Reisetagebuch
Beiträge aus Indonesien
10 Einträge Seite 1
Pulau Mansuar - Raja Ampart | Indonesien | Montag - 07.10.2024 - 13:29 - GOOGLE MAPS
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Pulau Mansuar - InselwechselUnser 2. Aufenthalt hier verschlägt uns nach Mansuar. Die Insel liegt liegt im Norden von Raja Ampat, in der Dampierstraße, nordwestlich der Vogelkophalbinsel Neuguineas. Nördlich liegen die Inseln Gam und Waigeo, südlich Batanta und westlich die Faminseln. Direkt vor der Ostspitze Mansuars liegen die Inseln Kri und Koh. Südlich und Nördlich Mansuars finden sich zahlreiche, weitere kleine Inseln und Riffe.Unser Bungalow (Francis Homestay-bestehend aus drei Wasserbungalows)) ist groß und geräumig , eine kleine Treppe führt direkt ins Meer. Hinter dem Bungalow erstreckt sich ein kleines Dorf. Die Dorfbewohner sind sehr freundlich und neugierig. Die Kids spielen den ganzen Tag im Meer.
Die Familie kocht und bringt uns das Essen morgens,mittags und abends auf die Terasse.
Im Bungalow steht immer ein Trinkwasserkanister und eine Thermoskanne für Tee, Kaffe und Capuccino bereit. Das war auf Gam auch so.
Das Hausriff ist toll und fällt tief ab. An der Riffkante patrollieren Schwarzspitzenriffhaie und Schildkröten tummeln sich mit vielen vielen Fischschwärmen am Riff.
Francis scheint zunächst nicht ganz so organisiert.Auf Nachfrage und WhatsApp Nachrichten stellt er einen Ausflug zu mehreren schönen Spots zusammen . Wir fragen die jungen Gäste im Bungalow vor uns, ob sie mit uns fahren …und können uns so die Kosten teilen. ( es wird immer pro Boot bezahlt)
Der Ausflug führt uns zum Yenbuba Jetty, nach West Mansuar und zum Dorf Sawondarek mit vorgelagertem Riff.
An den Spots schnorchelt es sich wunderbar mit der Strömung und wir sehen viele Schildkröten ( groß, klein schlafend,schwimmend,fressend, an der Oberfläche treibend- einfach zauberhaft), Baracudas, Napoleon-fische, Riffhaie und viele,viele Fischschwärme. Unter Wasser sehen wir immer wieder kleine und größere Drahtgeflechte oder Körbe, an denen sich neue Korallen ansiedeln können. Leider sehen wir auch die ein oder andere Plastiverpackung. Fluch und Segen der Erfindung Plastik😢
Im Dorf Sawondarek ist heute Messe in der kleinen Kirche. Die Dorfbewohner aus anderen Teilen der Insel haben sich schick gemacht und kommen mit Booten zur Kirche. Es wird gepredigt und gesungen.
Die kleinen Mädels sind alle in hübschen Kleidern…es ist ein schönes Bild.
Leider konnte ich leider keine Tauchgänge auf Raja Ampart machen. Wenn man nicht in einem Tauchresort die Übernachtung und das Tauchpacket gebucht hat, ist es etwas schwieriger Tauchgänge zu organisieren.
Mein Versuch an einem Sonntag zu tauchen, scheiterte kläglich an der sonntäglichen Ruhe ( da ist eben mal frei).
Am Montag gab es noch mal ein Versuch aber aufgrund von Dauerregen und einer gewissen Unsicherheit bezüglich des Zeitplans, habe ich mich gegen einen kurzfristigen Tauchgang entschieden.
Wir haben beim schnorcheln einen kleinen aber bleibenden Eindruck der faszinierenden Unterwasserwelt von Raja Ampert bekommen.
Heute ging es mit dem Langboot zurück nach Wasai und mit der Fähre nach Sorrong. Dauerregen hat uns den ganzen Vormittag zum „Nichtstun“ verdammt. Wir hatten einen letzte Schnorchelgang am Hausriff, haben alles regensicher verpackt und sind trocken in Wasai angekommen
Am Dienstag fliegen wir dann über Jakarta und Denpassar nach Perth.
Wir verlassen Sulawesi/ Raja Ampat voll schöner Erinnerungen, Begegnungen und Erlebnissen im Herz und im Kopf. Die Unterwasserwelt ist einzigartig, die Landschaften sehr unterschiedlich, die Kultur prägend und die Menschen sind sehr nett, aufmerksam und immer gut gelaunt.
Es war unsere Challenge hier, zu Vertrauen und abzuwarten , auch wenn nicht alles pünktlich auf die Minute passiert und im Vorhinein vertraglich fest gemacht wird.
We ❤️ Indonesia
Vg…die Bornis nächstes ziel: Perth - Australien 🇦🇺















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Pulau Gam | Indonesien | Donnerstag - 03.10.2024 - 15:21 - GOOGLE MAPS
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Inselarchipel Raja AmpartDen Transfer nach Manado teilen wir uns mit zwei Amerikanerin. Eine von beiden, lebte seit 7 Jahren in Jakarta und war in einem Projekt der indonesischen Regierung involviert. Der Umzug der Hauptstadt Jakarta nach Borneo, wurde auch von Ihr kritisch gesehen. Aber letztlich ist es auch hier so, wer das Geld hat bestimmt über die Zukunft, auch wenn es nicht nachvollziehbar ist. Die beiden hatten einen privaten Fahrer im Nationalpark organisiert. Dieser fuhr auf die Autobahn, welche gebührenpflichtig ist. Gefühlt waren wir die Einzigen dort. Dies erinnerte mich sehr stark an die Autobahnauslastung auf Kuba, mit dem Unterschied, dass hier die Straßenverhältnisse besser waren. In Manado angekommen, übermannte mich ein Unwohlsein. Die letzten kurzen Nächte, mein Magen und einige unerklärliche Stiche am Körper, ließen mein Energielevel auf Null sinken. Wir hatten uns ein gutes Hotel gebucht, so dass ein vernünftiges Bett für den mehrstündigen Erholungsschlaf zur Verfügung stand. Abends sind wir zum ATM Automaten und haben das fehlende Bargeld abgeholt. In Raja Ampat ist nur Barzahlung möglich. Wir suchen einen Geldautomaten (ATM) und stockten unser Bargeld auf 22.500.000 indonesische Rupiah auf (100.000 Rp ist der größte Schein).
So fühlt man sich also als Millionär :-)
Am kommenden Tag sind wir um 3:00 Uhr aufgestanden und saßen um 3:30 Uhr im Taxi zum Airport.
Dort angekommen sind wir sofort zum bereits geöffneten Schalter von Lion Air gegangen und dann kam der Schreck. Wir standen nicht auf der Bordingliste….wieso, weshalb warum???…es gab erstmal keine Antwort. Wir sollten zum Serviceschalter von Lion Air, welcher zu dieser frühen Morgenstunde noch nicht besetzt war. Der Mitarbeiter vom Check In Schalter rief für uns die Mitarbeiterin an, welche seelenruhig aus der Toilette geschlendert kam. Zu diesen Zeitpunkt hatten wir noch ca. 1,5h bis zur Abflugzeit (06:00 Uhr)
Schnell war der Fehler gefunden. Wir hatten nicht für den 29.09. sondern für den 29.10. den Flug nach Sorong gebucht. Wir sahen uns fassungslos an. Trotz Doppelcheck hatten wir irgendwie das verkehrte Datum eingegeben. Die Mitarbeiterin von Lion Air setzte sich an den Rechner und nach einigen Minuten hatte Sie eine Lösung parat. Wir könnten jetzt nach Makassar fliegen, aber die Flug nach Sorong wäre ausgebucht. Der nächste verfügbare Flug würde erst am darauffolgenden Tag um 02.25 Uhr losgehen. Wir hatten also keine andere Wahl. Kerstin recherchierte nach einer flughafennahen Unterkunft in Makassar und ich saß weiter bei der Bearbeiterin. Es wurden andere Kollegen zu Rate gezogen, noch einmal die Pässe und e Tickets kontrolliert, zwischendurch private Telefonate geführt…..und die Zeit rannte. Ich konnte meine Nervosität kaum noch verbergen. Es waren nur noch 50min bis zum Abflug.
Letztlich kam eine neue Mitarbeiterin - die Dritte, welche dann aber schnell anfing irgendetwas auszudrucken. Siehe da, es waren unsere Tickets. Die Umbuchungsgebühren waren schnell bezahlt und wir konnten sogar die ursprünglich geplanten Flieger bis nach Sorong am gleichen Tag nehmen. Noch 30min bis zum Abflug. Die Schlange am Check in Schalter war noch ordentlich lang und Gebühren für Übergepäck sollten auch noch bezahlt werden. Schlussendlich saßen wir um 05:55 Uhr im Flieger und die Maschine ist um 06:10 Uhr abgehoben. Loslassen, Vertrauen und das nächste mal einen dreifachen Check bei der Buchung.
Sorong - der Schmelztiegel zwischen Papua und Indonesien, eine Stadt, die keiner anderen in Indonesien gleicht. Eine Stadt mit unzähligen Moscheen, Kirchen, Frauen in Hijabs (Kopftüchern), Papuas mit dunkler Haut und krausem Haar, Kindern mit großen Augen und zerrissenen T-Shirts, die barfuß auf den Straßen spielen, verrückter Musik, herzhaftem Lachen, jeder Menge Autos und Motorräder. Laut und verschmutzt – das ist unser erster Eindruck von Sorong. Und wie die meisten können wir es kaum erwarten, diese Stadt so schnell wie möglich wieder zu verlassen.
Wir kommen bei einer sehr netten Familie unter, die private, sehr einfache Zimmer vermieten. Wir werden bekocht, schlafen uns aus und nehmen am nächsten Morgen die Fähre nach Sorrong. Tagelöhner versuchen unser Gepäck zur Fähre zu tragen. Wir haben ja alles am Mann/Frau und tragen unsere Rucksäcke lieber selber. Die Fähren fahren zweimal täglich (9 Uhr und 14 Uhr) vom Hafen ab. Tickets kosten 125.000 IDR pro Person und können vor Abfahrt am Ticketschalter gekauft werden. Die Überfahrt nach Waisai, der Hauptstadt von Raja Ampat, dauert ungefähr 2,5 Stunden.
Ein großer Teil von Raja Ampat ist als Meeresschutzgebiet ausgewiesen, um die einzigartige Flora und Fauna zu schützen. Hier leben mehr als 1.500 Fischarten, über 600 Korallenarten und eine Vielzahl von Meeressäugern, darunter Walhaie und Mantas und Seekühe. Trotz der Schutzmaßnahmen ist Raja Ampat durch Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel bedroht. Auch bringt der wachsende Tourismus neue Herausforderung mit sich.
Uns verschlägt es zunächst in den Nordwesten von Raja Ampat auf die Insel Gam.
Die Insel ist von dichten Regenwäldern, grünen Hügeln und atemberaubenden Karstformationen geprägt. Die Küstenlinie ist von weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser umgeben. Wir übernachten in einem Homestay (einfachere Unterkünfte). Unsere kleine Hütte steht auf Stelzen im Meer. Eine kleine Treppe führt direkt ins „Aquarium“. Die Mahlzeiten werden jeweils auf die Bungalows gebracht.
Die sanitären Unterlagen sind ausserhalb und werden gemeinschaftlich genutzt. Es ist alles sehr sauber, aber eben auch einfach. Zum „duschen“ bzw. waschen stehen zwei große Bottiche und Schöpfkellen parat.
Unser Ausblick von der Holzterasse ins Insel Archipel ist unbezahlbar.
Wir buchen während unseres Aufenthalts hier verschieden Ausflüge. Bezahlt wird immer das Boot. Wir teilen uns einige Schnorcheltouren mit einem jungen Schweizer Paar
Kri Island
Friwen Wall
Mioskon Island
Manta Ray - leider ohne Mantas
Arborek Island
Pianemo Island
Pianemo Island ist eine der atemberaubendsten Inseln im Raja Ampat Archipel. Pianemo liegt in der Nähe von Waigeo, einer der Hauptinseln von Raja Ampat. Die Insel ist bekannt für ihre spektakulären Landschaften und die beeindruckenden schieden Karstformationen. Die Insel ist von kristallklarem Wasser umgeben und bietet atemberaubende Ausblicke.
Auf dem 100.000-Rupiah-Schein Indonesiens ist ein Bild von Pianemo Island abgebildet. Der Schein zeigt die schöne Landschaft der Insel, einschließlich der charakteristischen Karstformationen und des kristallklaren Wassers, die Raja Ampat berühmt gemacht haben. Der Schein selbst ist ein beliebtes Souvenir für Touristen, die die Region besuchen, und er dient auch dazu, das Bewusstsein für die einzigartigen Naturwunder Indonesiens zu fördern.
Alle Schnorchelstopps sind einzigartig und besonders. Wir sehen immer wieder neue Formen und Farben von Korallen und endlos viele Schwärme von großen und kleinen Fischen, eine Insel voll mit riesigen Flughunden und tolle Strände. Auf unserer Insel lebt ein seltenes Beuteltier, welches uns gezeigt wurde.
Der Waigeo-Tüpfelkuskus ist aus der Familie der Kletterbeutler, der auf den Raja-Ampat-Inseln Waigeo und Gam sowie möglicherweise auch auf Batanta, nordwestlich von Neuguinea endemisch vorkommt.
Was für ein niedliches Tierchen, welches sich langsam von Baum zu Baum fortbewegt.
Neben unserem Homestay liegt das kleines Dorf Sawinggrai.
Hier hat der Schweizer Jonas Müller hat 2017 den Verein Child Aid Papua gegründet und seit 2019 ein Lernzentrum für Umweltschutz und Ökologie aufgebaut. Schüler führten uns herum und wir erfuhren mehr zu diesem besonderen Ort.
Die Bildungschancen der Menschen in West Papua, insbesondere in der Region Raja Ampat, sind stark eingeschränkt. Gründe dafür sind die geografische Isolation, mangelnde Infrastruktur und begrenzte finanzielle Ressourcen. Schulen sind oft schwer zugänglich und schlecht ausgestattet, was die Bildungsqualität beeinträchtigt. Lehrer sind in diesen abgelegenen Gebieten oft unterbesetzt und nicht ausreichend qualifiziert. Zudem spielen kulturelle und sprachliche Barrieren eine Rolle, da viele indigene Kinder ihre Muttersprache sprechen und Schwierigkeiten haben, dem Unterricht in der Landessprache Indonesisch zu folgen.
Seit Januar 2020 verfügt Child Aid Papua über die offizielle High School Akkreditierung des Bildungs-departements von Raja Ampat und ist somit in der Lage einen anerkannten Schulabschluss anzubieten. Die Child Aid Papua High School ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine qualitative fundierte Ausbildung vom 7-12 Schuljahr. Der Fokus liegt hierbei auf den Fächern Englisch, Mathematik, IT, Geografie, Umweltschutz sowie in Lesen und Schreiben.
Neben dem Unterricht werden die Schülerinnen und Schülern, aber auch die Dorfkinder aktiv in weitere Aktivitäten rund um Bildung, Sport und den Umweltschutz eingebunden. Dazu zählen das Programm " Ocean Warriors " (Beach Cleaning und Mülltrennung), sowie Ernährung und Körperhygiene.
Ein wichtiger Teil der Gemeinschaft ist, neben dem Erlernen alter kultureller Fertigkeiten, der Sport. Besonders populär ist Volleyball aber auch Badminton. Für viele ist dieser Ort zu einer Ersatzfamilie geworden, in dem sie gemeinsam nicht nur lernen, sondern auch in der Gemeinschaft und in ihrer Persönlichkeit gefördert werden.
Inzwischen hat Child Aid Papua bereits mehr als 100 Kinder und Jugendliche mit diversen Projekten zu Bildung, Umweltschutz und Gesundheit erreicht.
Was für ein tolles Projekt, eine schöne Schule, ein einzigartiger Ort für viele glückliche Kinder - hiervon müsste es noch viele weitere Einrichtungen in Indonesien geben.
Hier noch ein interessanten Artikel über Jonas und sein Lebenswerk.
(https://www.tagesanzeiger.ch/ausgewandert-nach-indonesien-hier-fuehle-ich-mich-so-richtig-lebendig-250634461904).
Nächste Inselstop für 3 Übernachtungen:
Frances Homestay - Raja Ampat ist gelegen in Pulau Mansuar. Gelegen direkt am Strand verfügt über diese Unterkunft einen Garten und eine Terrasse.
In diesem Privatzimmer werden Handtücher und Bettwäsche zur Verfügung gestellt.
In der Nähe können Sie Schnorcheln. Paare schätzen die Lage besonders – sie haben diese mit 9,3 für einen Aufenthalt zu zweit bewertet.
Diese Booking Auskunft werden wir ab morgen überprüfen.
Vg…die Bornis nächstes ziel: Pulau Mansuar




















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NP. Tangkoko | Indonesien | Freitag - 27.09.2024 - 15:15 - GOOGLE MAPS
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Dschungeltour im Tangkoko NaturreservatWir sind am Dienstag den 25.09. von Gorontalo bis nach Manado mit dem Nachtbus gefahren. Es sollte unsere längste Bustour mit rund 400km und 14h Fahrtzeit werden. Hinzu kam, dass es für die Fahrt nur einen Driver gab. Gegen 09:00 Uhr erreichte der völlig übermüdete Fahrer unser Ziel. Nach einem guten Kaffee und mit der Unterstützung des Personals haben wir die zweistündige Weiterfahrt zum Tangkoko organisiert. Unsere Unterkunft ist einfach aber mit Klimaanlage, was hier bei der hohen Luftfeuchtigkeit überlebenswichtig ist.
Das Dorf ist schnell erkundet und Jeder begrüßt uns mit einem fröhlichen „hello“. Der Strand besteht aus schwarzen Lavasand, was einen tollen Kontrast zum grünen Regenwald bietet. Beim Strandspaziergang trafen wir auf eine kleine Menschenansammlung, welche Stück für Stück ein Fischernetz einholte. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer zogen das Netz an den Strand. Hornhechte, Kugelfische und Welse mit giftigen Stachel auf dem Kopf,wurden aus dem Netz geholt. Jeder der beim einholen des Netzes geholfen hat, bekam anschließend ein paar Fische in die Hand gedrückt.
Das nenne ich mal Teamarbeit mit prompter Anerkennung.
Heute sind wir sehr früh aufgestanden (so gegen 05:15 Uhr), um mit einem Guide die erwachende Dschungeltierwelt zu entdecken. Er zeigte uns die endemischen Schopfmakaken, welche wir in einer großen Familie beim Entlausen, spielen und fressen beobachten konnten. Unsere Guide entdeckte auch ein Sulawesi- Nashornvogel und mehrere Sulawesi - Bärenkuskus (kleine Beutelkletterer) hoch oben in den Baumwipfeln. Kingsfisher und schlafende Eulen zeigten sich ebenfalls.
Abends haben wir eine Familie von nachtaktiven Kobaldmakis beobachten dürfen. Sie sind nur 10 cm gross, haben riesige Augen und Ohren und springen zur Nahrungssuche ziemlich weit von Baum zu Baum. Tagsüber schlafen sie in Baumhöhlen. Sehr niedlich die kleinen Geister.
Ein bissel stressig wurde es abends, als uns die e-mail mit der Information eines gecancelten Flugs für übermorgen erreichte. Da wir ja unbedingt nach Raja Ampat wollen und die Hütten dort schon gebucht sind, suchten wir schnell nach einer Alternative. Wir nehmen eine andere Flugroute und eine längere Reisezeit in Kauf und hoffen, dass alles so klappt.
Morgen geht es zurück nach Manado. Von dort geht der Flieger nach Makassar, weiter nach Sorong (West Papua) nach Raja Ampat.
Vg …die Bornis nächstes ziel: Raja Ampat - West Papua












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Gorontola | Indonesien | Mittwoch - 25.09.2024 - 01:42 - GOOGLE MAPS
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Gorontola - City of Whale SharksNach unserer nächtlichen Fährfahrt sind wir am frühen Morgen gut aber etwas müde in Gorontalo angekommen. Wir wurden zur Unterkunft gebracht und haben sofort die Möglichkeit zum Schnorcheln mit Walhaien genutzt. In der Bucht angekommen, haben wir ca. 100m vom Ufer entfernt, die Touristen im Wasser gesehen, welche von den Walhaien umschwommen wurden. Zum Glück waren die meisten nur kurzzeitig im Wasser, so dass wir ausgiebig Zeit hatten, diese faszinierenden Tiere zu beobachten. Gorontalo, eine Stadt an der Nordküste von Sulawesi, hat eine faszinierende Geschichte, die eng mit der maritimen Kultur der Region und den Walhaien verbunden ist. Die Gewässer hier sind bekannt für ihre hohe Walhai-Dichte, insbesondere zwischen April und November, wenn die Planktonblüte ihren Höhepunkt erreicht. Diese Bedingungen ziehen Walhaie an, die sich von Plankton und kleinen Fischen ernähren.
Walhaie sind die größten Fische des Meeres und Filterfresser, wozu sie ihr riesiges Maul öffnen, um Wasser aufzunehmen und die Nahrung durch spezielle Strukturen in ihrem Maul zu filtern. Die Fische können bis zu 12 Meter lang werden und das Gewicht kann über 20 Tonnen betragen. Unsere beobachteten Walhaie waren ca. 7m und 5m lang - also noch youngster und voll im Wachstum. Der große, flache Kopf und das charakteristische Muster aus weißen Punkten und Streifen auf ihrem dunkelgrauen oder blauen Körper sind sehr markant. Jedes Tier hat ein einzigartiges Muster das zur Identifizierung verwendet wird. Trotz ihrer enormen Größe sind Walhaie völlig harmlos. Sie sind bekannt für ihr sanftes Verhalten und ihre Neugier gegenüber Tauchern und Schnorchlern.
Die Möglichkeit, mit Walhaien zu schwimmen oder zu schnorcheln, hat Gorontalo zu einem beliebten Ziel für Ökotourismus gemacht. Lokale Anbieter von Walhai-Touren setzen sich für nachhaltige Praktiken ein, um die Walhaie und ihren Lebensraum zu schützen. Der Walhai ist als " gefährdet " eingestuft. Bedrohungen für ihre Populationen bilden unter anderem die Überfischung, der Verlust ihres Lebensraums und der zunehmende Bootsverkehr. In Gorontalo werden verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt um mehr über das Verhalten und die Lebensweise von Walhaien zu erfahren. Dazu werden die Tiere mit Respondern versehen. So kann man ihren Aufenthalt jederzeit bestimmen und Schlüsse über Wanderungen ziehen. Nachdem sich ein Orca in der Bucht aufhielt waren hier z.B. eine Woche keine Walhaie zu beobachten. Männchen und Weibchen leben in getrennten Gruppen und treffen sich nur zur Paarung.
Den Rest des Tages haben wir uns ausgeruht, das Gesehene verarbeitet und uns immer wieder gekniffen um zu realisieren, dass wir das auch " wirklich " erlebt haben und waren noch lecker in der Stadt essen.
Wir sind beseelt, diese wunderbaren Tiere beobachtet zu haben. Den Moment der Begegnung werden wir nicht vergessen. Was für majestätische Kreaturen.
Heute geht es mit dem Nachtbus nach Manado und morgen früh von dort gleich weiter zum Tangkoko National Park. Dort planen wir eine morgendliche und abendliche Tour in den Dschungel. Es bleibt spannend.
…Vg die Bornis nächstes ziel: …über Manado zum Tangkoko National Park










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Togian Island | Indonesien | Dienstag - 23.09.2024 - 20:00 - GOOGLE MAPS
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Vier paradiesische TageDie Togian-Islands sind ein Paradies bestehend aus 56 Inseln, aber der Weg dahin ist lang.Anstelle des Speedbootes mussten wir die Fähre nehmen, welche 5h bis Wakai benötigte.
Unsere Hoffnung war zu diesem Zeitpunkt noch groß, dass wir ein VIP oder Busnisse Ticket kaufen können. Leider war nur noch die “Holzklasse “ übrig. Die meisten Indonesier haben sich bereits ein besseres Ticket gesichert, so dass alle Touristen (8 habe ich gezählt) die unbequemste Klasse nutzen mussten. In Wakai angekommen, öffnete sich die Landeluke der Fähre und Passagiere strömten raus und neue Fahrgäste gleichzeitig rein. Von einer geordneten Ent- und neuen Beladung keine Spur. Kinder drängelten sich auf die Fähre, um leere Plastikflaschen zu sammeln, Mopedfahrer hupten, weil sie die Fähre verlassen wollten , und wir mit unseren Rucksäcken mittendrin. Nachdem wir den Weg von der Fähre bewältigt haben, mussten wir noch die Eintrittspreis von 150.000 Rand p. P. für den Nationalpark bezahlen.
Unser Unterkunft hatte einen eigenen Transfer bereitgestellt, so dass wir schnell die letzte Strecke bis Insel absolvierten.
Die Togian-Inseln liegen im Coral Triangle, einem der biologisch vielfältigsten Meeresgebiete der Welt. Hier finden sich über 600 Fischarten und zahlreiche Korallenarten, was die Region zu einem beliebten Ziel für Taucher und Schnorchler macht. Die Inseln sind weitgehend unberührt und bieten eine natürliche Schönheit. Die üppigen Wälder, weißen Sandstrände und klaren, blauen Gewässer (Sichtweiten über 20m ) sind ein Traum.
Die Togian-Inseln aufgrund der beschwerlichen Anreise weit weniger überlaufen, als andere Inselparadiese. Unser Ressort hat 8 Bungalows, bedeute max. 16 Urlauber können Sich hier.Die Anlage ist sehr sauber und liebevoll eingerichtet und es gibt 4 liebevoll zubereitete Mahlzeiten. Das Zentrum und Treffpunkt für alle bildet ein offener großer Bungalow. Hier werden die Mahlzeiten an einem grossen langen Tisch gemeinsam eingenommen, Unternehmungen für den morgigen Tag geplant, und Tages-oder Reiseerlebnisse ausgetauscht.
Strom gibt es von 17:30 bis 22:00 Uhr - Internet gar nicht, nur wenn man mit dem Boot auf die offenen See fährt oder in die Nachbarbucht durch den Dschungel wandert (ca. 40min Fußmarsch).
Die Togian-Inseln sind bekannt für ihre spektakulären Sonnenuntergänge. Die Strände bieten perfekte Ausblicke, um diesen malerischen Anblick zu genießen. Diese können wir nur bestätigen. Mit einem Bintang in der Hand, am oder im Wasser, lässt sich das Schauspiel sehr gut beobachten.
Am 20.09. haben wir eine Halbtagsausflug zum Taipi Riff und zur gleichnamigen unbewohnten Insel gemacht.
Am Riff angekommen, erwartete uns eine noch nie gesehene Korallenvielfalt. Weich- und Hartkorallen, Fächer- und Röhrenkorallen mit vielen bunten Fischen. Es ist traumhaft diesen Artenreichtum zu sehen.
Am Nachmittage haben wir ausgiebig unser Hausriff inspiziert , waren 1,5 h schnorcheln und sind noch ganz geflasht von der schönen Unterwasserwelt. Die Kehrseite der Medaille ist das Müllproblem. An manchen Stränden, im Wasser und auch im Riff sieht man immer mal wieder Plastikmüll. Es ist traurig, wie eine so einzigartig schöne Natur durch den Menschen vermüllt wird. Die Resorts achten streng auf den Schutz der Inselwelt. Doch durch Meeresströmungen und den anfallenden Inselmüll der hiesigen Bewohner erfolgt eine zunehmende Umweltverunreinigung .
Am Samstag den 21. 09. haben wir einen Tagesausflug gebucht, welcher uns zu den Inseln Malenge und Pulau Panpan bringen soll. Vorher sollte noch ein schöner Spot zum schnorcheln angefahren werden.
Auf dem Weg zum Riff, wurde das Wetter immer schlechter. Eine schwarze Wand aus Wolken aus denen Blitz und Donner schlugen empfingen uns am Riff. Unserer Bootsführer wollte uns am Riff zum schnorcheln rauslassen, aber wir lehnten dankend ab. Unserer Vorschlag weiterzufahren und uns erstmal den Steg von Pulau Papan mit deren wunderschönen Fächerkorallen anzusehen, wurde umgesetzt.
Die kleine Insel Pulau Panpan ist mit der nebenanliegenden Insel Malenge durch einen ca. 1km langen Holzsteg verbunden. Die Kids nutzen diesen als Schulweg. Unter diesem langen Steg, sollte sich uns ein wunderbarer Korallengarten öffnen. Die Arten- und Farbenvielfalt der Fische und der Korallen, war für uns einmalig.
An den Stegstützen waren riesige farbige Fächerkorallen. Labyrintartig schlängelten wir uns durch diese einmalige Unterwasserwelt und hörten beim Schnorchel die Schulkinder, welche den Weg nach der Schule heimwärts gingen. „Hello Mister, hello Misses“ riefen sie uns zu. Ein Mädel sagte sogar….“you are beautful“
Ich denke, sie meinte meinen roten Rücken, welcher zu den rötlichen Fächerkorallen farblich sehr gut passte.
Dieser Schnorchelgang war für uns einer der schönsten bisher. Wir wollten gar nicht mehr aus dem Wasser, doch auch bei Badewannenwassertemperatur fängt man irgend wann an zu frieren.
Nach einem sehr leckeren Lunch (Reis, Fisch und Gemüse) traten wir die Rückfahrt an und holten den Schnorchelspot vom Vormittag nach
Bei hervorragender Sicht (< 20 m) haben wir viele Fischen und schöne Korallenformationen an uns vorbei ziehen sehen und sind glücklich beseelt und dankbar, diese Unterwasserschönheiten erleben zu können.
Am nächsten Morgen sind wir gegen 5:30 Uhr aufgestanden und haben einen Spaziergang durch den Dschungel, welche gleich hinter unserem Bungalow beginnt , gewagt. Jeden Morgen werden wir von den Geräuschen der Tierwelt geweckt. Der hiesige „Biolärm“ ist beeindruckend laut und vielfältig.
Wir teilen uns das Ausflugsboot mit einem niederländischen Vater Tochter Gespann und wollen zum Jellyfish Lake und zum Karina Beach. In dem Jellyfish Lake leben unterschiedlichste Quallenarten. Wir hatten bereits in Panama einen solchen See mit sehr vielen Jellyfish gesehen. Die Anzahl der kleinen und großen Quallen war geringer als damals in Panama, aber dennoch beeindruckend und mystisch. Mit dem Booten durch dieses Inselwirrwarr zu fahren und immer wieder die dichtbewachsenden Inseln zu sehen, ist fantastisch. Kleine Dörfer auf Stelzen befinden sich an steilen Felswänden und immer wieder begegnen uns die typischen Einbäume oder die Boote mit den Auslegern auf beiden Seiten.
Unsere Tage auf der „rundum wohlfühl Insel“ enden mit einem spektakulärem Sonnenuntergang, zwei Bintang und Glühwürmchen.
Morgen geht es mit der Nachtfähre nach Gorontalo. Bisher haben wir die Tickets noch nicht in der Hand, das Geld aber bereits schon bezahlt. Hier kennt immer Jemand Jemanden der Jemand kennt und irgendwie klappt es immer. Wir müssen unsere Komfortzone verlassen, auf andere Vertrauen und loslassen …und sind bisher nicht enttäuscht worden.
Kurzfristig habe ich am Vormittag noch zwei Tauchgänge gemacht. Wir sind wieder zum Taipi Riff gefahren. Dort sind wir mit der moderaten Strömung an der Steilwand vorbei getrieben. Die Korallengärten und die vielen bunten Fische sind ein Träumchen. Ein paar Riffhaie haben uns beim Tauchgang begleitet.
Gegen 15:00 Uhr wurden wir vom Resort, noch mit Süßspeisen versorgt, zum Fähranleger nach Wakai gebracht. Wir waren sofort auf der Suche nach unserem Ticketmann. Viele am Hafen kannten Ihn und ich sollte nach dem Anlagen sofort auf die Fähre gehen um ihn zu suchen. Ohne zu wissen wie er aussieht.Bei dem Be- und Entladungschaos schien mir diese Unterfangen aussichtslos. Aber siehe da, ein Crew Mitglied führte mich zu einer Kabine. Ein total verschlafender junger Mann öffnet die Tür. Er zeigte mir mein WhatsApp Profilbild (Streetart Aufnahme aus Havanna), ich bestätigte meine Identität, Er wies uns in einem VIP Bereich mit Klimaanlage und unsere zwei Betten zu, dann kam es zu einer Diskussion mit einem Einheimischen, auf deren Tickte unsere Bettennummern standen. Wir sollten uns hinlegen und den Platz nicht hergeben. Dieser Tumult spielte sich fast jedem Schlafplatz im VIP + AC ab.
Irgendwann wurde es ruhiger und die Fähre legte pünktlich mit ca. 1,5h Verspätung ab.
Die Nachtfahrt war ok und wir konnten ein paar Stunden schlafen.
In Gorontalo angekommen erfuhren wir von unserem Homestay, dass es in der Nacht ein Seebeben der stärke 6,3 gab und am Festland für kurze Zeit alles wackelte.
Unser Fazit für die Togian Islands:
Die Togian-Inseln sind ein wahres Juwel - sicher nicht ganz einfach zu erreichen-, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Mit ihrer atemberaubenden Natur,der farbenprächtigen Unterwasserwelt, der reichen Kultur und der herzlichen Gastfreundschaft der Einheimischen bieten sie ein unvergessliches Reiseerlebnis. nächstes ziel: Gorontola













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Ampana | Indonesien | Donnerstag - 19.09.2024 - 05:56 - GOOGLE MAPS
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auf dem Weg zu den Togian IslandWir sind mit einem privaten Kleinbus am 18.09.2024 von Tentena bis nach Ampana gefahren. Der Fahrer hat uns sehr pünktlich abgeholt und wir haben noch drei weitere Touristen mitgenommen, so dass die Fahrtkosten auf rund 9 € pro Nase reduziert wurde. Die zu bewältigende Strecke war ca. 200km. Dank der rasanten Fahrweise und des Dauerhupens hat der indonesische Max Verstappen die Strecke in nur 4,5h bewältigt. Für hiesige Verhältnisse - Weltrekord. Unsere Unterkunft in Ampana war einfach und geschmacklos. Das beste an der Stadt, ist die ablegende Fähre nach den Togian Island. Aber auch hier, haben uns wie so oft, die Einheimischen freundlich und immer mit einem Lächeln begrüßt. Die Managerin vom Hotel hat uns bei allen Belangen geholfen. Unklar war bis gestern, wie wir zu den Inseln kommen. Speedboot war leider von der Regierung gebucht, so dass wir auf die wesentlich langsamere Fähre ausweichen mussten. Dies bedeutete aber nochmal eine kleine Weiterreise bis zum Anleger der Fähre (rund 30 km). Pünktlich waren wir vor Ort und wollten uns die teuersten und somit auch die besten Tickets für die lange Überfahrt kaufen (VIP oder Business). Leider war alles ausgebucht, so dass wir nun in der Holzklasse oben am Deck sitzen und schwitzen. Aber auch das gehört zu einer solchen Reise, denn so kommt man sehr schnell mit den Einheimischen in Kontakt - sind ja auch nur 8 Touristen on Bord.
Jetzt freuen wir uns auf 4 Tage Togian Island. Abhängen, schnorcheln, tauchen und natürlich aufs entdecken und erleben.
Die Inseln sind weitgehend unberührt und bieten eine atemberaubende, natürliche Schönheit.
Die üppigen Wälder, weißen Sandstrände und klaren, blauen Gewässer sind ein Traum für Naturliebhaber und Fotografen.
Wir werden davon berichten, sobald wir wieder Netz und Strom haben, denn beides ist auf den Inseln rar.
Bleibt gesund und wir hoffen, dass das derzeitige Elbhochwasser keine schlimmen Auswirkungen auf Berlin /Brandenburg haben wird.
Vg die Bornis nächstes ziel: Togian Island -Harmonie Bay




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Tentena | Indonesien | Dienstag - 17.09.2024 - 15:00 - GOOGLE MAPS
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Zwischenstopp in TentenaZum Abschied bei Meyske gibt es noch einmal ein wahnsinnig liebevoll angerichtetes Frühstück. Der Bus nach Tentena soll 8.00 Uhr fahren, Meyske ist entspannt und serviert 07:20 Uhr unser Frühstück. Wir mit unserer deutschen Pünktlichkeit sind hibbelig und wollen los. Loslassen und vertrauen ist unsere gemeinsame Challenge auf dieser Reise.Wir sind um 8.00 Uhr am Busterminal - der Bus geht um 8.45 Uhr - perfekt. Unsere Rucksäcke werden mit diversen Reissäcken verstaut und die Heckklappe mit einer Schnur gesichert. Es sind knapp 330 km zu fahren und es werden ca. 10-12 Stunden angegeben.
Wir sind dann 14 Stunden unterwegs und bekommen gesagt, dass wir schnell durchgekommen sind. Durchschnittsgeschwindigkeit 23 km/h - da sind die meisten Rennradfahrer schneller (ok, inkl. Pausen und Reparaturzeit). Die Strasse schlängelt sich unendlich über die Berge, ist teilweise abgerutscht, riesige Schlaglöcher behindern die Fahrt und natürlich der Gegenverkehr, welcher in der Dunkelheit ab 18:00 Uhr immer katastrophaler wurde. Dauerhupen, Abblendlicht, LED geschmückte LKW und Busse, Mopeds ohne Licht und diese mieserablen Straßenverhältnisse machten es dem jugendlichen Busfahrern nicht leicht. Zu Sicherheit habe ich vom Platz 7 immer mit gebremmst.
Ach ja - zwischendurch wird am Rad geschraubt und natürlich an jedem Briefkasten gehalten. …wir sind froh gegen 22.30 in Tentena anzukommen.
Unsere Unterkunft hat eine Abholung organisiert - mit Moped - schlechte Idee. Gepäck und wir als Sozius funktionieren nicht, also fährt Kerstin mit dem Gepäck in einem Auto mit und ich schwinge mich aufs Moped. Danach fielen wir in einen komatösen Schlaf und haben uns von der anstrengenden Anreise erholt.
Tentena liegt am Ufer des Poso-Sees, einem der größten Seen in Sulawesi. Die Stadt ist von malerischen Bergen und üppiger Vegetation umgeben. Der Poso-See hat eine Fläche von etwa 32.000 Hektar und ist bis zu 450 Metern tief. Der See ist vulkanischen Ursprungs und entstand durch tektonische Aktivitäten.
Wir nutzen den Tag in Tentena um unsere Weiterreise zu organisieren, mieten uns ein Moped und erkunden die Gegend. Übrigens - hier will keiner den Führerschein sehen, was uns aber ich nicht wundert, da 10 jährige hier auch schon Moped fahren. Ein erfrischendes Bad im Becken des Kasadenwasserfälle stand ganz oben auf der Liste. Anschließend entdecken wir ein balinesisches Dorf und gehen in ein Schwimmbad am See schwimmen (Kerstin im Pool - Icke im See). Wenn wir mit dem Moped an den Dörfern vorbeifahren winken und freuen sich alle. Einige wollen Fotos mit uns machen und die Mädels kichern, wenn sie uns sehen. Wir werden jetzt wohl indonesische Instagram Stars. Selbst nach dem Tanken aus der Glasflasche gab es noch ein Familienfoto vom Straßenrandstandbetreiber zum Abschied.
Dank einer sehr netten Vermieterin eines anderen Hotels ist die Weiterfahrt für morgen schnell organisiert. Wir teilen uns ein Auto mit drei anderen Touristen, so wird die Anreise nach Ampana vielleicht etwas schneller und bequemer.
Von Ampana gehts auf die Togian-Island, welche ein wunderschönes Archipel sein sollen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Unterwasserwelt.
Vg… die Bornis nächstes ziel: Ampana - dann Togian Island










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Rantepao | Indonesien | Sonntag - 15.09.2024 - 17:36 - GOOGLE MAPS
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Nachtrag in eigener SacheIch bin gerade mal eine Woche weg und es kommt ein heftiges Hochwasser. Somit ist gedanklich an loslassen von der Arbeit keine Spur. Bedaure es sehr, dass ich meine Kollegen, welche sich mit dem Hochwasser beschäftigen, nicht helfen / unterstützen kann.
Ich wünsche allen Kollegen sehr, dass die viele anstehende Arbeit, langfristig gesehen und honoriert wird.
Nicht nur im Katastrophenfall ist die Gewässerkunde wichtig und notwendig!
Hoffe für Euch, dass es ein kurzes Ereignis wird - aber leider sieht es derzeitig nicht danach aus. Vg Thomas nächstes ziel: Tentena - Sulavesie






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Rantepao | Indonesien | Sonntag - 15.09.2024 - 15:28 - GOOGLE MAPS
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4 Tage Lebendiger Ahnenkult im Land der Tana TorajaTana Toraja, das Land der Toraja, ist die Heimat von mehr als einer Viertelmillion Menschen. Die indigene Volksgruppe, die für ihre außergewöhnlichen Beerdigungsrituale bekannt ist, bewohnt das zentrale Hochland im linken ‚Arm‘ der Insel Sulawesi. Während sich die Toraja über die Zeit hinweg mehrheitlich zum Christentum bekannt haben, ist ihr Brauchtum bis heute in starkem Maße von ihren früheren spirituell-religiösen Vorstellungen geprägt, was ganz besonders in ihrem Glauben an die Kraft der Ahnen zum Ausdruck kommt und ihren Ahnenkult für Außenstehende zu einer einzigartigen kulturellen Erfahrung werden lässt.Neben ihrem eindrucksvollen Brauchtum heben sich die Toraja auch in ihrer Architektur von anderen Volksgruppen ab. So ist ihr Baustil unverkennbar, denn ihre reich mit Ornamenten und Büffelhorn dekorierten Häuser machen durch ihre auffälligen Dachkonstruktionen bereits von weitem auf sich aufmerksam. Komplett aus Holz und ohne Nagel werden die Toraja Häuser in typischer Weise erbaut. Aus mehreren Bambusschichten bestehend, ähneln die imposanten, an den Enden ausladend nach oben geschwungenen Dächer ihrer Form nach einem Boot, was sie zu einem Landmark der Region und ihrer Bewohner werden ließ.
Tana Toraja liegt im Hochland von Sulawesi, etwa 300 Kilometer nordwestlich von Makassar, der Hauptstadt von Südsulawesi. Wir hatten eine Anreise mit dem VIP Nachtbus - Start in Makassar 20:00 Uhr - Ankunft in Rantepao 05:30 Uhr!!!! Trotz Liegeplätze hatte wir eine kurze und gut durchschüttelte Fahrt.
Die Region ist geprägt von bergigen Landschaften, fruchtbaren Tälern, Reisfeldern und beeindruckenden Klippen. Die Höhenlagen bieten eine kühle klimatische Abwechslung zu den tropischen Temperaturen der Küstenregionen. Nachts lässt es sich aufgrund der kühleren Temperaturen sehr gut schlafen.
Zentral für die torajanische Trauerkultur ist der Glaube, dass ein Mensch erst nach der öffentlichen Beerdigungszeremonie als tot gilt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Leichnam mumifiziert und im traditionellen Haus, dem Tongkonan, aufbewahrt. Hier interagiert die Familie weiterhin mit dem Verstorbenen, behandelt ihn als wäre er krank oder schlafend. Diese Praxis ist tief in der torajanischen Kultur verwurzelt und spiegelt ihren Respekt und ihre Liebe zu den Verstorbenen wider.
Die Beerdigungszeremonien in Tana Toraja sind aufwendige, oft mehrere Tage oder Wochen andauernde Veranstaltungen, an denen Tausende von Menschen teilnehmen können. Sie beinhalten gemeinsame Gebete, Gesänge, Tänze und Tieropfer, insbesondere von Wasserbüffeln, die als Wegbereiter für die Seele des Verstorbenen ins Jenseits angesehen werden. Diese Rituale sind nicht nur Ausdruck des Trauerns, sondern auch eine Feier des Lebens des Verstorbenen.
Ein bemerkenswertes Element dieser Zeremonien ist das Tau Tau, eine bemalte Skulptur, die dem Verstorbenen nachempfunden ist und als Behausung für einen Teil seiner Seele dient. Diese Figuren werden zusammen mit dem Sarg in einem farbenfrohen Umzug durch das Dorf getragen. Nach der Beerdigung wird der Leichnam in einem speziell ausgewählten Mausoleum beigesetzt, wo das Tau Tau als stiller Wächter fungiert.
“Tau Tau” gibt es in vielen Formen. Die Angehörigen entscheiden, wie sie aussehen sollen und geben diese Monate vorher in Auftrag. Nicht jede Familie kann sich ein Tau Tau leisten.
Die vielleicht ungewöhnlichste Tradition ist das Ritual der Ma’nene, bei dem die Leichen aus ihren Gräbern geholt, gereinigt, neu eingekleidet und in einem feierlichen Umzug durch das Dorf getragen werden. Diese Praxis, so fremdartig sie für Außenstehende erscheinen mag, wird von den Torajanern als tiefgründige Demonstration der fortwährenden Liebe und Verehrung für ihre Verstorbenen betrachtet.
Die Beerdigungspraktiken der Toraja sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unterschiedlich Kulturen mit Tod und Trauer umgehen können. Sie spiegeln eine tiefe Verbundenheit mit den Ahnen und dem spirituellen Leben nach dem Tod wider, die in vielen modernen Gesellschaften verloren gegangen ist. Für die Toraja ist der Tod nicht das Ende, sondern ein wichtiger Bestandteil des Lebenszyklus, der mit Würde, Respekt und Liebe behandelt wird.
Unsere Gastgeberin Meyske hat uns die verschiedene Beerdigungszeremonie gezeigt und uns vor allem die Hintergründe verständlich erklärt. Wir hatten eine private zweitägige Tour, was die beste Entscheidung war. Die Tage waren sehr emotional, ehrlich, tiefgründig, persönlich, umfangreich und vollgepackt mit Informationen / Stories. Sollte jemand hierher kommen, können wir zu 1000% Meskyse Homestay empfehlen und euch die Tour mit Ihr ans Herz legen. Besser geht es nicht - www.homestay-toraja.com | Ne' Pakku Manja Family Homestay, Rantepao, Toraja, Sulawesi .
Die traditionellen Häuser der Toraja, bekannt als Tongkonan, sind charakteristische Bauwerke, die sich durch ihr markantes, nach oben gebogenes Dach auszeichnen. Diese Dächer ähneln der Form von Schiffen und symbolisieren die Verbindung zur Ahnenwelt. Die Häuser bestehen oft aus Holz und sind auf Stelzen gebaut. Die Wände sind mit kunstvollen Schnitzereien und bunten Farben verziert, die religiöse und soziale Symbole darstellen. Tongkonan dienen nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Orte für Zeremonien und Versammlungen der Gemeinschaft. Sie sind ein wichtiger Teil der sozialen Struktur und Kultur der Toraja.
Oft sind die Tongkonan in der Nähe von Familiengräbern platziert, was die enge Verbindung zwischen den Lebenden und den Verstorbenen symbolisiert. Insgesamt sind die Tongkonan nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch bedeutende kulturelle Symbole, die die Identität und Traditionen der Toraja-Gemeinschaft widerspiegeln.
Der Buffalo Market in Toraja ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur und Wirtschaft. Auf diesen Märkten werden Wasserbüffel gehandelt, die eine zentrale Rolle in den Bestattungsriten der Toraja spielen. Einem Besuch auf den weltweit größten Buffalo Markt durfte nicht fehlen.
Wasserbüffel sind für die Toraja von großer kultureller und religiöser Bedeutung. Sie werden häufig bei Bestattungszeremonien als Opfergaben verwendet. Die Anzahl der geopferten Büffel kann den sozialen Status des Verstorbenen und seiner Familie widerspiegeln. Je mehr Tiere geopfert werden, desto größer ist der Respekt für den Verstorbenen.
Der Buffalo Market findet in der Regel an festgelegten Tagen statt, oft wöchentlich. An diesen Tagen versammeln sich Landwirte, Händler und Käufer, um Wasserbüffel zu verkaufen und zu kaufen. Es ist ein lebhaftes und geschäftiges Ereignis. Es ist ein Ort, an dem Traditionen und Bräuche lebendig gehalten werden.
Käufer und Verkäufer handeln über Preise und Bedingungen. Die Qualität und das Aussehen der Wasserbüffel spielen eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung. Für die seltenen Albino Buffalos werden über 20.000€ verlangt. Die Tiere sind also eine sehr gute Geldanlagen und werden dementsprechend liebevoll gepflegt, aufgezogen und behandelt.
Unser kurzes Fazit.
Der Besuch der Toraja war ein absolutes Highlight. Dank Meyske haben wir die Kultur und Bräuche, welche auf den ersten Blick fremdartig, ungewöhnlich und brutal erscheinen, besser verstanden und sehen dies nun mit ganz anderen Augen. nächstes ziel: Tentena - Sulavesie










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Makassar | Indonesien | Mittwoch - 11.09.2024 - 07:25 - GOOGLE MAPS
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Zwei Tage MakassarMakassar ist die größte Stadt und die Hauptstadt der indonesischen Provinz Südsulawesi. Sie liegt an der Westküste von Sulawesi, einer der großen Inseln Indonesiens. Die Stadt befindet sich am Makassarstraße, die zur Celebessee führt.Die Stadt hat eine Bevölkerung von über 1,5 Millionen Menschen und ist damit eine der größten Städte Indonesiens. Die Bevölkerung ist ethnisch vielfältig, mit einer Mischung aus verschiedenen indigenen Gruppen, darunter die Bugis, Makassarese und Toraja.
Der Hafen von Makassar ist einer der geschäftigsten in Indonesien. Leider haben wir den hiesigen Fischmarkt verpasst, aber es kommen hoffentlich noch mehrere Gelegenheiten.
Die Küche von Makassar ist berühmt für ihre Vielfalt und Intensität. Gerichte wie „Coto Makassar“ (eine herzhafte Suppe) und „Sop Konro“ (Rindfleischsuppe) sind lokale Spezialitäten. Diese haben wir natürlich probiert. Einfache Küche, einfache Einrichtung aber um so geschmackvoller das Essen - sehr empfehlenswert.
Der Plastikmüll ist ein ernstes Problem in Makassar, wie in vielen anderen Städten Indonesiens und weltweit.
Indonesien gehört zu den größten Produzenten von Plastikmüll weltweit. In Makassar ist der Verbrauch von Einwegplastik, insbesondere von Plastiktüten, Flaschen und Verpackungen, sehr hoch. Die Infrastruktur zur Abfallentsorgung ist oft unzureichend, was zu einer Ansammlung von Müll in den Straßen, an Stränden und in den Flüssen führt. Vereinzelt haben wir öffentliche Mülleimer gesehen, Leute die aus dem Hafenbecken den schwimmenden Müll herausholten und ältere Menschen, welche die Plastikflaschen einsammelten, um diese in großen Säcken wegzubringen. Hier muss noch viel passieren. Erfreulich war, dass im Supermarkt nicht mehr alles in Tüten verpackt wird, sonder man sich Tragetaschen zur mehrmaligen Nutzung, kaufen kann.
Ein weiteres sehr spezielles Thema ist der dynamisches und herausforderndes Verkehr in Makassar. Als Europäer würde man sagen, hier herrscht das blanke Chaos auf der Straße, insbesondere während der Morgen- und Abendspitzenzeiten. Überholt wird beidseitig, rote Ampeln werden ignoriert, Geisterfahrer sind die Regel, die Straßen in einem schlechten Zustand, jeder hupt und nimmt sich die Vorfahrt. Wer Angst hat oder Rücksicht nimmt, verliert hier auf der Straße. Mit dem Moped werden bis zu 4 Personen befördert, Kleinkinder stehen vorne beim Moped, es wird telefoniert, vorgedrängelt und abgedrängt mit Moped/ Auto/ LKW oder Bus.
Aber trotz des augenscheinlichen Chaos haben wir nur einen Unfall gesehen, Jogger rennen am Straßenrand in den frühen Morgenstunden, Rennrad u. Fahrradfahrer radeln durch die Stadt und irgendwie funktioniert das Chaos auch ohne Polizei, welche oft desinteressiert am Rand standen.
Somit haben wir uns entschlossen ein Moped zu mieten und auch am verrückten Verkehr teilzunehmen.
Unser Ausflugsziel war Rammang Rammang, ca. 40 Km nördlich von Makassar.
Das riesige Karstgebiet Rammang Rammang ist auch als das Halong Bay Indonesiens bekannt.
Die Felsen, die aus der sonst so flachen Landschaft herausragen, erinnern wirklich ein wenig an die Halong Bucht in Vietnam – obwohl sich Rammang Rammang im Inland befindet.
Umgeben wird Rammang Rammang von flachen Reisfeldern und kleinen Dörfern. Mit einer Bootsfahrt durch ein Flusslabyrinth das mit Palmen gesäumt ist kamen wir ins Tal. dort besichtigten wir das Dorf mit seinen Pfahlbauten und seinen vielen Stegen durch die Reisfelder.
Rechtzeitig haben wir uns auf den Rückweg gemacht um noch eine der angesagten Suppen zu essen.
Nach Singapur ist Makassar auf der ganzen Ebene eine Umstellung, aber mit vielen netten, hilfsbereiten und uns immer anlächelnden Leuten.
Heute gehts mit dem Nachtbus ins Toraja Gebiet, wo das ganze Leben von ihrem überlieferten Glauben, den Geistern, Dämonen, Mythen und einem einzigartigen Ahnenkult besteht.
Vg die Bornis nächstes ziel: Hochland Tanah Toraja











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