Rotorua | Neuseeland | Samstag - 28.12.2024 - 10:39 - GOOGLE MAPS
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Vulkane, Art Deco, heiße Quellen - Merry ChristmasNach Wellington fahren wir an der Küste entlang zum Mount Taranaki. Dieser ist ein 2.518 m hoher Stratovulkan mit perfekter Spitzkegelform. Der letzte Ausbruch erfolgte im Jahr 1775 und Vulkanologen sind sich darin einig, dass der Vulkan nur „schläft“ und nicht etwa erloschen ist. Leider ist der am perfektesten geformte Vulkankegel Neuseelands mit Wolken verdeckt. Die Wettervorausschau sagt für die kommenden Tage keine Besserung voraus. Unsere Fahrt geht zum DOC Visitor Center auf 945m. Dichter Nebel verhüllt alles, so dass wir uns entschließen, hier zu übernachten, in der Hoffnung auf eine Wetterbesserung am kommenden Morgen. Nach einer kühlen, windigen und regenreichen Nacht, hat sich am Morgen das Wetter leider nicht geändert. Die Damen im Visitor Center raten von Wanderungen ab. Es sei bei dem Nebel zu gefährlich. Etwas traurig verlassen wir den Ort. Zahlreiche Straßen führen um den Berg, dessen Anblick einfach fantastisch sein muss - wenn er denn sein Haupt aus den Wolken streckt. Oft umgibt jedoch ein Wolkenkranz den Gipfel und verleiht ihm ein mystisches Aussehen. Wir fahren nach New Plymouth, besichtigen die Stadt und schlagen unser Nachtquartier in Oakura auf. Auf dem „Surf Highway 45“ umfahren wir weiter den Mount Taranaki, doch leider haben wir kein Glück mit dem Wetter, so dass uns der Anblick des Vulkans verwehrt bleibt. Der Name Surf Highway ist allerdings Programm - hier gibt es zahlreiche schwarze Sandstrände mit Wellen, die ideal Surfbedingungen bieten. Aber auch zum fotografieren bieten die schwarzen Strände mit dem vielen Treibholz, Dünen und Wellen tolle Motive. Auf dem Weg nach Napier - dort werden wir Heiligabend verbringen - kommen wir am Mount Ruapehu, welcher mit 2.797 m der höchste Vulkan Neuseelands und der höchste Punkt der Nordinsel ist, vorbei. Wir legen einen Stop im Tongariro-Nationalpark ein. Doch auch leider hier ist die Wetterlage so, dass wir nur kleine Wanderungen unternehmen können. Grund hierfür sind die in Neuseeland vorherrschenden Westwinde, welche reichlich Wasser über der Tasmansee aufnehmen. Da die Vulkane im Tongariro-Nationalpark und der Mount Taranaki die erste größere Landerhebung auf der Nordinsel sind, regnen die Wassermassen hier ab. Somit sind Regenfälle fast täglich zu beobachten. Wir hatten leider Dauerregen, so dass wir vorzeitig nach Napier an die Ostküste der Nordinsel führen. Der zähen Regenfront war es zu verdanken, dass wir früher als gewollt dort hinführen. Nach der regenreichen Zeit auf der Nordinsel kam prompt die Wetterwende in Napier. Sonnenschein und Temperaturen über 28 Grad sollten uns ein sommerliches Weihnachten in Napier bescheren.
Hinzu kam, dass wir in ganz Neuseeland keine vergleichbare Stadt kennengelernt haben. Das Zentrum Napiers erinnert mit seinen Art-déco-Elementen an eine Filmkulisse aus den 30er Jahren. Ein verheerendes Erdbeben ist dafür verantwortlich, dass sich ein Spaziergang durch Napier wie eine Zeitreise anfühlt. In den 30er-Jahren wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt und anschließend im Art-déco-Stil der damaligen Zeit wiederaufgebaut.
Die Innenstadt Napiers gleicht daher einer Filmkulisse. Wir hätten nicht erwartet, dass die Gebäude derart gut erhalten sind. Von den Straßenlaternen bis zu den Schriftzügen an den Gebäuden: Art déco ist in Napier omnipräsent. Diese Stadt ist groß aber übersichtlich und die Menschenmenge verläuft sich. Die Promenade führt direkt am Meer entlang, überall findet man Kunst und kleine Parkanlagen, Bäume, Palmen, bunte Blumen zieren den Mittelstreifen und die Straßenränder. Die Innenstadt ist bunt mit Weihnachtsdeko geschmückt.
Wir hatten uns nach nunmehr 10 Wochen Camperleben (6 Wochen Australien/ 4 Wochen Nz) ein schönes Hotelzimmer mit Meerblick gegönnt bzw. zu Weihnachten geschenkt. Am Heiligabend hatten wir im The Central Fire Station Bistro ein besonderes kulinarisches Erlebnis in einem der beeindruckendsten Art-Deco-Gebäude von Napier. Als Vorspeise hatten wir hausgemachtes Sauerteigbrot mit einer köstlichen Trüffelbutter. Zum Hauptgang gab es für uns eine Entenkeule und gegrillten Fisch mit grünen Spargel. Beide Gerichte waren sehr geschmackvoll angerichtet und mega lecker. Als Abschluss hatten wir nochmal ein Brot. Was für ein kulinarischer Hochgenuss zum Heiligabend…. wir waren happy. Auf dem Rückweg zum Hotel gab es noch ein Eis an der Strandpromenade - Merry Christmas.
Nach Napier wagten wir einen weiteren Versuch, den Tongariro-Nationalpark zu besuchen und wollten einige Wanderungen dort machen. Also ging unsere Fahrt erstmal zum Lake Taupo.
Dieser ist ein Kratersee eines vor rund 26.500 Jahren kollabierten Vulkans und der größte See des Landes. Wir besichtigten die gleichnamige Stadt. Viele Häuserwände sind hier von großen Streetart-Kunstwerke verziert. Um Taupo herum befinden sich zahlreiche Thermalquellen und Geothermalfelder, deren Wärmeenergie wirtschaftlich genutzt wird. Um eventuell bei besserem Wetter die Tageswanderung " Tongariro Crossing " zu machen, fahren wir auf einen zentralen DOC Campingplatz im NP. Leider beginnt schon in der Nacht erneut der Dauerregen, so dass wir uns wiedermal die Frage stellten, abwarten oder weiterfahren? Leider zeigte auch die Wettervorhersage für die kommenden Tage keine Besserungen an. Somit haben wir nun den zweiten Versuch einer Vulkanwanderung trauriger Weise gekänzelt.
Das Wetter ist einfach zu wechselhaft und wir wollen uns auf der Nordinsel noch weitere schöne Orte und Landschaften ansehen. Eventuell gibt es nochmal die Möglichkeit einer Vulkantour in den nördlichen chilenischen Anden - die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wir setzten unsere Fahrt auf der Nordinsel in Richtung Rotorua fort.
Die Nordinsel Neuseelands ist voller heißer Quellen, die durch die geothermale Aktivität im Land zu erklären ist. In dem Gebiet um Rotorua, sieht man dies am deutlichsten, da fast überall Dampf aus dem Boden empor steigt - die Welt ist hier noch nicht zum Stillstand gekommen! Den heißen Quellen wird eine heilsame Wirkung nachgesagt, da schon die Maori die Pools zum entspannen der Muskeln und reinigen von Wunden genutzt haben. In dieser Region gibt es zahlreiche Termalheilbäder, die unter anderem Schlammbäder oder Salzbäder anbieten.
Wir finden ca. 20 km vor Rotorua einen Fluss, welcher öffentlich ist, nichts kostet und aus einer heißen Quelle gespeist wird. Einheimische und Touristen nehmen hier gemeinsam ein Bad und schmieren sich das Gesicht mit dem grauen Schlamm ein.
Ganz in der Nähe übernachten wir auf einem Stellplatz direkt am See.
Am nächsten Tag sind wir früh nach Rotorua gefahren.
Die Stadt ist neben Auckland das bedeutendste touristische Ziel der Nordinsel. Am südlichen Ufer des Lake Rotorua gelegen, ist die Stadt Rotorua vor allem für ihre heißen Quellen, Geysire, blubbernden Schlammlöcher und zahlreiche Seen in der Umgebung bekannt. In der geothermischen Aktivität in und um Rotorua liegt auch die Ursache für den unverkennbaren Schwefelgeruch, welcher stets in der Luft liegt. Darüber hinaus ist die Umgebung für seine Maori Kultur bekannt, deren Traditionen man bei einem Besuch der zahlreichen Maori-Dörfer näher kennen lernen kann.
Natürlich wollen wir auch was über die Gesichte und Kultur der Maoris erfahren. Daher besuchen wir die Maori Stätte Te Puia. Der volle Name des Gebietes lautet in der Sprache der Maori " Te Whakarewarewatanga o te Ope Taua a Wahiao " - das Zusammentreffen der Kriegertruppe von Wahiao. Große Parkplätze lassen Menschenmassen vermuten und so war es auch. Hier trifft man viele Reisegruppen aus Asien mit hoher Teilnehmerzahl, die einen lautstarken Umgangston bevorzugen. Aber was solls, wir wollten halt auch die Attraktionen des Areals sehen.
Die Eintrittsgelder werden zum Erhalt der Schule verwendet, in der die alte Schnitz-, Schleif- und Webkunst gelehrt wird. Jahrhunderte lang wurde Te Puia nie in einer Schlacht erobert, hier fanden die Menschen stets Schutz und so überlebte auch ihre Kultur, ihre Künste und die handwerklichen Fertigkeiten. Von der Regierung gab es keine Unterstützung, somit wird der Erhalt der Kultur mit den Eintrittsgeldern gesichert. Wir fanden unsere 1,5 h Führung sehr interessant. Haben dabei die unterschiedlichen Lehrwerkstätten gesehen, über die Geschichte der Maoris einiges erfahren, haben Geysire gesehen und konnten die geothermischen Aktivitäten beobachten.
Als Sahnehäubchen gab es auch eine Kiwi Sichtung. Ja richtig, wir haben einen Kiwi gesehen. Natürlich nicht in freier Naturbahn, denn dort ist die Wahrscheinlichkeit sehr sehr gering, diesen nachtaktiven, scheuen, flugunfähigen Vogel zu erblicken. Hier gab es eine „Dunkelkammer“ in der man die Vögel - wir haben zwei von drei gesehen - hinter einer Scheibe in ihrem natürliche Umfeld beobachten kann. Glücklich über den Anblick und den neuen Input, machen wir uns auf zur Stadtbesichtigung. Diese war eher unspektakulär, so dass wir rechtzeitig die Abfahrt zum nächsten Stellplatz antraten. Versteckt in einem ländlichen geothermischen Tal zwischen Rotorua und Taupo bietet uns der Waikite Valley Hot Pools Campground einen schönen Ort zum übernachten. Der Zugang zu den 6 heißen Pools ist in unserer Campinggebühren enthalten. Einparken, Strom anschließen, Badehose an und ab ging es in die Pools. Von 17 bis 20 Uhr haben wir uns in den heißen Pools aufgehalten - was für eine Wohltat. Natürlich gab es am Morgen nochmal ein ausgiebiges Bad - für die Campingplatznutzer war bereits ab 6:30 Uhr geöffnet. Nach Bad und Frühstück sind wir gegen 9:30Uhr zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland gefahren. Hier haben wir den Lady Knox Geyser besucht, der täglich um 10:15 Uhr durch Seife zum Ausbruch gebracht wird. Das Schauspiel haben wir uns mit vielen anderen Leuten angesehen, welche anschließend den vulkanischen Park besucht haben - so wie wir.
Dort haben wir viele bunte Quellen, Sinterterrassen, dampfenden Tälern, dem berühmten Champagnerpool mit seinem orangenfarbenen Becken sowie dem giftgrün leuchtenden Devil's Cave Pool gesehen. Eine faszinierende Landschaft mit tollen und unwirklichen Färbungen, welche durch die Sonne und den wolkenlosen Himmel besonders strahlten.
Anschließend wollten wir uns noch den Whakarewarewa Forest in Rotorua ansehen. Die Einheimischen sagen schlicht „The Redwoods“ zum Wald. Die von einheimischem Bush und den namensgebenden kalifornischen Baumriesen geprägten Redwoods bilden das Epizentrum der Mountainbikeszene und liegt praktischerweise nur wenige Minuten außerhalb des Stadtzentrums. Dieser Wald ist ein Mekka für Mountainbike-Fahrer aus Neuseeland und der ganzen Welt. Kein Wunder, dass die International Mountain Biking Association (IMBA) Rotorua den Goldstatus für seine Mountainbike-Infrastruktur verlieh - damit gehört die Stadt zu einem von nur sechs derartig ausgezeichneten Mountainbike-Zentren der Welt. Wir bestaunen bei einer Wanderung die Redwoods. Diese sind wegen der ungewöhnlich großen und bis zu 1500 Jahre alt werdenden Bäume mit Stämmen von bis zu 6 m Durchmesser, 110 m Höhe und einem Holzvolumen von bis zu 1100 Kubikmetern ziemlich spektakulär. Wir fühlen uns sehr kein aber auch sehr wohl in dem Wald.
Unsere Tour geht nun Richtung Norden weiter, aber erstmal wünschen wir einen guten Rutsch und ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr.
Allet Jute für 2025 …lg die Bornis nächstes ziel: Bay of PlentyRuakaka Beach
Okura | Neuseeland | Samstag - 21.12.2024 - 23:30 - GOOGLE MAPS
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Abel Tasman, neue Flugerfahrung und wir verlassen die SüdinselWir finden, ganz Neuseeland sollte ein einziger Nationalpark sein, denn so viele atemberaubende Landschaften und Naturschätze hat kaum ein zweites Land der Erde. Zum Glück herrscht in Neuseeland an Nationalparks aber kein Mangel. Ganze dreizehn Stück weist das kleine Land auf. Der kleinste Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 225 qkm. Auch wenn der Abel Tasman Nationalpark hauptsächlich für seine traumhafte Küstenlandschaft bekannt ist, macht diese nur einen kleinen Teil des Nationalparks aus. Rund drei Viertel der gesamten Fläche bleiben im dichten Wald verborgen, fernab der Strassen und der Zivilisation. Wir werden einen kleinen Teil des Parks zu Fuss und auf dem Wasser erkunden.
Benannt wurde der Nationalpark nach dem niederländischen Seefahrer Abel Tasman, dem ersten Europäer, der Neuseeland während seiner Expedition vor über 382 Jahren entdeckte. Er erreichte die heutige Golden Bay am 18. Dezember 1642, verliess Neuseeland jedoch ohne das Land jemals betreten zu haben.
Wir fahren ins Zentrum der neuseeländischen Hopfenregion. Dort liegt die lebendige Stadt Motueka und ist für uns der Eingang zu den atemberaubenden Landschaften des Abel Tasman National Park. Wir buchen bei einer der vier zugelassenen Cruises eine ganztägige Kajak- und Wandertour. Wegen der Wettervorhersage haben wir unsere ursprüngliche Planung wieder mal kurzfristig verworfen. Eigentlich wollten wir 2 Tage im abgeschiedenen Tōtaranui Campground verbringen. Dieser liegt ganz im Norden des NP und für uns wäre der Startpunkt der Tour ein weiter Fahrweg.Wir organisierten einen neuen Stellplatz in Kaiteriteri, wo die Tagestour starten soll und machen uns auf den Weg nach Tōtaranui.
Die kurvenreiche Straße führt uns über die Takaka-Hügel bis wir schließlich die letzten 12 km auf einer fast einspurigen, unbefestigten Serpentínenstraße den Campingplatz erreichten. Wir benötigten für das staubige Streckenende geschlagende 45 min. Nach dem kurvenreichen Tag haben wir den Rest des Tage am Strand bei schönsten Sonnenschein verbracht. Der DOC Stellplatz ist einer der beliebtesten Campingplätze in Nz und bietet bis zu 850 Leuten (in der Weihnachtszeit ist dieser komplett ausgebucht) stromlose Übernachtungsstellplätze. Der lange Stand hat eine goldgelbe Färbung und das türkisfarbene Wasser lädt zum Baden ein. Dort haben wir Rita und Holger wiedergetroffen, welche wir auf dem Fox Gletscher kennengelernt haben. Beide kommen aus Deutschland leben aber seit 35 Jahren in Kanada, da Holger dort eine Chemieprofessur inne hat. Es ist schön, nach einer langen Zeit auch mal wieder mit anderen deutschen tiefgründigere Gespräche zu führen. Wir haben uns für den nächsten Tag für eine gemeinsame Wanderung verabredet. Aus Zeitgründen konnten wir nur ein kleines Stück mit den beiden wandern, da wir wieder zurück nach Kaiteriteri mussten. Die Wanderung führte uns an einsame Strände, zu schönen Ausblicken und durch üppige Vegetation. Mit einem erfrischenden Bad verabschieden wir uns von dem wirklich schönen Stellplatz und machen uns wieder auf eine kurvige Rückfahrt.
Auf dem Rückweg besuchen wir noch die Te Waikoropupū Springs (Pupu Springs), welche ein Quelltopf an der Küste der Golden Bay / Mohua in der Region Tasman sind. Die Quellen sind für ihr klares Wasser und den hohen Wasserausstoß bekannt und sind religiös bedeutsam für die Māori. Das alleinige Berühren des Wassers ist strengstens untersagt! An diesem Ort sprudeln pro Sekunde 14.000 Liter Wasser aus der Erde. Das ist mehr als der Durchfluss der Havel in den Sommermonaten.
Die horizontale Sichtweite des Wassers im Quelltopf, wurde vom National Institute for Water and Atmosphere (NIWA), im Mittel mit 63 Meter gemessen. Bis 2011 war dies die größte Sichtweite in einem Binnengewässer, übertroffen nur von gletschereisbedeckten Seen in der Antarktis
Nach pausenlosem Starren und voller Faszination folgten wir dem Track. Wir verließen die Hauptquelle und erreichten nach kurzer Zeit eine weitere, kleinere Quelle. Die „Dancing Sands Springs“ entspringen im deutlich flacheren Gewässer. Das Hochsprudeln der Wassermengen und die dadurch entstehenden Bläschen forderten den Sand zum Tanzen auf - schön anzusehen.
Anschließend folgte die Fahrt bis nach Takaka, welche als die „Hippie Hauptstadt“ Neuseelands verrufen ist. Nicht nur die dort lebenden Menschen lassen darauf schließen, sondern auch die vielen, kleinen Lädchen und Cafés. Nach einem kurzen Eis/ Cappuccino-Stop geht es wieder über die Takaka-Hügel zum südlichen Teil des Abel Tasman NP.
Am nächsten Morgen starte unsere Kajak-Wander-Tagestour mit einem Bootstransfer zur Torrent Bay. Dort bekommen wir die Kajaks, eine Einweisung wie man das Equipment richtig einsetzt und letzte Anweisungen vom Guide.
Wir starten bei schönsten Sonnenschein und paddeln entlang der Küste nordwärts. Kleine Buchten und Flussläufe, welche nur bei Flut erreichbar sind, werden angesteuert. Wir sehen einen Zwergpinguin und einige Robben im Wasser. Wir haben den Ausflug auf dem Wasser sehr genossen und waren nach der Rückkehr in der Torrent Bay froh, dass das Wetter trotz kurzzeitigem Regenschauer durchgehalten hat. Nun machen wir uns auf den Rückweg zum Abholort in der 6 km entfernten Awaroa Bay. Der Abel Tasman Coast Track hat einfach alles zu bieten! - Mildes Klima, goldene Strände, türkisfarbenes Meer, ursprünglicher Wald, herrliche Ausblicke & das auf Schritt und Tritt. Es war sehr schön hier, doch leider wollen/ müssen wir weiter. Am Abend übernachten wir auf einem geduldeten kostenlosen Stellplatz im Stadtzentrum von Motueka.
Früh am kommenden Morgen setzen wir unsere Fahrt Richtung Picton fort. Wir haben unsere ursprüngliche Überfahrt (23.12.) von der Südinsel auf die Nordinsel auf den 19.12. vorgezogen. Wir machen einen Zwischenstopp in Nelson und frühstücken in einem netten Café. Da die Region Nelson sich fantastisch zum Paragliding eignet und dies auf meiner Bucket List steht, ist schnell der Kontakt zu einem einheimischen Routinier hergestellt. Nelson Paragliding wurde 1993 gegründet und ist eine der am längsten laufenden Gleitschirmschulen Neuseelands. Somit verabredeten wir uns mit dem neuseeländischen Haudegen (leider haben wir seinen Namen vergessen) gegen 13 Uhr an einem Park. Auf dem Parkplatz hat er uns die Eckdaten zum Tandemflug gesagt und mit einem Handschlag war die Aktion gebucht. Wir wechselten vom Camper in seinen 4x4 Jeep und fuhren auf einen der vielen Berge in der Nähe von Stoke. Allein die steile Hochfahrt war ein Abenteuer. Der Haudegen, mit seinen in Indien gemachten perlweißen Zähnen, erzählte uns Flugstorys aus den Himalaya und von Europa. Wir merken seine Begeisterung fürs Fliegen aber auch fürs Campen, Tauchen und Fischen - was für ein neuseeländischer Naturbursche mit geschätzten 65+ Jahren. Am Start- und Landeplatz angekommen zeigte sich uns eine tolle Aussicht auf Nelson. Vorgelagerte Inseln, die Berge vom Abel Tasman NP und das azurblaue Meer. Der Haudegen prüft den Wind und dann muss es schnell gehen. Schirm auspacken, Equipment anlegen, Einweisungen und Sicherheitscheck.
Plötzlich stand ich vor ihm, mit einem einfachen Fahrradhelm auf dem Kopf, der Schirm war bereits in der Luft und sollte gemeinsam mit ihm Richtung Abhang laufen. Mir schossen einige Gedanken durch den Kopf… hast du Ihn richtig verstanden, was soll ich nochmal machen, reicht der Wind aus um uns zwei (nicht gerade Leichtgewichte) zum fliegen zu bringt, Mist… ich hätte vorher noch eine Toilette benötig. Doch ein paar Sekunden später waren wir bereits in der Luft. Ein Windmesser hat permanent Pieptöne von sich gegeben. Er erklärte mir, wenn es piept ist genügend Aufwind da. Plötzlich spürte ich, dass der Wind nachließ und das Messgeräte quittierte dies tonlos. Hinzu kam in den ersten paar Minuten, dass wir durch ständiges Kreisel an Höhe zulegen mussten. Es dauerte eine Weile, bis ich mich auf den Zustand eingestellt habe. Dann konnte ich auch erst das Handy zücken und ein paar Aufnahmen von der spektakulären Aussicht machen. Wir flogen immer höher, wobei er mir irgendetwas über die Wolkenbildung erzählt hat. Ich konnte mich auf seine Ausführungen nicht konzentrieren, da ich mit Aussicht bewundern und meinem Magen beschäftigt war. Kerstin hörte die lautstarken Ausführungen bis zum Landeplatz. Nach 25 Minuten landeten wir butterweich auf dem Popo am Startpunkt. Ich musste mich danach erstmal kurz liegenderweise ausruhen. Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich die indischen perlweißen Zähne und hörte Ihn sagen: AMAZING. Leise antwortete ich…. yes amazing und das war es auch. Ein tolle Erfahrung mit einer mega Aussicht. Mein Magen hat sich zwar ordentlich gedreht, aber ich habe nichts verloren und auch die weichen Knie gehörten schnell der Vergangenheit an.
Anschließend führen wir weiter zu unserem DOC Campingplatz. Dieser liegt 13 km vor Picton an einem der unzähligen Fjorde. Wir haben hier zwei Übernachtungen, entspannen uns, bevor uns die Fähre am 19.12. mit zweistündiger Verspätung nach Wellington auf die Nordinsel bringt.
Die Fährfahrt startet bei schönsten Wetter mit einer ruhigen See und endet nach 4 h im Dauerregen, ordentlichem Wellengang und starken Wind in der Hauptstadt Neuseelands. Wir fahren zu einem zentralen Parkplatz, wo das Nachtparken von Campern erlaubt ist.
Wellington ist die zweitgrößte Stadt und gleichzeitig Hauptstadt Neuseelands. Sie hat den Spitzname “windy City” oder auch „windy Welli“. Aufgrund seiner Lage – Wellington liegt exponiert an der Südspitze der Nordinsel - bietet die Stadt Angriffsfläche für starke Windströmungen und Fallwinde. Schnell verstehen wir warum, denn unaufhörlich weht eine ganz schön steife Brise durch die Straßenwinkel.
Ein Regenschirm Geschäft hier zu eröffnen wäre keine gute Idee.
Politisch gesehen ist Wellington das Zentrum Neuseelands. Hier befindet sich der Sitz des Premierministers und das Parlamentsgebäude. Das Gebäude wird auch als “Beehive” (Bienenstock) bezeichnet, was einen bei dessen Anblick auch nicht weiter verwundert. Die Cuba Street ist die Ausgehmeile in Wellington. Es gibt hier Clubs, Bars und viele gute Restaurants. Bekannt ist diese Straße vor allem wegen der vielen hier ansässigen Kreativen und Straßenkünstler. Wir begegnen schöner Streetart vor allem im Stadtzentrum….. oder man hat Glück so wie wir, dass wir zum richtigen Zeitpunkt in der Stadt waren, da gerade ein Ausstellung des anonymen Königs der Streetart - Provokation, eines Revolutionär, Antikapitalist, Antimilitarist und Freiheitsbefürworter - gab. Banksy ist von der Bekanntheit der prominenteste Street Art Künstler der Welt und wir tauchen mit voller Begeisterung in seine Ausstellung ein.
Als rätselhafter und schwer fassbarer König der Straßenkunst besitzt Banksy eine einzigartige Kraft. Er ist in der Lage, starke politische Aussagen mit Poesie, Energie und Humor auszudrücken und dabei den Kern des Themas zu treffen.
The Art of Banksy ist die weltweit größte Sammlung von Original- und authentifizierten Banksy-Kunstwerken mit mehr als 150 Stücken, darunter Drucke, Leinwände, einzigartige Werke, von denen viele zum ersten Mal öffentlich ausgestellt sind. Wir sehen die ikonischen Stücke an, die dem anonymen Künstler internationale Anerkennung eingebracht haben - " Girl With Balloon " , in drei Farbvarianten, " Flower Thrower " und " Rude Copper " sowie einzigartige Werke, darunter handgezeichnete Skizzen und persönliche Kunstwerke, die Banksy für Freunde, Kollegen und Liebhaber geschaffen hat. Die Ausstellung zeigt auch Banksys Dismaland, das Walled Off Hotel in Bethlehem und aktuellen Kunstwerke, die während des anhaltenden Krieg in der Ukraine entstanden.
Wir sind vom aktuell wichtigsten Streetart Künstler der Welt fasziniert und bestaunen lange seine Werke. Dabei erkennen wir die Macht der Kunst, den sozialen Wandel zu beeinflussen, die Öffentlichkeit zu inspirieren und die Unterströmungen sozialer Probleme sarkastisch aufzuzeigen. Was für eine unglaublich Ausstellung.
Glücklich über das kulturelle Highlight, setzen wir uns in den Camper, fahren weiter Richtung Mount Taranaki und diskutieren lange über die Ausstellung und recherchieren zum Phänomen Banksy.
Auch wir verfolgen mit Schrecken das traurige Ereignis zuhause und sind zutiefst bestürzt.
Wir wünschen allen ein besinnliches, friedliches und schönes Weihnachtsfest.
Merry Christmas, Feliz Navidad, frohe Weihnachten.... wünschen die bornis nächstes ziel: Napier - unser Weihnachtsort
Westport | Neuseeland | Freitag - 13.12.2024 - 05:31 - GOOGLE MAPS
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Bilder Nachtrag zum Eintrag 32….wegen der vielen Gletscherbilder kommen hier noch ein paar Bilder der West Coast. Die Gletscherwanderung war zu beeindruckend für uns, als das ich nur „zwei“ Bilder hochlade.
….vg die Borni nächstes ziel: Abel Tasman
Westport | Neuseeland | Freitag - 13.12.2024 - 20:05 - GOOGLE MAPS
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Wanaka, Haast Pass & West CoastUnser nächstes Highlight sollte ein Flugerlebnis werden. Wir wollten mit dem Helikopter auf den Mount Cook fliegen und mit dem Skiflieger sollte es wieder runter gehen. Hoch auf den höchsten Berg Neuseeland‘s… aber wie hoch ist er eigentlich?Am 14. Dezember 1991 war der Aoraki Mount Cook um Mitternacht 3.764 Meter hoch. Wenige Minuten später löste eine gewaltige Felslawine, die bei maximaler Wucht ein Erdbeben der Stärke 3,9 auslöste, Neuseelands höchsten Punkt um zehn Meter ab - aha. Noch was wissenswertes zum Berg - dieser half Sir Edmund Hillary dabei, seine Kletterfähigkeiten zu entwickeln und sich auf die Eroberung des Everest vorzubereiten. Leider konnten wir es Sir Hillary nicht nachmachen. Auf Grund des schlechten Wetters wurden an diesem Tag alle Flüge auf den Berg gestrichen. Wir haben die Absage am Check-in Schalter erhalten und waren etwas geknickt, aber Sicherheit geht nun mal vor. Wir machten uns auf den Weg nach Wanaka und führen aus dem Tal, um anschließend den Highway 8 südwärts zu fahren. Gegen Mittag erreichen wir Wanaka.
Der Ort liegt knapp 50 Kilometer nordöstlich von Queenstown und ist mit gerade mal etwas über 6.000 Einwohnern vermeintlich idyllisch ruhig. Wir hatten bereits einen Campingplatz etwas abseits des Zentrums gebucht. Unser Stellplatz bot uns eine fantastische Aussicht auf den Lake Wanaka und die Berge - perfekte Wahl.
Wir nutzen den halben Tag und sind am langezogenen Hauptstrand ins Stadtzentrum von Wanaka spaziert. Das Zentrum ist sehr überschaubar. Kleine Cafés, ein paar Outdoorgeschäfte, einige Restaurants, eine Tankstelle und ein paar Lebensmittelläden…. das war’s. Somit haben wir uns noch für den Mount Iron Track entschieden. Dieser befindet sich am Ortseingang. Der Rundwanderweg auf den Mount Iron und wieder runter ist circa 4,5 Kilometer lang und dauert zwischen 60 bis 90 Minuten. Vom Gipfel des Berges hatten wir eine 360 Grad Aussicht auf die umliegenden Seen Lake Wanaka und Lake Hawea und die schneebedeckten Berge der südlichen Alpen. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem Foto-Hotspot vorbeigekommen. Der kleine Baum im Lake Wanaka zieht jeden Tag hunderte Besucher für ein Foto an. Der Baum selber ist gar nicht so besonders, aber die Tatsache, dass er mitten im Wasser steht und sich hinter ihm die Aussicht auf den See und die schneebedeckten Berge befindet, machen diesen Baum zu einem tollen Fotomotiv. Am Ende des Tages hatten wir über 26.000 Schritte auf der Uhr und waren ordentlich platt.
Am nächsten Tag wollten wir wieder wandern. Auf den Roys Peak sollte es eigentlichen hochgehen, doch als wir ankamen, war der Parkplatz völlig überfüllt. Die Menschenmassen haben wir entlang des Aufstieges gesehen und uns somit gegen einen Aufstieg entschieden. Hinzu kam, dass die Wanderung mit ca. 6 h veranschlagt ist. Da wir noch am selben Tag den Haas Pass überqueren wollten, um an die West Coast zu gelangen, habe wir uns für eine andere Wanderung, nämlich den Diamond Lake Track mit Erweiterung bis auf den Rocky Mountain entschieden. Eine wirklich schöne Wanderung mit tollen Blicken in die umliegenden Täler, auf den kleinen Diamond Lake und auf den großen Lake Wanaka mit seinen Inseln und Halbinseln.
Wir haben uns am Nachmittag auf den Weg zur West Coast gemacht. Die kurvenreiche Straße führt über einspurige Brücken, vorbei an großen Seen und immer wieder traumhaften Ausblicken auf die steilen schneebedeckten Berge und dem Regenwald.
Wir hatten für zwei Übernachtungen einen einfachen DOC Campingplatz reserviert, welcher ca. 35 km (rund 50 min Fahrzeit) nördlich vom Fox Gletscher schön an einem See mit vielen Sandflies lag.
Wir hatten bereits online für den Mittwoch den 11. Dez. ein Heli Hike auf den Fox Gletscher gebucht. Wegen der Wetterprognose waren wir etwas besorgt, denn es war wieder mal Regen angesagt. An der Westküste herrschen niedrigere Temperaturen und Wind und Regen zeigen sich das gesamte Jahr, was wir deutlich spüren. Somit war der erneute Flugversuch eine reine Glückssache und abhängig von der Wetterentwicklung.
Pünktlich zum Check fing es am Mittwoch an zu regnen. Der Abflug wurde erstmal um 30 min verschoben, da die Wetterentwicklung noch unklar war. Dann kam aber das Okay, dass wir trotz Regen auf den Gletscher fliegen können. Die Wanderung würde Wetterabhängig erstmal starten, aber wie lange wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Bei extremen Wetterwechseln könnte es auch passieren, dass die Truppe auf dem Gletscher übernachten muss. Natürlich hat das Unternehmen dafür die notwendigen Ausrüstungsgegenstände auf dem Gletscher deponiert.
Unsere Gruppe, bestehend aus 13 Leuten, wurde mit Regenhose und Regenjacke, Wanderschuhen, dicken Socken, Handschuhen und einem Rucksack ausgestattet. Nach einer Sicherheitseinweisung wurden die Leute auf 3 Heli Flüge verteilt. Wir waren die erste Gruppe und sind mit einem Holländischen Paar, welches gerade auf Hochzeitsreise war, auf den Gletscher geflogen. Leider konnte keiner von uns vorne sitzen, da der Flug als Trainingsflug für eine zukünftige Pilotin genutzt wurde. Wir teilten uns also die Rückbank und dann ging es auch schon los. Beim Start wackelt der Heli ordentlich, aber sobald er in der Vorwärtsbewegung ist, hat man das Gefühl von Leichtigkeit. Wir fliegen durch den Canyon Richtung Gletscher und bestaunen von oben die schöne Landschaft. Wir erreichen nach ein paar Minuten die Gletscherzunge und landen kurz darauf auf der Höhe des Victoria Falls auf einem Plateau, direkt auf dem Gletscher. Als unsere Gruppe vollständig oben war, wurden wir mit Steigeisen und Wanderstock ausgestattet. Zwei Gruppen wurden entgegengesetzt durch die Eislandschaft mit einem erfahrenden Guide geführt. Der Fox Gletscher bewegt sich fast 10-mal schneller als die meisten anderen Talgletscher. Verschiebungen des Felsbodens erzeugen Erhebungen und tiefe Spalten - eine dramatische, aber auch gefährliche Eislandschaft bildet sich immer wieder neu. An den Gletscheroberflächen schmilzt ständig Eis, das sich zu kalten Flüssen vereint. Trotz Dauerregen hatten wir eine 3 stündige Wanderung durch diese bizarre Landschaft. Wir waren durchnässt aber happy über das Erlebte.
Der Fox-Gletscher (auf Maori: Te Moeka o Tuawe) reicht von den höchsten Gipfeln der Südalpen bis hinunter auf 300 Meter. Dabei schiebt der 13 Kilometer lange Gletscher sich über die steile Westflanke der Berge und überwindet 2.600 Höhenmeter. Er ist einer der wenigen Gletscher auf der Welt, dessen Ende sich im Regenwald befindet. Er entwässert über den Fox River in die Tasmansee.
Was für ein beeindruckendes und schönes Erlebnis - wir waren beseelt und haben viele Regen-Gletscher Bilder gemacht.
Am späten Nachmittag haben wir noch eine kleine Seewanderung gemacht und den Anblick vom Viewpoint auf den nicht mehr ganz so bewölkten Fox Gletscher genossen.
Unsere Reise ging nun weiter nordwärts. Die Panoramastraße an der Westküste gilt als eine der schönsten weltweit. Ihr Name: Great Coast Road.
Die 100 Kilometer lange Küstenstraße zwischen Greymouth und Westport ist die Lebensader der Westcoast. Die Westcoast hat etwa zwei Drittel der Fläche Bayerns, ist aber nur von 30.000 Menschen bewohnt. Da bleibt viel Platz für ungezähmte Natur. Die Panoramapunkte an der Great Coast Road zeigen dies deutlich. Dunkle Felskaps schieben sich ins Meer hinaus, dazwischen kleinere und größere Buchten.
Wir nehmen jeden Aussichtspunkt mit und bestaunen die Landschaft.
Im beschaulichen Küstenort Punakaiki wartet Neuseelands Traumstraße mit einem besonderen Naturschauspiel auf uns: den Pancake Rocks. Der Name könnte passender nicht sein. Die Türmen die sich in die Tasman-See hinaus schiebt, ähnelt einem Stapel von gigantischen Pfannkuchen. Wind und Wellen haben die eigentümliche Formation aus dem Kalkgestein gekratzt. Wir bestaunen diese einzigartigen Felsformationen. Das wir auch hier viele Bilder gemacht haben, versteht sich von selbst.
Auf 1.162 Kilometern Länge durchquert der State Highway 6 die gesamte Südinsel. Für die Great Coast Road gilt: Zeit für Erkundungen einplanen. Wir haben Glück mit dem Wetter. Regen bekommt die Westcoast im Durchschnitt an jedem zweiten Tag ab, aber uns begleitet der Sonnenschein den ganzen Tag. Wir kommen nach Hokitika.
Das im Schachbrettmuster angelegte Städtchen an der Mündung des Hokitika River mit seinen saloonartigen Fassaden bietet das Bild eines friedlichen " Wilden Westens ". Statt Pferdegespannen parken Pick-ups, Mietautos und Camper in den mit Cafés und Souvenirshops gespickten Straßen. Hier ist das touristische Zentrum der Region. Wir besichtigen das Stadtzentrum, genießen die Sonne mit einem Cappuccino und erledigen ein paar Postsachen.
Am Ende der Great Coast Road übernachten wir in Westport. Dort besichtigen wir, leider wiedermal bei Regen, eine Robbenkolonie. Die Robben haben Ende November bis Mitte Dezember ihre Jungen zur Welt gebracht, welche wir nun aus der Ferne beobachten können. Hier könnte man beim zusehen die Zeit vergessen, doch der Regen verkürzte unsere Verweildauer.
Nun ging unsere Fahrt von der Küste weg, durchs Landesinnere.
In Neuseeland sind verrückte geologische Phänomene normal. So ist es wenig verwunderlich, dass wir hier die Bruchzone zwischen zwei Erdplatten besichtigen können. Wir haben bei einem Zwischenstopp in der Buller Gorge die Kraft der Natur bestaunt. Dort zu stehen, wo sich zwei Erdplatten begegnen - eine seltsame und auch irgendwie gruselige Vorstellung. Die Region zwischen Westport und Nelson wird nämlich immer wieder von Erdbeben heimgesucht. Was viele Touristen gerne verdrängen, schiebt sich immer mal wieder mit Nachdruck ins Bewusstsein der Öffentlichkeit; zuletzt 2016 beim Kaikoura-Erdbeben in Neuseeland.
In Neuseeland gibt es mehr als 50 aktive Bruchzonen, die in unregelmäßigen Abständen immer wieder aufreißen. Einige sind bekannt, andere treten völlig überraschend zutage.
Wir besichtigen den Buller Gorge Adventure Park, zu dem man nicht mehr hinüberschwimmen muss, sondern über eine 110 Meter lange Hängebrücke balancieren kann - die längste Hängebrücke Neuseelands. 19 Meter über dem schnell dahinfließenden Buller River zu balancieren, ist allerdings eine ziemlich wacklige Angelegenheit! Wir laufen den relativ kurzen Loop Walk. Dieser führt uns an historischen Überresten des Goldrauschs vorbei.
Fakten zum Buller River. Dieser hat einen mittleren Abfluss von 429 m³/s und den höchsten Maximaldurchfluss bei einer Flut von über 14.000 m³/s. Als einer der längsten Flüsse Neuseelands fließt er 170 km vom Lake Rotoiti durch zwei Schluchten. Westlich von Westport mündet der Buller River in die Tasmansee.
Unsere Reise geht nun weiter zum Abel Tasman NP.
Auf uns warten goldgelbe Strände und tiefblaues Wasser mitten in Neuseeland. Im Norden der Südinsel liegt das lokale Paradies, der Abel Tasman Nationalpark. Der kleinste unter den neuseeländischen Nationalparks ist zugleich der Beliebteste.
Einen schönen 3. Advent. Vg… die Bornis nächstes ziel: Abel Tasman NP
Aoraki / Mount Cook | Neuseeland | Sonntag - 08.12.2024 - 09:01 - GOOGLE MAPS
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Fjordland, Actionhauptstadt, türkisblaue Gletscherseen und vieles mehrTe Anau 03.12.Das kleine Städtchen Te Anau liegt im Südwesten von Neuseelands Südinsel am Ufer des gleichnamigen Sees, Lake Te Anau. Malerisch ist die Lage am See, grandios und atemberaubend. Te Anau ist das Tor zum Fjordland NP, dessen spektakuläre Fjords, Berge und Täler zum Weltnaturerbe zählen.
Te Anau gilt als die „Wanderhauptstadt der Welt“. Zahlreiche Wanderwege, von denen einer schöner ist als der andere, haben hier ihren Ausgangspunkt. Der weltberühmte Milford Track, der mindestens ebenso schöne Routeburn Track und der Kepler Track wurden gar als „Great Walks“ eingestuft. Um diese mehrtägigen Touren zu machen, muss man sich lange im voraus Anmeldung, da die Anzahl der der Hütten und Schlafplätze sehr begrenz und begehrt sind.
Wir lassen den Aufenthalt in Te Anau ruhig angehen und buchen auf dem Campingplatz gleich zwei Nächte, was bis jetzt auf unserer Reise sehr selben vorgekommen ist. Das Wetter ist durchwachsen, es regnet ab und zu und wenn die Sonne scheint wird es recht warm. Also ein Wechselbad der Temperaturen hier.
Wir machen kleinere Spaziergänge am Seeufer und gehen die ersten paar Kilometer vom Kepler Track durch ein märchenhaften Wald.
Unser Stellplatz auf dem Campingplatz bietet uns eine schöne Aussicht zum See und auf die dahinter liegenden Berge, welche zum Teil noch mit Schnee bedeckt sind.
Wir atmen mal tief durch, lassen die vergangen Tage und Wochen Revue passieren und bearbeiten Reiseblog und Fotos.
Der Lake Te Anau ist ein sehr großer See, dessen ursprünglicher Māori-Name
Te Ana-au war, was so viel wie Höhle des wirbelnden Wassers bedeutet. Der See hat eine Fläche von 344 km², womit er nach dem Lake Taupo der zweitgrößten See des Landes ist. Da der See auf einer Höhe von 210 m über NN liegt, er aber teilweise bis zu 270 m tief ist, liegen Teile des Wassers unterhalb des Meeresspiegels. Ein baden im See ist wegen der nervigen Sandflies am Beach ausgeschlossen.
Milford Sound 04.12. - 05.12.
Am Mittwoch sind wir früh zur Touristeninformation in Te Anau gefahren, um uns einen DOC Pass (Department of Conservation) online einzurichten. Hierfür benötigten wir die Hilfe einer Mitarbeiterin. Es stellte sich heraus, dass Sie aus Sachsen kam, viele Jahre hier schon lebte, aber der heimische Akzent immer noch besaß. Welch ein Glück für uns, da Sie uns nicht nur mit dem DOC Pass geholfen hat, sondern auch gute Tips und eine genaue Wettervorhersage gab.
Wir machten uns also auf den 120km „oneway“ Weg in Richtung Milford Sound. Vielen Camper, Mietwagen und einige Busse schlängeln sich entlang der Stichstraße. Die Straße führte uns durch eine sehr schöne und abwechslungsreiche Landschaftlich. An den vielen Aussichtspunkten sind wir leider nie allein. Teilweise gibt es einen ordentlichen Touristenauflauf, wo Leute meistens lustigen Posen und Verrenkungen machen, um ganz individuelle Erinnerungsfotos zu machen. Oftmals sind es die asiatischen Touristen, welche für ein Bild keine Rücksichtnahme kennen.
Am Nachmittag beginnt pünktlich, wie von der sächsischen Wetterfee aus der Touristeninformation angekündigt, ein ausgiebiger Regen mit zum Teil heftigen Böen. Wir standen zu diesem Zeitpunkt schon auf dem reserviertem DOC Campingplatz und haben das schlechte Wetter mit einem Film + lesen überbrückt. Der Platz füllte sich zum Abend gehörig, so dass wir ein frühen Aufbruch am nächsten Tag favorisierten.
Um 07:00 Uhr sind wir losgefahren und haben die letzten 50km mit ein paar Fotostops gemeistert. Immer wieder bekommen wir fantastische Ausblicke auf die tolle Fjordlandschaft geboten.
Das Wetter meinte es an diesem Tag gut mit uns. Das Fjordland ist eine der regenreichsten Gegenden Neuseelands, wo es im Durchschnitt an 182 Tagen regnet. Die Gegend ist für ihre hohen Niederschlagsmengen bekannt und kann das ganze Jahr über kühle Temperaturen aufweisen. Im Sommer liegen die Temperaturen in der Regel bei 18 Grad, aber wie gesagt…wir hatten Glück.
Am Anleger vom Milford Sound gab es einige Bootstour Anbieter. Wir suchten uns die erste mögliche Tour aus. Es stellte sich heraus, dass wir nur 11 Personen auf dem Boot sind. Somit hatten wir eine 2h VIP Bootstour durch den Milford Sound, was für jeden an Bord, ausreichend Platz zum fotografieren bedeutete. Wir schipperten entlang des Fjords, bestaunten die Felswände, die vielen Wasserfälle (einige bis zu 1000m Fallhöhe) und das einzigartige Panorama. Der 16 Kilometer lange Fjord wurde als das achte Weltwunder bezeichnet, und jeder, der hierher kommt, kann das gut nachvollziehen.
Nach der Bootstour sind wir der Empfehlung gefolgt und haben uns auf die 3h Wanderung zum Lake Marian gemacht. Der Wanderweg war steil, steinig, schweißtreibend und man musste gehörig auf den nächsten Schritt bei den gerade mal 3,1km langen Track achten. Als Belohnung kamen wir nach 1,5h an einem kristallklaren Bergsee an, welcher von bis zu 2474 m hohen Berggipfeln flankiert ist. Was für ein toller Anblick, doch leider zogen schon wieder dunkle Wolken auf.
Daher sind wir „schnell“ (1,5h) herunter gewandert und haben den nächsten Fotostop angesteuert. Dort empfingen uns auf den Autodächern der abgestellten PKW der wahrscheinlich unbeliebteste Vogel Neuseelands. Der Kea ist eine höchst intelligente Papageienart, die in Neuseelands Hochgebirgen auf der Südinsel, beheimatet ist. Sie sind überaus elegante Flieger und haben ein wunderschönes glänzend-grünes Gefieder mit roten Federn an der Unterseite der Flügel und auf dem Rücken, ebenso einen kräftigen Schnabel und scharfe Krallen. Außerdem sind sie perfekt auf ihren eher kargen Lebensraum im Hochgebirge angepasst und haben eine unglaubliche Neugier und Zutraulichkeit entwickelt, die sie neben dem Hunger bei der Nahrungssuche unterstützt und sie alles, was potenziell essbar ist, aufs Genaueste untersuchen lässt. Das haben wir sofort erlebt, denn jeder Auto, was auf den Parkplatz führt, wurde von den Keas sofort inspiriert. Fenster- und Türgummis, Scheibenwischerblätter und auch Schläuche unter dem Auto, wurden mit den kräftigen Schnäbeln angeknabbert. Auch wir lachten und machten Fotos wie alle andern, aber als die frechen Kerle versuchten an unserem Camper irgendwelche Schläuche durchzubeißen, hörte der Spass auf. Zum Glück kam schon das nächste Auto auf den Parkplatz gefahren, so dass das Interesse an unserem nachließ. Beim bearbeiten eines Autodachfensters konnten wir noch ein paar schöne Bilder vor dem verlassen des Parkplatzes machen. Was für eine schöne Begegnung mit den neugierigen und schlauen Keas.
Fazit: Der Milford Sound ist eine von Neuseeland beeindruckendsten Naturattraktionen und ist ein wahrhaft magischer Ort.
ABER - bei jede Medaille hat eine Kehrseite und diese heißt: Sandflies.
Die Sandflies treten besonders gerne dort auf, wo es schön ist: So findet man sie in großen Massen vorallem im Fjordland der Südinsel. Die Maori haben dafür folgende Erklärung:
Als Tū te Rakiwhanoa die Fjorde erschuf, war sein Meisterwerk Piopiotahi – der Milford Sound. Als die Göttin des Todes, Hine-nui-te-po, die Arbeit von Tū te Rakiwhanoa begutachtete, hatte sie Angst, dass die Menschen beim Anblick der Schönheit dieses meisterhaften Fjordes vergäßen, dass sie Sterbliche waren und Arbeiten müssen. Daher schuf sie Te Namu, die Sandflies, damit die Menschen nicht faul waren und in Bewegung blieben.
Am besten und einfachsten gegen Sandflies helfen lange Anziehsachen und es zu vermeiden, in der Morgen- oder Abenddämmerung draußen zu sein, da zu den Zeiten die meisten hungrigen Sandflies unterwegs sind. Wie die Sage der Maori schon feststellte: es hilft auch in Bewegung zu bleiben, denn Sandflies beißen selten sich bewegende Ziele. Aber ein Urlaub in Neuseeland ohne von Sandflies gebissen zu werden, gibt es nicht!
Wir verlassen fürs erste das Fjordland, natürlich mit etlichen bissen und fahren weiter nach Queenstown. Mekka des Abenteuersports und weltweit bekannt als die Actionhauptstadt der Welt. Warum Queenstown mit seinen gerade einmal vierzigtausend Einwohnern diesem Ruf gerecht wird, wird uns schnell klar. Mehr als zweihundert verschiedene Outdoor-Aktivitäten kann man hier buchen. Dabei reicht die Spanne vom simplen Trekking über Mountainbiken, Bungeejumpen, Wildwasserraften, Fallschirmspringen, Speedboat fahren, Wasserski fahren, Pferde reiten, Tauchen, Klettern, Ski fahren und Segeln bis zu allerlei skurrilen Aktivitäten wie Frisbee-Golf oder das Fahren eines High-Speed-U-Bootes in Form eines Haifisches. Sachen gibts, die gibts wirklich nur hier. Zu einer der abgefahrenen Aktivitäten können wir uns nicht durchringen, da diese auch abgefahren teuer sind.
Aber auch die Lage von Queenstown kann brillieren. Im mittleren Abschnittes des schönen Lake Wakatipu und an den östlichen Ausläufern der Neuseeländischen Alpen, bietet diese Stadt ein wunderschönes Panorama. Deshalb machen wir was ganz verrücktes und fahren mit der Gondel hoch zum Aussichtspunkt und bestaunen die Landschaft. Ein Spaziergang an der Seepromenade, ein leckeres Eis und schon haben ich von den Menschenmassen die Nase voll. Jeder Adrenalin Junkies wird hier fündig, aber wir heute nicht. Darum fahren wir weiter Richtung Lake Tekapo.
23 Kilometer östlich von Queenstown auf dem Highway 6 kommen wir an der Kawarau Bridge vorbei. Die Hängebrücke über den Kawarau Fluss ist sehr populär für Bungee-Sprünge und war der erste Ort weltweit, an dem organisiertes Bungee angeboten wurde. Der Fluss ist wunderschön hellblau, links und rechts 43 Meter hohe Felswände. Über diesen Fluss führt die bekannte Kawarau Bride. Daneben befindet sich eine Aussichtsplattform mit Cafe, von der aus man im Minutentakt Leute in die Tiefe springen sieht. Die ganze Anlage ist sehr modern, serviceorientiert und lädt auch nicht Springer zum verweilen ein.
Der heute 66 Jahre alte Alan John Hackett ist ein Unternehmer, der den Extremsport Bungee-Springen populär gemacht hat. 1987 wurde er bekannt, als er (illegal) vom Eiffelturm in Paris sprang. Danach fing er an, (legal) Sprünge von der Kawarau-Hängebrücke anzubieten.
Wir sehen uns die mutigen Verrückten an, fotografieren ein paar Absprünge und machen uns wieder auf dem Weg. Entlang am Kawarau Fluss kommt für uns noch ein folgenschwerer Aussichtspunkt. Wir parken, gehen zur Aussichtsplattform, bestaunen den reißenden Fluss in der tiefen Schlucht und flüchten wiedermal vor den garstigen Sandflies. Dann passiert‘s, was uns viel Zeit und Geld kostete. Ich mache die Schiebetür vom Camper zu, wir beide stehen draußen, nur der Autoschlüssel liegt noch mittig auf der Küchenzeile. Dank des Logsystems verriegelt sofort das Auto automatisch alle Türen.
Alle Bemühungen, die Türen, Schiebefenster oder Heckklappe doch noch irgendwie aufzubekommen, blieben erfolglos. Ich musste erstmal lauter als die Mädchen beim Bundee Sprung schreien. Fuck - und nun????
An der selben Stelle, wo wir nun standen, hatte eine neuseeländische Frau eine Reifenpanne. Kurz nach meinem folgenschweren Fehler, hatten sie mich um Hilfe gebeten. Was für ein ungünstiger Zeitpunkt. Hier kürze ich mal die Sorry ab. Sie hatte für uns den Nz. ADAC angerufen - welcher 1,5h später eintreffen sollte. Um mein Kama zu verbessern (hatte ja auch nichts anderes vor), habe ich den, von der Frau zu Hilfe herbeigerufenen, Ehemann gezeigt, wie man bei einem Mercedes den Wagenheber positioniert und das Werkzeug zum Reifenwechsel richtig einsetzt. Dabei hatte er auch eine kostenlose Deutsch Lektion von mir bekommen. Es ging ja schließlich um ein hochwertiges deutsches Automobil, da waren schließlich Deutschkenntnisse von Vorteil.
Na ja, es war ja der 06.12. - also Nikolaus und unserer Nikolaus kam wie gesagt nach 1,5h bzw. gefühlt tausend Sandfliesbissen.
Es dauerte genau 3min, dann war die Fahrertür wieder offen und der Schlüsse in meiner Hand. Oh man, dass war ein Erlebnis, auf das ich gerne verzichtet hätte.
Der Autoknacker meinte noch lächelnd, dass wir den Zahlungsbeleg an den Weihnachtsbaum hängen sollten….hohoho.
Wegen der „geringfügigen“ Verzögerung sind wir schnurstracks zum nächsten Campingplatz gefahren und haben das erlebet mit einem Wein heruntergespült.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Fahrt zum Lake Tekapo fort. Diese führt uns durch das Landesinneren, wo wir plötzlich eine ganz karge Landschaft mit sanften Hügeln durchqueren. Nach ein paar Stunden hinterm Lenkrad, kommen wir am Lake Pukaki an. Dort befinden sich einige Lachsframen und ein Infocenter, wo es für uns nicht nur neues Kartenmaterial gab.
Leckeres Sashimi (ist in der japanischen Küche eine beliebte Zubereitungsart von rohem Fisch) wurde dort auch verkauft. Mit einer toller Aussicht über den Lake Pukaki zum Mount Cook haben wir das Sashimi genossen. Nun ware es nur noch ein paar Kilometer bis zum Lake Tekapo, welcher sich ziemlich genau im Zentrum der Südinsel befindet.
Der See besticht durch seine außergewöhnlich türkisblaue Farbe, welche vom Gletscherschmelzwasser gespeist wird und seine traumafte Lage zwischen schneebedeckten Bergketten. Der Ort Tekapo am See ist stark touristisch ausgerichtet mit Cafés, Souvenirgeschäften und teuren Unterkünften. Leider war der Campingplatz am See ausgebucht. Enttäuscht darüber, müssen wir nun unser Übernachtungsplanung verändern. Hier ist Hauptsaison, es sind so viele Camper, Vans oder Leute mit dem Zelt unterwegs, dass wir nun immer vorplanen müssen.
Ich persönlich finde es doof, da unsere mobile Freiheit somit etwas eingeschränkt wird.
Also sehen wir uns mit vielen anderen Leuten, den Ort an, spazieren zur historischen Kirche und bestaunen die Szenerie. Klar war, dass wir bei diesem türkisblauem Wasser am 07.12. beladen gehen. Es blieb bei einem mal kurz rein und schnell wieder raus, da Schmelzwasser doch recht kalt ist. Wir fahren wieder zurück zum Lake Pukaki, wo wir mit vielen anderen Campern einen schönen einfachen Stellplatz mit Blick zum Mount Cook hatten.
Am nächsten Tag (2. Advent) begleitete uns Dauerregen mit starken Windböen. Wir verbringen den Tag im Camper mit lesen und schreiben. Hoffentlich wird das Wetter am Montagmorgen besser, denn dann startet unser nächstes Erlebnis.
Der DOC Campingplatz auf dem wir hier stehen, ist einer der schönsten des Landes. In die neuseeländischen Alpen eingebettet, liegt der Platz am Ende eines Tals. In den kurzen wolkenfreien Momenten, kann man die Schönheit sehen.
Vg….einen schönen zweiten Advent….die Bornis nächstes ziel: Wanaka, Fox - & Franz Josef-Gletscher
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