang zu einer schlechten Schotterstraße wird. Die Ruta 265 am Ufer des Lago General Carrera (in Argentinien heißt der See - Lago Buenos Aires) geht auf und ab, mit vielen Schlaglöchern, gefährlichen und ungesicherten Kurven. Bei jedem Gegenverkehr verschwindet die schlechte Schotterpiste in einer großen Staubwolke.
ABER - die Ruta 265 entlang des südlichen Ufers ist für uns eine der schönsten Routen in Patagonien. Der See liegt eingebettet zwischen hoch aufragenden Felsmassiven. Die Farbe von Südamerikas zweitgrößtem See variiert zwischen Kobaltblau und Türkis. Das kristallklares Wasser spiegelt die majestätischen Andengipfel wieder und schafft einen unvergessliche Anblick. Mit einer Gesamtfläche von 1850 km², gehört dieser See zum größten See im chilenischen Gebiet und zum zweitgrößten in Argentinien. Er ist auch der zweitgrößte See von Südamerika, nach dem Titicacasee.
Nach rund 115km Buckelpiste auf der Ruta 265 erreichen wir am Ende des Lago General Carrera die Ruta 7, die legendäre Carretera Austral.
Die Carretera Austral (offizielle Bezeichnung Ruta CH-7) ist eine rund 1350 Kilometer lange Straße und hat den Status einer nationalen Längsachse. Der Bau der Straße ist noch nicht vollendet, so dass uns weitere Fahrabenteuer bevorstehen.
Am Anfang bietet die Strecke entlang des Rio Baker wieder geniale Aussichten über den türkisfarbenen Fluss. Einen Stopp legen wir beim Zusammenfluss der beiden Flüsse Rio Baker und Rio Nef ein. Vom Parkplatz ist es eine kurze Wanderung entlang des Sendero Confluencia bis zum Zusammenfluss. Interessant ist zu sehen, wie sich das Wasser der beiden Flüsse vermischt. Das Wasser des Rio Baker ist türkisfarben und das des kleineren Rio Nef braun. Beim Zusammenfluss bilden sich Wirbel und erst nach einigen Metern vermischt sich das Wasser komplett. Wir fahren weiter bis nach Cochrane und kommen am Südlichen Eingang vom Patagonia Nationalpark vorbei. Der Patagonia-Park ist eines von mehreren privaten Schutzgebieten, die das Ehepaar Tompkins in Südamerika geschaffen hat.
Über Jahrzehnte hinweg haben sich Douglas Tompkins (1943-2015), Mitbegründer der Marken The North Face und Esprit, und Kris Tompkins (1950), ehemalige CEO der Marke Patagonia, für den Naturschutz eingesetzt und große Teile wilder Landschaften Patagoniens im südlichen Chile und Argentinien aufgekauft und in Nationalparks umgewandelt. Über 800.000 ha Land – ein Millioneninvestition, die einer der größten Landspenden an Chile und Argentinien nach sich zog.
Das Ehepaar Tompkins hat in den letzten 20 Jahren in Südamerika für rund 250 Mio. Dollar insgesamt 11 Naturparks geschaffen. Einen Teil davon haben sie der chilenischen Regierung als Naturreservate zurückgegeben.
Wir kommen am Abend in Cochrane an und finden auf einem kommunenartigen Hinterhof einen Stellplatz für die Nacht. Hunde, Katzen, Hühner liefen kreuz und quer über den Hof, aus der Küchenbaracke kamen lecker riechende Rauchschwarten vom Grill heraus und es wurde getanzt und gesungen. Wir standen sehr zentral im Hinterhof, so dass wir die volle Geräuschkulisse mitbekamen. Glücklicherweise verkrochen sich die meisten Leute, mit den sinkenden Temperaturen, in Ihre Zelte.
Am nächsten Tag haben wir eine schöne Wanderung im Patagonia Nationalpark gemacht. Der Wind war wiedermal unser Begleiter. Herrliche Aussichten auf den riesigen Grenzsee Cochrane Lake (chilenischer Name) / Pueyrredón Lake (Argentinischer Name), welche in ein unglaublich schönes Bergmassiv eingebettet ist, eröffneten sich uns immer wieder. Die Wanderung war fantastisch und wir haben die Glücksmomente gut abgespeichert. Nach der Wanderung haben wir uns für die Rückfahrt auf der Carretera Austral entschieden. Somit führen wir ab diesen Zeitpunkt nur noch nordwärts auf der Carretera. Die Buckelpiste verlangte meine volle Konzentration und fahrerisches Können. Wir wollten schließlich noch bis nach Puerto Rio Tranquilo an diesem Tag kommen. Das touristische Highlight in Puerto Tranquilo sind die Marmorhöhlen. Hier befindet sich ein außergewöhnliches patagonisches Highlight, welches es sogar auf den Bildschirmschoner von Windows geschafft hat. Die Marmorhöhlen in der Region Aysén gehören zu einem der außergewöhnlichsten Naturwunder dieser Erde. Über mehr als 6.000 Jahre hinweg haben die wilden Strömungen des Sees Lago General ein Meisterwerk aus Stein, Farbe und Licht geschaffen. Das wollten wir uns mit eigenen Augen ansehen.
Am Abend kamen wir dann schließlich etwas kaputt in Puerto Tranquilo an. Wir checkten auf einem Campingplatz ein und konnten dort für den kommenden Morgen eine Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen buchen. Der Ort ist ein entspanntes Plätzchen mit einer handvoll Restaurants und staubigen Straßen. Die Lage am See in der Nähe der Höhlen und zum San Rafael-Gletscher macht ihn zu einem beliebten Reiseziel.
Am nächsten Morgen stehen wir führ auf, da die Tour zu den Capillas del Marmol um 7:50 Uhr starten soll. Am Strand angekommen treffen sich die einzelnen Bootsausflugsanbieter und deren Mitfahrer. Es herrscht schon reger Betrieb bei den Booten. Touristen warten ungeduldig und frierend auf das Startsignal. Endlich erhalten wir unsere Sicherheitswesten und nehmen in dem kleinen Boot mit Außenborder Platz. Wir rasen über den See zur Isla Panichini. Dort liegt in einer Bucht eine altes Versorgungsschiff aus den sechziger Jahren auf Grund und bietet mit dem türkisfarbenem Wasser, eine schöne Fotokulisse.
Die aufgehende Sonne taucht die Berge und den See in ein zauberhaftes rot-gelbes Licht. Die Fahrt geht dann ca. 15 Minuten weiter und die Vorfreude auf die sagenumwobenen Höhle steigt. Wir erreichen die größte Attraktion des Sees, welcher übrigens 3 mal größer als der Bodensee ist. Die als Catedral de Mármol, Capilla de Mármol und Cavernas de Mármol bekannten, bizarren Marmorformationen und Marmorhöhlen werden von uns bestaunt und zur genüge fotografiert.
Diese bestehen aus einer Reihe von Höhlen, die vom Wasser des Sees in dem Bereich erodiert wurden. Es gibt zwei Hauptbereiche: Der touristisch bekannteste befindet sich am Puntilla El Mármol, um den herum sich die Hauptinseln befinden, aus denen die “Kathedrale” und die “Kapelle” hervorgegangen sind; der zweite befindet sich auf der Insel Panichini, in der Nähe von Puerto Sánchez, und den nahegelegenen kleinen Inseln. Die der Erosion ausgesetzten Gesteine bestehen aus Marmor, der zum metamorphen Fundament der Region gehört und aus dem Paläozoikum stammt (dies entspricht einem Alter von 300 Millionen Jahren). Die Marmore weisen bänderartige Schichtungen auf, die aus verschiedenfarbigem Gestein bestehen, das auf komplexe Weise gefaltet zu sein scheint. Obwohl Weiß die vorherrschende Farbe ist, ist es an manchen Stellen möglich, Blau- und Rosatöne auszumachen. Diese Farbgebung ist auf mineralische Verunreinigungen zurückzuführen.
Man schätzt, dass der Bereich mehr als 5000 Millionen Tonnen Marmor mit einem Calciumcarbonatgehalt von 94% aufweist. Die Entstehung von Höhlen (cavernas) geht auf ein neueres Karstphänomen zurück, das vor 15.000 Jahren nach dem Ende der letzten Eiszeit auftrat. Die Erosionswirkung des Seewassers löste die Felsen förmlich auf und ließ die heute existierenden Klippen und Marmorinseln entstehen.
Das Himmelblau des Wassers an dieser Stelle ist dessen Klarheit und dem hellen Untergrund zu verdanken.
Was für ein einzigartiger Anblick für den wir sehr dankbar sind.
Aber so ist das in Patagonien. Man bereist hier eine Region, die der Mensch nicht im Griff hat, die Reisende oft an ihre Grenzen bringt, gleichzeitig aber mit unfassbarer Natur aufwartet und glücklich macht.

Vg…die Bornis
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Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025Natur die Glücklich macht und Straßen zum verzweifeln: Puerto Tranquilo, Chile, 13.02.2025


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Torres del Paine | Chile | Donnerstag - 06.02.2025 - 13:37 - GOOGLE MAPS 
43 Torres del PaineDer Nationalpark Torres del Paine ist einer der bekanntesten Nationalparks in Chile, gelegen im Süden des Landes um die Berggruppe der Cordillera del Paine. Paine heißt in der Sprache der Tehuelche-Indianer „himmelblau“, Torres del Paine also „Türme des blauen Himmels“.
Wir planen 4-5 Tage im Torres del Paine zu verbringen und da es keine Versorgungsmöglichkeiten gibt, hatten wir uns in Puerto Natales eingedeckt. Auf der Ruta Y-290 fahren wir bis kurz vor den Eingang Serrano, wo sich eine der Ranger Stationen befindet. Bevor wir jedoch in den Nationalpark fahren, campen wir noch eine Nacht am Rio Serrano, wo wir auf einem wunderbarer Platz die Nacht zu verbrachten.
Am nächsten Morgen, es war bewölkt und diesig, fuhren wir zum Serrano Parkeingang, zeigten unser Ticket vor und fuhren in den NP. Die Strassen hier sind unbefestigt und staubig. Als erstes fahren wir zum Visitor Center, wo sich auch das administrative Hauptquartier des Nationalparks befindet. Auf dem Parkplatz können wir kostenlos stehen, was wir für die erste Nacht in Erwägung ziehen. Es ist noch früh und so fahren wir weiter zum Lago Grey, der sich 17 km vom Visitor Center befindet.
Die kurze Wanderung zum Lago Grey und dem Lookout ist perfekt sich etwas einzulaufen. Wir parken auf dem grossen Parkplatz und schnüren unsere Wanderschuhe. Der Wanderweg startet bei der Grey Ranger Station, wo wir zuerst den Grey River über eine Hängebrücke überqueren. Vor uns sehen wir bereits den Grey Lake. Unser Ziel ist die Isla de los Hielos. Gemütlich spazieren wir am Strand entlang, sehen die ersten Anden Kondore und finden am Ende des Strandes einen Pfad, der auf die Insel führt. Nach einer Viertelstunde und ordentlichen Gegenwind erreichen wir den Lookout und schauen direkt auf den Grey Gletscher. Wir machen eine Pause und geniessen die Aussicht. Dabei beobachten wir in der Ferne, wie majestätisch die Andenkondore durch die Luft gleiten, welcher aufgrund seiner herausragenden Größe unverwechselbar ist. Er ist ein mächtiger, massiger, für einen Neuweltgeier relativ kurzbeiniger Vogel mit lang gefingerten, brettartigen Flügeln, die im Gleitflug annähernd waagrecht gehalten werden. Gesichert sind Spannweiten sehr großer Männchen bis 310 Zentimetern und ein Gewicht bis zu 15 Kilogramm.
Nach diesem kleineren Ausflug fahren wir zurück zum Parkplatz am Toro Lake beim Visitor Center. Dort ist es erlaubt kostenlos zu stehen. Toiletten und Trinkwasser sind vorhanden.
Am nächsten Morgen starten wir führ, da wir die 24 km Tageswanderung zum Grey Gletscher absolvieren wollen.
Er liegt am Rande des Campo de Hielo Patagónico Sur, dem südlichen patagonischen Eisfeld, welches die größte Eiskappe der Südhalbkugel außerhalb der Antarktis ist. Von diesem Eisfeld aus kalbt er mit drei getrennten Gletscherzungen in den bis zum 500 Meter tiefen Gletscherrandsee Lago Grey.
Bei dem Grey Gletscher handelt es sich um einen sogenannten Auslassgletscher, d.h. er ist – aufgrund diverser Faktoren, wie Struktur des Eises, Hangneigung und Schubspannung – in der Lage sich selbstständig fortzubewegen.
Der Startpunkt ist für diese Tour das Refugio Paine Grande. Dafür nehmen wir den Katamaran um 08:45 Uhr, um den See zu überqueren. Das Refugio Paine Grande ist der Ort, an dem uns das Boot absetzt hat. Von hier bis zum Refugio Glaciar Grey, einem der besten Aussichtspunkte auf den Gletscher, sind wir 12 Kilometer in eine Richtung gelaufen und 12km zurück. Die Entfernung und die begrenzte Zeit sind eine ziemliche Herausforderung (letzte Bootsrückfahrt 18:00 Uhr), weil das Profil des Weges ständig auf und ab geht. Auf der Wanderung spüren wir die Kräfte der Natur, für die Patagonien ebenfalls berühmt ist. An der Westseite der Torres del Paine sind wir Stürmen, die vom Pazifischen Ozean über das Patagonische Inlandseis fegen, besonders ausgesetzt. Böen von über 100 km/h sind keine Seltenheit.
Wir hatten trotz kräftigen Windes einen perfekten Wandertag, mit blauen Himmel und spektakulären Aussichten. Am Ende des Tages, gratulierte mir meine Garmin Uhr zum neuen Schritt Rekord und das ich mein Tagesziel um 415% übertroffen habe.
Gesellt vom Gletscheranblick fahren wir zum Visitor Center zurück und schlafen erschöpft ein.
Die Nacht auf dem Parkplatz ist ruhig und am Morgen erwachen wir bei strahlendem Sonnenschein. Heute weht kein Wind. Wir schlürfen unseren Kaffee und Tee, essen unser liebevoll zubereitetes Müsli und fahren los zum Salto Grande. Wir wollen vor den grossen Tourbussen da sein, um den Massen etwas aus dem Weg zu gehen.
Vom Visitor Center zum Salto Grande sind es 17 km auf unbefestigten Strassen. Wir sind früh dran und noch sind nur wenige Besucher unterwegs.
Der Wanderweg startet gleich beim Parkplatz und führt direkt zum Salto Grande. Der Wasserfall befindet sich zwischen dem Lago Pehoé und dem Lago Nordenskjöld.
Vom Salto Grande führt ein schmaler Pfad durch Graslandschaften und am Nordernskjöld Lake entlang. Auf den gesamten 5 km haben wir Aussicht auf den See. Die Spiegelungen im Wasser wirken unglaublich kitschig. Wir können uns kaum sattsehen, so schön ist es hier.
Nach einer Stunde erreichen wir bereits den Cuernos Lookout und somit das Ende des Wanderweges. Was für ein Panorama. Vor uns präsentieren sich die Torres Spitzen des North Horn, Main Horn und East Horn, der Frances Gletscher und der Nordernskjöld See. Wir sehen und hören kleine Lawinenabgänge und bestaunen diese wunderschöne Landschaft. Wir stellen fest, dass die Natur die beste Apotheke ist - wir sind entspannt, glücklich und zufrieden in diesem Moment, an diesem Ort.
Auf dem Rückweg fallen uns die abgestorbenen Bäume auf und wir fragen uns, ob diese natürlich entstanden sind oder es hier einmal gebrannt hat. Später lesen wir im Reiseführer, dass 2012 bei einem grossen Waldbrand über 13’000 Hektar Wald, Weiden- und Steppenlandschaft verbrannt sind. Das Wetter ist noch gut, so dass wir
noch zum Condor Lookout fahren.
Der Aufstieg ist stellenweise steil und rutschig, dafür aber kurz. In rund 30 Minuten erreichen wir bereits den Aussichtspunkt. Unter uns der Pehoé See, etwas weiter weg sehen wir den Norderskjöld See und in der Ferne das Torres del Paine Gebirge.
Wow! Absolut empfehlenswert, der Mirador Condor.
Unsere letzte Nacht, verbringen wir auf einem privaten Campingplatz. Mit einer heißen Dusche, einem leckeres Essen und ein paar Gläser Rotwein lassen wir den schönen Tag ausklingen. Da für die kommenden Tage Regen angesagt ist, werden wir uns am nächsten Tag Richtung Argentinische Grenze fortbewegen. Wir hatten eine schöne Zeit im Park, haben nicht alles gesehen bzw. bewandert, aber was wir gesehen haben war einzigartig, fantastisch und beeindruckend.

…vg die Bornis
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Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025Torres del Paine: Torres del Paine, Chile, 06.02.2025


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Puerto Natales | Chile | Sonntag - 02.02.2025 - 01:55 - GOOGLE MAPS 
42 Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann startenVermutlich wird keiner Punta Arenas – die südlichste Stadt Chiles – besuchen, um ein Sightseeing oder um ein Stadtbummel zu machen. Für viele bietet sich die fast südlichste „Großstadt“ der Welt aber als idealer Start oder Abschluss für ein Patagonien Abenteuer an. Für uns startet hier der Roadtrip.
Wir fliegen von Santiago de Chile mit LATAM nach Punta Arenas. Der Flug dauert ca. 3,5h und bietet immer wieder tolle Ausblick auf die schneebedeckten Anden. Wir landen auf einen sehr kleinem Airport, haben schnell unser Gepäck und nehmen uns ein Uber zur Unterkunft im Stadtzentrum. Unser Hotel stammt aus der Zeit, wo Holzverkleidung uptodate waren. Unser Zimmer war geräumig, die Dielen und die Türen knarrten und das Fenster lies sämtliche Straßengeräusche ungedämpft ins innere. Wir suchten erstmal ein Restaurant auf und gönnten uns eine Pizza mit einem großen Bier. Platt von der Anreise versinken wir mit gefüllten Magen im Riesenbett unter den schweren Decken.
Der nächste Tag wollten wir die Stadt erkunden. Der starke Wind und ich meine wirklich starken Wind, pfeift durch die Straßen. Die Temperatur ist knapp über 13 Grad, aber fühlt sich für uns wie Winter an. Nach 30 Grad in Santiago und in der Atacama, ist das für uns eine Temperaturschock. Aber nicht umsonst haben wir für die 6 1/2 Monate, einen Rucksack mit 23kg bzw. 18kg dabei, aus dem wir schnell die Daunenjacke und das bis dahin ungenutzte warme Zeug herzuzaubern.
Obwohl Punta Arenas (ca. 130.000 Einwohner) so weit abgelegen ist, zeigt sie sich als europäisch geprägte Stadt mit einem etwas angestaubten, in die Jahre gekommenen, modernen Touch. Mit teilweise bunten, fröhlichen Häusern oder auch Gebäuden im Kolonialstil überrascht uns die Stadt.
Wegen ihrer Lage – die Magellanstraße überblickend – war Punta Arenas Aufstieg & „Niedergang“ – stark abhängig von den Händlern, die diese Handelsrouten nutzten.
Es lohnt sich die Stadt zu Fuß zu erkunden, was wir auch machen, nur der Dauerregen stört ein wenig. Wir steigen auf einen der Hügel und haben einen tollen Überblick über die Dächer der Stadt. Wir genießen den herrlichen Ausblick auf die Straßen der Stadt, bis plötzlich ein Bus anhält und eine Reisetruppe Asiaten herausströmen. Alle sind mit derselben Daunenjacken für die „Arktis Reise“ ausgerüstet und haben mindesten ein Handy und/oder eine Kamera in der Hand.
Ohne Rücksicht auf andere Leute, wird sich für das beste Erinnerungsfoto positioniert. Nach etlichen Instaposen, wechseln dann die Protagonisten, was mal locker 30min dauert. Danach wird der Fotoplatz für die Allgemeinheit wieder freigegeben und die Asiaten verschwinden genauso schnell wieder im warmen Bus.
Wir versuchen trotz ungünstiger Kombination von Dauerregen und starken Westwind die Stadt zu erkunden. Immer wieder müssen wir irgendwo einkehren, um uns zu trocknen und aufzuwärmen. Dabei landen wir in einer Halle mit vielen kleinen Restaurants. Nach einer kleinen Wartezeit kehren wir in einem Mini Lokal ein und bestellen uns eine Fischsuppe. Dies war die mächtigste und leckerste Fischsuppe ever. Diesen Tag vertrödeln wir und freuen uns schon auf unsere mobile Freiheit ab dem 30.01. bis zum 13.03.2025.
Mit dem Uber lassen wir uns zu Sergio (unser Campervermieter) fahren. Wir stoppen in einer etwas besseren Wohngegend vor einem Haus, wo viele SUV und ein Mini Kastenwagen (Chevrolet N400) parkten. Der Kleine sollte also unser Zuhause für die nächsten Wochen werden. Sergio -ein sehr netter und freundlicher Chilene - zeigt uns den „neuen“ Camper (erst 18.000km runter). Der Innenausbau wurde selbst vorgenommen. Wir verstauten unser Gepäck in jeder Ritze. Darin waren wir bereits geübt und gut eingespielt. Nach einer Stunde waren wir Abfahrbereit und verließen Punta Arenas Richtung Feuerland.

Wir freuen uns auf Orte mit wenig Tourismus, einer geringen Bevölkerungsdichte und einer spröden und wettergegerbten Landschaft. Unser Ziel ist Tierra del Fuego. Dort wollen wir zur nahezu einzigen Kolonie von Königspinguinen außerhalb der Antarktis.
Erst seit 2010 hat sich eine kleine Kolonie auf der Insel Feuerland gebildet. Zunächst aus nur wenigen Tieren bestehend, tummeln sich heute, abhängig von der Jahreszeit, bis zu mehrere hundert Pinguine in der Kolonie. Die Königspinguine haben sich für ihre Eroberung des südamerikanischen Kontinents ein sehr entlegenes Fleckchen ausgesucht. Die kleine Kolonie lebt in der Bahía Inútil, einer großen Bucht im Süden des chilenischen Teils von Tierra del Fuego. Auch wenn hier mittlerweile ein kleines Besucherzentrum entstanden ist, sucht man Wegweiser oder Schilder, die einen zu den Königspinguinen auf Feuerland führen nach wie vor vergeblich.
Unsere Anreise nach Feuerland ging über die Ruta 257 und damit konnten wir die schmalste Stelle zwischen dem Festland und Feuerland nutzen um mit der Fähre die Magellanstraße zu überqueren. Die Überfahrt dauert nur rund zwanzig Minuten und mit etwas Glück, kann man dabei die seltenen schwarz weiß gefleckten Commerson Delfine beobachten. Leider blieb uns das Vergnügen, die Delfine zu erleben verwehrt.
Wir fahren die Ruta 257 weiter und folgen später die Y-85.
Die Straßen auf Feuerland sind teilweise nicht asphaltiert und oft weht ein heftiger Wind. Daher sollte man, egal aus welcher Richtung man anreist, genug Zeit einplanen, vorsichtig fahren und auf jeden Fall in Cerro Sombrero oder Porvenir tanken. Leider braucht unser Mini Camper das gute Benzin 95. An zwei Tankstellen haben wir unser Glück versucht, leider ohne Erfolgt. Da man auf Feuerland nur selten Ansiedlungen mit Tankstellen findet, macht es Sinn, immer den Tank aufzufüllen und zu checken ob man noch ein bisschen Proviant oder eine Flasche Wasser benötigt.
Unsere Recherche ergab, dass wir mit der restlichen Tankladung nicht weiter südlich schafften, so dass wir leider unsere Route umplanen mussten. Ein Reservekanister wäre hilfreich gewesen, aber den hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir suchten uns eine freien Stellplatz mit eine tollen Aussicht in der Nähe der Pinguinkolonie - was nicht schwer war, bei einer so geringen Bevölkerungsdichte.
Nach unserer ersten Nacht im Camper - welche sehr gut war, da wir dicke Decken dabei hatten, sahen wir am Morgen ein Braunborsten-Gürteltier, Füchse und Guanakos. Die Guanakos hatten uns bereits bei der Anreise am Wegesrand begleitet.
An der Pinguinkolonie, trifft man zunächst auf ein kleines Besucherzentrum. Der Eintritt kostet pro Person 17.000 chilenische Pesos, das sind knapp 18 Euro/pP. Auf den ersten Blick ist das kein Schnäppchen, allerdings ist Patagonien und Tierra del Fuego ganz generell ein teures Pflaster und in diesem Fall waren wir sehr gerne bereit den Eintrittspreis zu zahlen, da das Geld nämlich dem Schutz und der Erhaltung der Königspinguine zu Gute kommt.
Zunächst bekommt man ungefähr 20 Minuten lang von einem Mitarbeiter des Besucherzentrums einen kleinen Vortrag zu den Pinguinen. Man erfährt einiges zur Lebensweise der Tiere, zum Bestand und auch speziell zur hier ansässigen Kolonie. Anschließend geht es zu den Pinguinen.
Um den Tieren genug Ruhezeit zu gönnen, darf man sich maximal 90 Minuten bei den Pinguinen aufhalten. Diese Zeit reicht allerdings auch problemlos aus, um die tollen Tiere auf sich wirken zu lassen und ausreichend Fotos zu schießen. Ganz nah heran kommt man ohnehin nicht, da man als Besucher durch einen Holzzaun und einen kleinen natürlichen Bach von den Tieren getrennt steht - aber das 600 Objektiv hilft etwas. Die Zahl der Besucher ist limitiert. 2x am Tag dürfen je 12 Personen zu den Pinguinen.
In wie weit sich die aufwendige Anreise zu den Pinguinen lohnt, kann wohl nur jeder für sich entscheiden. Unsere Ansicht nach ist es ein großartiges Erlebnis diese tollen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und dafür lohnt sich auch der beschwerliche Anfahrtsweg.
Zudem halte wir es für sehr unterstützenswert, dass sich der Parque Pingüino Rey dem Schutz, der Forschung und der Erhaltung der Tierart verschrieben hat.

Unsere Routenänderung führt uns über auf einer unbefestigten Straße nach Porvenir. Wir bekommen ein Eindruck von der hiesigen Ferne, der kargen Steppenlandschaft und sehen etliche Guanakos am Straßenrand. Die Stadt Porvenir ist die größte chilenische Siedlung auf Feuerland. Hier leben 4.734 Leute (Stand 2020) auf einer Fläche von 2,63 km². Aber ganz entscheidend für uns war, dass es dort eine Zapfsäule mit 95ziger Benzin und wir nun wieder einen vollen Tank hatten. Unser Aktionsradius beschränkt sich auf ca 600km, was bei der Weite nicht viel ist.

Wir Fahren also weiter nordwärts Richtung. Die Nacht stehen wir auf einem Rastplatz zwischen Trucks und anderen Camper. Am kommenden Tag fahren wir die ca. 200km bis nach Puerto Natales.
Die erst 1911 gegründete Stadt ist super klein und hat gerade mal 19.000 Einwohner, verfügt aber über einen eigenen Hafen und einen Flughafen. Puerto Natales ist für uns Ausgangsbasis für unsere Tour in den Nationalpark Torres del Paine.
Die Liste der Sehenswürdigkeiten in Puerto Natales ist recht kurz und überschaubar.
Eine Hauptstraße mit vielen kleine Läden, nette Cafés, toller Ausblick auf den Fjord und die Berge, Milodon-Statue (war ein bodenlebendes Faultiere mit bis zu 4 m Größe - ist ausgestorben) und der Windstatur ( 2 „fliegende Menschen“ symbolisieren den allzeit starken Wind ) am Ufer.
Wir hatten eine netten Campingplatz auf dem viele Zelter waren. Im Aufenthaltsraum wurde gemeinsam gekocht, die medialen Kontakte gepflegt und sich über die Wanderrouten ausgetauscht. Wir tauchten in die Kommune ein und freuten uns, dass viele Jugendliche so „Basic“ auf Wanderschaft gehen und abends leckere Gerichte zaubern.
Wir hatten für den NP bereits Onlinetickets gebucht, so dass der Plan für die kommenden Tage Torres del Paine hieß. Unser Tanke war voll, einen Reservekanister hatten wir nun gekauft, Proviant hatten wir aufgefüllt - nun kann es losgehen in einen den bekanntesten chilenischen Nationalpark.

Vg die Bornis
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Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025Punta Arenas, Feuerland ….Der Roadtrip durch Patagonien kann starten: Puerto Natales, Chile, 02.02.2025


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San Pedro de Atacama | Chile | Samstag - 25.01.2025 - 23:44 - GOOGLE MAPS 
39 San Pedro de Atacama - wir erleben die WüsteNachdem wir gut in Calama gelandet sind, ging es am „Dorf“ Airport recht schnell.
In der Ausgangshalle warteten etliche Taxifahrer und Mitarbeiter von Transportunternehmen. Jeder bot lautstark einen Transfer nach San Pedro an. Zum Glück hatten wir vorab den Shuttle gebucht, so dass wir uns dem Kampf um Fahrgäste entziehen konnten. Auf der gesamten Strecke zwischen Calama und San Pedro (101 km) ist weit und breit kein Leben in Sicht. Hin und wieder begegneten wir einem Auto, Touristenbus oder Truck. Am Strassenrand waren in unregelmässigen Abständen Kreuze aufgestellt worden, wahrscheinlich wegen eines tödlichen Unfalls. Schätzungsweise waren die geraden Straßen, die zu Unkonzentriertheit und die wenigen Fahrzeuge Ursache für die vielen Kreuze.
Wir konnten die Weite und die Aussicht auf Berge und Vulkane während der Fahrt entspannt genießen und waren bereits jetzt schon sehr beeindruckend.
An unserem Hostel Belen wurden wir abgesetzt und sofort spürte man die Wüste. Hitze, Staub und kein einziges Fleckchen Schatten.

San Pedro de Atacama befindet sich innerhalb der Atacama-Wüste auf einer Höhe von ca. 2450m, in einer der trockensten und einsamsten Landschaften der Erde. Über eine Fläche von 23.438 km², in zahlreichen kleinen Siedlungen verstreut, gibt es lediglich 10.996 Einwohner. San Pedro ist das Mekka der Wüstentouristen und Teilzeitabenteurer und ist eigentlich eine Kommune aus verschiedenen Siedlungen und einer Oase. Mächtig wachen die Vulkane Licancabur und Láscar über die Stadt. Letzterer ist immer noch aktiv und macht immer wieder mit kleineren Eruptionen und Aschewolken auf sich aufmerksam. Wir werden hier einige Tage verbringen und uns ersteinmal an die Höhe und das Wetter gewöhnen.
Es gibt rund um San Pedro de Atacama viele landschaftliche Highlights, welche wir mit Halbtagestouren erkunden wollen. Neben der kargen Salzwüste, lockt die Region mit türkisfarbenen Lagunen, schneebedeckten Vulkanen, dampfenden Geysiren und zerklüfteten Tälern. Wir hatten vorab über unser Hostel ein paar Touren gebucht, so dass die kommende Woche - inkl.der Salar de Uyuni Tour geplant, organisiert und bezahlt war. Also dieses mal nichts Individuelles und nichts auf eigene Faust, sonder mit Reisebus (Sprinter Busse) und vielen anderen Touristen zu den Sehenswürdigkeiten. Auch eine neue Erfahrung für uns auf dieser Reise. Wir haben folgende Ausflüge in San Pedro de Atacama gemacht.

Das Mondtal (Valle de la Luna)
Das Valle de la Luna liegt etwa 20 Kilometer von San Pedro entfernt und ist ein Teil der Atacama-Wüste, der durch bizarre Felsformationen, Krater und Klippen geprägt ist. Vermutlich basiert sein Name auf der Tatsache, dass die karge Umgebung an die Mondoberfläche erinnert. Ein eindrucksvoller Ort. Mit dem richtigen Namen.
Braun, Ocker und Rottöne in den verschiedensten Abstufungen. Salz blitzt am Boden hindurch reflektiert von der Sonne. Der helle, rötliche Sand verweht hinter kuriosen Steinformationen. All dies hat die Natur hier in Jahrmillionen geformt, durch längst versiegte Wasser geschliffen und als Denkmal für die Menschheit hinterlassen. Dieses Denkmal mahnt: Seht her, wie schön unsere Erde ist und diese zu erhalten gilt.
Wir genießen (natürlich mit vielen anderen) den Sonnenuntergang am Rande der Schlucht. Das Panorama ist überwältigend. Im Vordergrund das Tal des Mondes, dann der grüne Oasenstreifen San Pedro und in letzter Reihe die mächtige Anden mit ihren Vulkanen. Wir speichere diesen Moment für immer in unseren Kopf.

Astronomy Tour Atacama
Wir wurden gegen 21:30 Uhr abgeholt und wurden zum Observatorium in der Atacama-Wüste gebracht. Dort erhalten wir Informationen über die spezifischen Bedingungen des Atacama-Wüstenhimmels, über Sternbilder und antike Mythen und die Himmelssphäre.
Zuerst haben wir den Himmel mit bloßen Augen beobachtet, um Objekte und Strukturen zu identifizieren. Danach hatten wir die Möglichkeit durch ein Teleskop, Weltraumobjekte wie Nebel und Sternhaufen zu beobachten. Wir konnten auch den Gasplaneten Jupiter durch das Teleskop bestaunen. Nachtaufnahmen mit der Milchstraße im Hintergrund rundeten den interessanten Ausflug ab.

Schlucht Quebrada del Diablo
Mit einem Mountainbike von unserer Unterkunft fahren wir in die ca. 6 km entfernte Schlucht. Am Anfang der Schlucht bezahlen wir den Eintritt und kaufen vorsichtshalber noch eine Flasche Wasser - was sich im Nachgang als eine sehr gute Entscheidung rausstellte. Wir fahren die Schotterpiste bis zum Ende (ca. 5 Km), wo wir eine abgelegen Kirche im Nirgendwo besichtigen. Danach ging es den gleichen Weg zurück, wo wir nach ca. 3km die breite Straße verliessen. Plötzlich fanden wir uns zwischen hohen Canyonwänden wieder. Der Weg wurde nun immer enger, dafür aber weniger steinig, so dass wir– obwohl es stetig leicht bergauf ging – deutlich besser vorankamen.
Kurve um Kurve folgten wir dem Weg durch die Schlucht, wobei wir die Fahrräder teilweise über kleine Felsspalten auf die nächste Ebene heben mussten.
Nach weiteren drei Kilometern erreichten wir dann schließlich das Ende der Schlucht, wo ein Fußweg hinauf zu einem Mirador führte.
Wir schlossen also die Fahrräder an und gingen zu Fuß weiter. Der Weg war zwar nicht sonderlich lang, aber ziemlich steil und aufgrund der Höhe, kamen wir mehr aus der Puste, als wir gedacht hatten.
Trotzdem dauerte der Aufstieg glücklicherweise nicht zu lange und oben angekommen wurden wir mit unglaublichen Ausblicken auf die Schlucht und das Tal in der einen Richtung und die Berge/ Vulkane, insbesondere den 5.920 Meter hohen Licancabur, in der anderen Richtung belohnt. Einfach nur schön!
Wir blieben für unsere Verhältnisse lange auf dem Gipfel und genossen die Aussicht und die Einsamkeit, hier oben waren wir nämlich die ganze Zeit die Einzigen.
Irgendwann machten wir uns dann aber doch an den Abstieg und wieder unter angekommen, war es Zeit den Heimweg nach San Pedro anzutreten.
Nachdem es auf dem Hinweg die ganze Zeit leicht bergauf gegangen war, brauchten wir uns nun glücklicherweise nicht besonders anstrengen und rasten zurück durch die enge Schlucht. Das war schon fast ein wenig abenteuerlich. Wir fühlten uns wie in einem Bikepark. Wieder an der Kreuzung angekommen, ging es auf der schlechten Schotterpiste zum Eingang zurück.Nach etwas über vier Stunden und 12 Kilometern und Staub in allen Ritzen gaben wir die Fahrräder wieder zurück. Wir hatten unser komplettes Wasser ausgetrunken und waren nach der Anstrengung ordentlich platt, aber auch glücklich über das Erlebte.

Lagunen Piedra und Cejar
Die Fahrt bis zu den beiden Lagunen dauerte von San Pedro de Atacama nur eine halbe Stunde. Wir folgten einem Holzbohlenweg und genossen von der Aussichtsplattform den Blick auf die beeindruckenden Vulkane der westlichen Kette des Anden Hochgebirges. Die Laguna Cejar besitzt einen Salzgehalt von mehr als 40% und wird daher auch als das Tote Meer von Chile bezeichnet. Allerdings ist das Baden in der Laguna Cejar nicht mehr erlaubt, sondern nur noch in der danebenliegenden Laguna Piedra (die übrigens auch einen Salzgehalt von über 40% besitzt). Ertrinken kann man hier nicht, auch tauchen ist kaum möglich und sollte man auch tunlichst lassen. Wir gehen ins kühle Nass, lasse uns ein wenig treiben und genießen den sensationellen Ausblick.
Nachdem wir das Wasser verlassen haben, können wir das Salz förmlich auf der Haut zerreiben. Es sieht aus, als hätte uns jemand mit Mehl bepudert.
Es war ein toller Ausflug in mitten einer skurrilen Landschaft und das wir aufgrund der hohen Konzentration an Salzmineralien den Effekt der Gravitation gespürt haben, war einfach nur mega - einmal im Leben leicht wie eine Feder zu sein.
Anschließend ging es noch es weiter zu den Ojos del Salar. Dort hatten wir nur einen kurzen Fotostopp und schon ging es zur Laguna Tebinquiche. Der See hat eine ziemlich beeindruckende Kulisse und war für uns der Vorgeschmack auf die Salar de Uyuni.
Unsere Reise ging nun mit einer geführten Tour nach Bolivien weiter. Nach 3 Tagen San Pedro de Atacama waren wir einigermaßen akklimatisiert und freuten uns auf das nächste Abendteuer.

Fazit:
San Pedro de Atacama ist ein kleiner Ort der sich zu 100% auf Tourismus konzentriert. Die Umgebung von San Pedro hat einiges zu bieten: die Geysire von Tatio, das Valle de la Luna, die uralten Festungsanlage Pucará de Quitor bis zu den heißen Quellen von Puritama. Glücklicherweise scheint sich dieser Ort mit seinen beschaulichen sandigen Straßen und den niedrigen (Lehm-)Häusern trotz der vielen Touristen nicht zu verändern. Das Leben der Einheimischen ist kaum präsent und spielt sich wohl in anderen Teilen der Stadt ab. Üblicherweise versuchen wir solche touristenüberfluteten Orte zu umgehen, aber wir sind auch nicht wegen San Pedro de Atacama hergekommen, sondern um die Umgebung zu entdecken und anschließend nach Uyuni zu fahren.

Vg….die Bornis
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San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025San Pedro de Atacama - wir erleben die Wüste: San Pedro de Atacama, Chile, 25.01.2025


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Santiago de Chile | Chile | Donnerstag - 16.01.2025 - 15:24 - GOOGLE MAPS 
38 Bienvenido a Chile - Santiago de Chile & ValparadisoWir fliegen am 13.01.2025 um 21:30 von Auckland mit der Fluggesellschaft LATAM los. Der Flug dauert ca. 11h und führt über den Südpazifik.
Ohne großartige Turbulenzen und mit sehr wenig Schlaf, landen wir am 13.01.2025 um 16:35 Uhr in Santiago de Chile.
Am Flughafen ist die Einreise für uns nur eine Minutensache. Schnell bekommen wir unser Gepäck, was übrigens immer schwerer wird.
Vielleicht nehmen wir aus jedem Land etwas Deck mit.
Schnell ist eine Taxifahrt (25.000CLP) zum Hotel organisiert. Wir wollen natürlich auch schnell wieder online gehen, so dass wir uns an einem Kiosk am Flughafen zwei SIM Karten (40 GB) für zusammen umgerechnet ca. 10 € kaufen. Die Aktivierung sollte laut Verkäuferin ein schneller Prozess sein. Leider hat es bei uns nicht funktioniert, so dass wir erstmal zum Hotel gefahren sind.Das Personal an der Hotelrezeption konnte uns ebenfalls nicht weiterhelfen, so dass wir am kommenden Tag in ein Shop vom Mobilfunkanbieter Movistar gehen wollten. Wegen der Zeitumstellung hatten wir einen ordentlichen Jetlag, welcher uns in den kommenden Tagen weiterhin begleitete.
Unweit unseres Hotels befand sich der Mobilfunkshop. Wir schilderten unsere Problem einen Mitarbeiter. Nach mehrmaliger Einstellungsänderung, Telefon an und aus machen, war dieser Mitarbeiter ratlos, so dass wir weitergereicht wurden. Nun war schnell klar, dass uns nicht funktionierten SIM Karten am Flughafenkiosk verkauft wurden. Also mussten wir nochmal 10€ für nun offizielle SIM Karten investieren und sind nun online - insofern Netz verfügbar ist.
Jetzt kann unser Abenteuer in Chile starten.
Mit einer Bevölkerung von etwa acht Millionen Menschen in der Metropolregion (knapp sechs Millionen davon in der Stadt selbst) lebt fast die Hälfte aller Einwohner Chiles in der Hauptstadt Santiago. Die 1541 gegründete Stadt ist das unumstrittene politische Zentrum Chiles. Darüber hinaus ist die Stadt auch die Zentrale für Wirtschaft und Finanzwesen des Landes, denn knapp die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts von Chile wird in Santiago erwirtschaftet.
Die Lage der Stadt ist einmalig. Selbst nur auf etwa 500 bis 600 Höhenmetern im Zentraltal Chiles gelegen, erhebt sich hinter der Skyline der Stadt die imposante Kulisse der Anden. Zugleich sind es von Santiago aus nur etwa 100 Kilometer bis an den Pazifischen Ozean. Morgens Skifahren und am Nachmittag im Meer baden - hier ist es möglich.
Wir starten unsere Stadtbesichtigung mit dem eindringlichen Hinweis unseres Hotelpersonals, nicht die Handys in der Hand zu tragen und auf unseren Rucksack gut zu achten.

1. Stop - Plaza de Armas – Das historische Zentrum
Der grosse, belebte Platz Plaza de Armas ist Ausgangspunkt für die Erkundung von einigen historischen und wichtigen Gebäuden im Zentrum von Santiago. Wir spazieren um den grossen Platz und sehen uns die schöne Kathedrale Metropolitano, die Gebäude des Nationalmuseums, das Hauptpostamt, das ehemalige Kongressgebäude und das Museum für präkolumbianische Kunst an. Die Architektur beeindruckt uns. Es gibt hier viele Straßenkünstlern, die sich ein paar Pesos von den Zuschauern erhoffen. An einer Ecke des Platzes stehen ein paar Betontische, an denen Schach gespielt wir unter kritischer Beobachtung einiger Passanten. Wir schlendern unausgeschlafen und bei 30 Grad so gut es geht über den Platz und beobachten das rege Treiben.

2. Palacio La Moneda – Der Präsidentenpalast
Zwei Strassenblocks weiter befindet sich der Präsidentenpalast «Palacio La Moneda», der an den Plaza de la Constitucion angrenzt. Früher war im Gebäude die Münzprägeanstalt, heute sind die Büros der Landesregierung im riesigen Gebäude untergebracht. Der grosse Vorplatz ist abgesperrt, sodass wir den Präsidentenpalast nur aus der Distanz bewundern können. Überall ist Wachpersonal positioniert, die bei der Hitze unter Sonnenschirmen ihren Dienst leisten müssen.

3. Barrio Lastarria – Szeneviertel mit viel Kultur
In Santiago de Chile gibt es etliche Barrios (Viertel). Eines der beliebtesten Barrios ist Lastarria, wo es viele Cafés, Restaurants, Boutiquen und Galerien gibt. Uns hat die lockere und entspannte Atmosphäre gut gefallen. Wenn du auf Antiquitäten und Handwerkskunst stehst, bist du in Lastarria am richtigen Ort. Wir spazieren durch die Straßen, essen eine Kleinigkeit und genießen die entspannte Atmosphäre. Die Youngsters und Hipster treffen sich hier um am Straßenrand hauptsächlich gebrauchte Kleidung (scheinbar illegal) zu verkaufen. Wir beobachten einen Polizeieinsatz und bestaunen wie flink die Leute Ihre Stände oder Decken mit der Ware zusammenpacken und vor der Staatsmacht flüchten. Kurze nach dem Einsatz sind die Leute wieder zurück und liebevoll wird die Ware wieder ausgelegt. Wir schmunzeln sehr über dieses „Katz und Maus“ -Spiel.

4. Barrio Bellavista – Ausgehviertel und viel Street Art
Auf dem Weg zur Standseilbahn am Fusse des Cerro San Cristobal spazieren wir durch Bellavista. Es ist ein riesen Gewusel auf der Brücke des Rio Mapocho. Als wir den Fluss überquert haben, lockern sich die Menschenmassen etwas auf. Wir kommen an etlichen Restaurants, Take-Aways, Clubs und Bars vorbei. Bereits am Mittag dröhnt laute Musik aus den Lautsprechern. Die viele Häuser sind hier mit großflächigen Wandbilder verziert. Wir machen etliche Fotos von den Häusern, Türen, Wänden und versuchen den Sonnenschutz auf der schattigen Straßenseite auf.

5. Mit der Seilbahn auf den Cerro San Cristobal
Eine der schönsten Orte in Santiago ist definitiv der Cerro San Cristobal. Die Aussicht auf die Stadt mit den Wolkenkratzern ist sagenhaft. Bei schönem, klarem Wetter kann man sogar die Andenkordilleren sehen. Der 880 Meter hohe Hausberg Cerro San Cristobal ist die bekannteste und meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Santiago.
Es ist möglich zu Fuss oder mit dem Fahrrad auf den Aussichtsberg zu gelangen. Doch uns ist es bei 30 °C zu heiss, sodass wir beim Tickethäuschen eine Rundfahrt für die Stand- und Schwebeseilbahn kaufen. Als erstes fahren wir mit der Standseilbahn von Pio Nono bis Cumbre. Dort können wir zu Fuss die Kapelle und die 22 Meter hohe Statue der Jungfrau Maria ansehen. Oben angekommen gibt es eine fantastische Aussicht auf die Stadt. Nun erfasst man erstmal, wie groß die Stadt eigentlich ist.
Nach einem kurzen Fussmarsch erreichen wir die Schwebeseilbahn, die uns bis zur Station Oasis fährt. Wir geniessen es sehr in der Gondel über dem Wald zu schweben und von oben auf die Stadt runterzusehen. Die Fahrt ist toll, denn so sehen wir Santiago aus einem ganz anderen Blickwinkel.

6. Barrio Italia
Das Barrio Italia lockt uns wegen seines Namens und einer Empfehlung aus einem Reiseblog. Es ist ein Trendviertel mit vielen Cafés, Restaurants und Bars. Besonders schön sind die gemütlichen Terrassen, wo man chillig den Nachmittag oder Abend geniessen kann. Die Lokale sind eher teuer und in den Sommermonaten bestimmt sehr gut besucht. Obwohl das Barrio Italia heisst, sehen wir nur wenige typische italienische Restaurants. Doch an Restaurants fehlt es nicht. Auch in diesem Bezirk, gibt es viel Street Art und bunte Häuser, welche uns immer noch sehr beeindrucken.

7. Mercado Central
Der Mercado Central befindet sich in einem schönen historische Gebäude. Nur wenige Fischstände sind geöffnet und wir werden von jedem Marktbetreiber angesprochen bei ihm etwas zu kaufen oder zu essen. Da die Restaurants im Markt wenig attraktiv aussehen und wir uns eher bedrängt fühlen, laufen wir relativ schnell durch das Marktgebäude. Früher war der Markt anscheinend sehr lebhaft und typisch chilenisch. Heute scheint er nur noch für Touristen dazusein.

Vielmehr haben wir erstmal (kommen nochmal für zwei Tage zurück) nicht von Santiago de Chile gesehen, denn wir haben uns noch für einen Tagesausflug nach Valparaiso entschieden.

Die chilenische Hafenstadt ist weltbekannt für seine farbenfrohen Häuser und die Aufzüge auf die bewohnten Hügel. Wir sind mit einem geführten Reisegruppe durch die Gassen geschlendert und haben die schönsten Orten in Valpo gesucht.

In der Stadt Valparaiso leben ca. 255.000 - im Großraum ca. 900.000 Menschen.
Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles und ist wegen ihres historischen Stadtkerns mit bunten Häusern aus dem 19./20. Jahrhundert, den alten Aufzügen bzw. Standseilbahnen und seiner ausgeprägten Graffiti- / Street Art - Kultur bekannt.
Da die Stadt auf über 40 Hügeln erbaut wurde, kann eine Besichtigung recht anstrengend werden. Zum Glück sind noch einige der alten Aufzüge in Betrieb, mit denen man zumindest einige Steilstrecken überwinden kann, Panoramablick auf Stadt und Meer inklusive.
Großartige Sehenswürdigkeiten gibt es in Valparaiso eher nicht zu sehen, die Stadt lebt vor allem von ihrem besonderen Flair - und das muss man sich am besten erlaufen. Sehenswert sind die Hügel Cerro Alegre und Cerro Concepción mit vielen bunte Häuser mit Street Art, Bars, Restaurants, kleinen Läden, Ateliers und Aussichtspunkten. Vom Cerro Artillería hat man einen fantastischen Blick auf den Containerhafen. Wir hatten am Vormittag einen mystischen Blick auf die in Nebel gehüllte Hafenbucht.
Vor Eröffnung des Panamakanals war der Hafen der Stadt neben San Francisco einer der beiden bedeutendsten Häfen an der Westküste und der erste, den die Schiffe nach der Umfahrung des berüchtigten Kap Horns erreichten, dementsprechend reich war die Stadt. Heute ist der Hafen nicht einmal mehr der größte in Chile, dafür wurde der historische Stadtkern 2003 zum Weltkulturerbe erklärt.
Insgesamt glänzt Valparaiso nicht gerade mit Sauberkeit und ist an einigen Stellen ziemlich heruntergekommen. Die schönen Teile sind definitiv der historische Stadtkern und die besseren Aussichtsterrassen.

Wir fahren mit der Reisegruppe noch ins benachbarte Viña del Mar, dass ein beliebter Surf- und Badeort ist. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine Uhr aus Blumen und Gras. Diese Gartenuhr mit der Schweizer Maschinerie zeigt seit 1962 die Zeit auf dem Castillo Hill an, als sie anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Chile aufgestellt wurde. Unser letztes kulturelles Highlight an diesem Ausflugstag, war die Osterinsel moai-Skulptur vor dem Museo Corporativo de Arqueología e Historia Francisco Fonck. Diese charakteristischste Skulptur ist eine der wenigen, die außerhalb der Insel zu finden ist.

Platt von den vielen Eindrücken kommen wir am Abend zurück nach Santiago.
Dort packen wir die wichtigsten Sachen in einen großen Rucksack und hinterlegen den Zweiten im Hotel.

Am nächsten Tag fahren wir früh mit dem UBER zum Airport. Unsere Reise führt uns nun in den Norden von Chile. Wir wollen die trockenste Wüste der Erde - die Atacama Wüste bereisen. Dafür fliegen wir von Santiago nach Calama. Der Flug dauerte 2h und bot uns spektakuläre Aussichten auf die schneebedeckten Anden. In Calama angekommen, hatten wir einen Transfer nach San Pedro de Atacama. Von dort werden wir in den kommenden Tagen viele Ausflüge machen und auf eine 4 tägige Rundreise durch die Atacamawüste, die Anden und zum Salar de Uyuni (Bolivien). Dies ist der größte Salzsee der Erde und befindet sich auf einer Höhe von 3.653 Metern.
Wir sind schon sehr gespannt, auf die Erlebnisse und auf die einzigartige Landschaft.


Lg ….die Bornis
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