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Curio Bay | Neuseeland | Montag - 02.12.2024 - 08:12 - GOOGLE MAPS 
30 Entlang der Ostküste südwärtsOamaru
Hier kommen wir am späten Nachmittag an. Der Campingplatzwart sagte uns, dass die Zergpinguine bis zur BBQ Platz, welcher nur 10m von unserem Stellplatz entfernt ist, am Abend und in der Nacht kommen. Unserer erste Gedanke war, dass er uns den Stellplatz nur schönreden wollte, aber wir wurden später eines besseren belehrt.
Im Bereich des Hafens lebt die Oamaru Blue Penguin Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen. Wir spazieren am Abend zur Kolonie und beobachten die kleinsten Pinguine. Bis heute leben Pinguine vereinzelt auch unter einigen der strandnahen Schuppen. Nach Einbruch der Dunkelheit machen sie sich dem Weg zu ihren Nestern.
Scheinbar haben ein paar Pinguine unter der Terrasse der BBQ Stelle ihr Nest.
Am nächsten Morgen machen wir noch einen kleine Stadtbummel, bevor die Fahrt weitergeht.
Oamaru weist eine nahezu geschlossene Bebauung aus viktorianischer Zeit auf und gilt als eine der beeindruckendsten historischen Gesamtanlagen Neuseelands. Dieser Stadtteil und das Hafenviertel stehen unter Denkmalschutz.
Mit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das kulturelle Erbe zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Es wurde um historische Einrichtungen ergänzt, etwa die Museumseisenbahn der Oamaru Steam and Railway Society, die die Gleisanlage des ehemaligen Hafens nutzt. Viele Künstler haben sich dort angesiedelt, wodurch die Stadt nochmal attraktiver wird.

Weiter geht unsere Tour Richtung Süden auf der A1 zu den Moeraki Boulders.
Die Boulders sind eine Anzahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Steine (Konkretionen) am Koekohe Beach. Die grau gefärbten Steine liegen einzeln oder in Gruppen an der Küste. Die Erosion des hier an der Küste anstehenden Schluffsteins, werden durch die Wellen legt regelmäßig weitere Kugeln frei.
Die Boulders wurden bereits 1850 in Berichten der Kolonialverwaltung erwähnt und wurden so zu einer touristischen Sehenswürdigkeit, welche wir uns natürlich auch angesehen haben.

next stop - Dunedin
Dunedin ist entsprechend seiner Einwohnerzahl die fünftgrößte Stadt des Landes, gilt aber politisch, wirtschaftlich und kulturell als die viertwichtigste Stadt Neuseelands hinter Auckland, Wellington und Christchurch und ist zugleich Hauptstadt der Region Otago. Dunedins ältester und wichtigster Wirtschaftszweig ist der Bildungssektor. Als einstmals größte und reichste Stadt des Landes hatte Dunedin die erste Universität im Land. Mit der University of Otago, dem größten und wichtigsten Arbeitgeber der Stadt, und den verschiedenen High Schools und Colleges, beherbergt die Stadt jährlich rund 25.000 Studenten aller Bildungseinrichtungen. Das erklärt auch die Kneipendichte im Stadtzentrum. Der Tourismus ist in dieser Region eine wachsende Branche.

Wir schlendern durch die Stadt und bestaunen Kirchen, entdecken Streetart, genießen den guten Kaffee und erkunden das Stadtzentrum. Nur ca. 5 min Fußmarsch vom Zentrum befindet sich der sehr sehenswerte Bahnhof.
Die Dunedin Railway Station ist das historische Gebäude Dunedins. Der 1906 errichtete Repräsentationsbau, der einmal im Jahr zum Laufsteg für die größte Modenschau der Region wird, beherbergt heute die Betriebsräume der Taieri Gorge Railway, ein Restaurant, eine Galerie sowie die New Zealand Sports Hall of Fame.
Wir bestaunen das Bauwerk und sind beeindruckt vom perfekten Zustand. Wir fahren weiter zur Baldwin Street im Nordteil der Stadt, die bis 2019 im Guinness-Buch der Rekorde als steilste Straße der Welt geführt wurde. Da Asphalt wegen des starken Gefälles ( 35 %) abrutschen würde, wurde die Straße mit Betonplatten gepflastert. Wir besteigen die Straße, welche nur für Anwohner befahrbar ist. Von oben hat man eine gute Aussicht in Richtung Stadtzentrum. Auf dem Abstieg kommen uns Schulkinder entgegen, wobei einige scheinbar sehr genervt sind, über die Lage des Elternhauses.
Am Nachmittag fahren wir auf die 30 km lange und bis zu 12 km breite Halbinsel Otago Peninsula. Ursprünglich der östliche Teil des Kraterrandes eines kollabierten Vulkans, mit all seinen Ausläufern, gewährt die Halbinsel mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft und vielen verschiedenen Geländeformen faszinierende Einblicke in Täler, Buchten und auf den Ozean.
Die Otago Peninsula ist bekannt für die putzigen Gelbaugenpinguine, auch Hoiho genannt. Hier ist einer der besten Plätze, um diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Leider hatten wir bei der geführten Tour kein Sichtungsglück. Trotzdem haben wir vier Pinguine im privaten Sanatorium aus nächster Nahe gesehen.
Wir besuchten auf der Halbinsel die Buchten von Sandfly und Allans. Beide sind fast menschenleere Strände, mit viel Treibholz, ordentlichen Wellen und Pelzrobben und Neuseeländische Seelöwen. Die Robben liegen entspannt am Strand und lassen sich aus geringer Entfernung gut beobachten bzw. fotografieren.
Am Abend hatten wir noch ein kulturelles Highlight in Dunedin. Im baroken Regent Theater haben wir uns die australische Show - Dancing Queen: A Tribute to ABBA angesehen. Weit davon entfernt, " nur eine weitere Coverband " zu sein, war die zweistündige Show sehr unterhaltsamer und eine energiegeladene musikalische Darbietungen für alle ABBA-Fan‘s. Es wurde laut mitgesungen und getanzt. Wir hatten unseren Spaß und haben den Abend sehr genossen.

Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Süden zum Nugget Point.
Zu erreichen ist das bis zu 133 m hohe Kap über das kleine Dorf Kaka Point auf der Küstenstraße entlang bis zum Parkplatz und von dort aus führt einen 850 m langen Fußweg, der direkt zum Nugget Point Lighthouse. Von dort aus hatten wir eine fantastische Aussicht auf den Pazifischen Ozean und die hiesige Steilküste.
Dem Kap vorgelagert befinden sich auf einer Länge von rund 750 m zahlreiche aus seichtem Wasser herausragende Felsen (den Nuggets - Goldklumpen) , die für den Namen des Kaps sorgten.
Auf unserer Liste stand nun als nächstes der Purakaunui Wasserfall, welcher der „schönste“ und der meist fotografierteste Wasserfall Nz sein sollte.
Die Purakaunui Falls sind eine Kaskade mehrerer Wasserfälle des Purakaunui Flusses. Die Fallhöhe beträgt zwar nur 20 m, dennoch dienen sie als ein Wahrzeichen für Südost-Neuseeland und sind auf einer neuseeländischen Briefmarke von 1976 abgebildet. Uns hat der Anblick nicht umgehauen, aber nach dem vielen Fahren, ist eine kurzer Spaziergang eine willkommene Abwechslung für unseren Körper.

Letztes Tagesziel: Curio Bay
Die Bucht liegt wenige Kilometer östlich des Slope Point, des südlichsten Punkts der Insel, im Gebiet der Catlins.
Die Bucht bildet unter anderem den Lebensraum für Spezies der Ohrenrobben. Im Sommer und Herbst sind zudem Hector-Delfine anzutreffen, die ausschließlich in neuseeländischen Gewässern vorkommen. Wir haben leider keine gesehen. Die Region bildet außerdem Nistplätze für die seltenen Gelbaugenpinguine, die ihre Eier hier im Herbst legen und deren Junge im Frühling mausern. Es gab drei Aussichtspunkt, von denen aus man die Pinguine in der Abenddämmerung beobachten konnte. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang positionierten wir uns auch an einem der Aussichtspunkte. Die Sonne ging unter, die Erwartung wurde immer großer, doch leider hatten wir auch hier kein Sichtungsglück. Durchgefroren haben wir das Unterfangen, doch noch ein Gelbaugenpinguine zu sehen, abgebrochen.
Am nächsten Morgen haben wir noch einen besonderen Waldspaziergang gemacht.
Dies könnte der einzige Ort auf der Welt sein, an dem ein lebender Wald so nah an einem freiliegenden versteinerten Wald liegt. Die Matai- und Totara-Bäume in diesem Wald sind wahrscheinlich direkte Nachkommen der Bäume im versteinerten Wald auf der anderen Straßenseite (Küstenplateau), der auf die Jurazeit zurückgeht, als Dinosaurier die Catlins durchstreiften. Mit dem Gefühl beim durchqueren des Waldes eine alten Welt entdeckt zu haben, führen wir weiter Richtung Süden.

In Bluff findest wir nicht nur den Hafen, den Anleger für die Fähre nach Stewart Island, Streetart und den bekannten Aussichtspunkt Stirling Point. Bluff ist auch wirtschaftlich ein sehr wichtiger Ort für Neuseeland.
Auf Tiwai Point, einer Landzunge am Eingang des Naturhafens von Bluff, befindet sich eine der größten Aluminiumhütten der Welt. Es ist einer der größten Industriestandorte Neuseelands und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Landes.
Die Aluminiumhütte als größter Energieverbraucher benötigt ein Drittel der Energie der Südinsel und 15 % der Energie Neuseelands. Das ist irgendwie schon beeindruckend.
Wir fahren, wie die meisten, bis zum Stirling Point und machen ein paar Fotos.
Gleich neben dem Wegweiser führt die große Ankerkette in die Meerenge der Foveaux Strait, um die Südinsel – Waka (das Kanu), auf Stewart Island – Punga (dem Anker) festzuhalten. Nördlich von Oban, in der Lee Bay, befindet sich das Gegenstück dazu.
Eine wunderbare Idee.

In der Stadt Invercargill wird nochmal getankt und der Kühlschrank wieder gefüllt, denn nun gehts auf der Südinsel an der Westküste wieder nach oben. Die West Coast, oder „the Coast“, wie die Einheimischen sagen, ist eine wilde Region der Flüsse, Regenwälder, Gletscher und atemberaubenden Geologie, welche nun von uns entdeckt werden soll.

Vg….die Bornis

P.S. Nun beginnt in Deutschland die Adventszeit. Hier bekommten wir davon nicht viel mit. Die Städte sind zwar weihnachtlich dekoriert, aber Adventszeit und Weihnachtsmärkte kennt man hier nicht. Für uns ist das schon komisch, in den Statusbilder Weihnachtsmärkte, Glühwein und Adventskerzen zu sehen.
Nun merken wir auch, wie weit und lange wir von der Familie, von Freunden und Kollegen weg sind.
Sollte jemand trotz Weihnachtsstress in der besinnlichen Zeit Lust haben, uns eine Nachricht per Mail (born.thomas@gmx.de / born-kerstin@gmx.de) zu schreiben, würden wir uns sehr freuen.
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Oamaru | Neuseeland | Donnerstag - 28.11.2024 - 10:09 - GOOGLE MAPS 
29 Christchurch, Pottwal und Delfine & unser CamperNun sind wir am andern Ende der Welt in Aotearoa, was die Māori-Bezeichnung für Neuseeland ist.
Das Land „der langen weißen Wolke“, wo es mehr Schafe als Einwohner gibt, Land der Maori und der Kiwis, Land der Legenden….das schönste Land der Welt….dies gilt es in den nächsten Wochen zu eindecken.
Nach dem sehr entspannten Flug mit dem A380 sind wir nun in Christchurch angekommen. Mit dem Uber ging es schnelle zum Hotel. Wir freuten uns auf zwei gemütliche Nächte im Hotelbett, was wir in den vergangenen Wochen nicht hatten.

Christchurch
Die mit 380’000 Einwohnern grösste Stadt der Südinsel ist gleichzeitig auch die älteste Stadt Neuseelands.
Christchurch wurde 1856 offiziell gegründet und gilt als die „englischste Stadt“ des Landes. Tatsächlich erkennt man auch nach dem Wiederaufbau diesen britischen Einfluss an jeder Strassenecke, sogar wortwörtlich: Alle Strassen, Plätze und sogar der Fluss sind nach wichtigen Orten oder Wahrzeichen Englands benannt. Bei einem Blick auf den Stadtplan fällt das Gittermuster der Strassen in der Innenstadt auf.
Christchurch ist moderne und lebendige Stadt: Einkaufen und ausgehen ist hier ebenso möglich, wie in zahlreichen in Museen und Gallerien Kunst und Geschichte zu erkunden.
Am 22. Februar 2011 wurde Christchurch Opfer des schlimmsten Erdbebens in der Geschichte Neuseelands. Das Erdbeben ereignete sich um 12:51 Uhr – zur Hauptgeschäftszeit. Die Straßen und Bürohäuser der Innenstadt waren gefüllt mit Menschen. Viele von ihnen wurden unter Häuser-Trümmern begraben, die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Tage an. Fast 6’000 Personen wurden verletzt, 185 Menschen kostete das Erdbeben das Leben. 1’500 Gebäude wurden bis zum September 2013 ganz oder teilweise zerstört.
Das Erdbeben hielt endlose 24 Sekunden an. Danach hatte sich Christchurch für immer verändert.
Viele der historischen Häuser hielten dem Beben nicht stand und fielen in sich zusammen. Das grösste Opfer: Die Christchurch Cathedral, heißgeliebtes Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche wurde vor allem durch die heftigen Nachbeben so sehr zerstört, dass sie seit inzwischen 13 Jahren nicht mehr betreten werden kann. Wie ein trauriges Denkmal wartet sie nun mitten in der Stadt auf ihr Schicksal. Inzwischen wurde entschieden, dass sie wieder Stein für Stein neu aufgebaut werden soll.
Die Einwohner Christchurchs nennen ihre Stadt „City of Cranes“, Stadt der Kräne: Baustellen,Kräne und Pylonen in grellem Orange dominierten das Stadtbild. Auch nach so vielen Jahren sind in der Stadt Aufbauarbeiten im Gange. Dies sieht und hört man überall.
Wir bummeln durch die Stadt und besuchen die New Regent Street. Dieser schmale Strasse wird als die hübscheste Strasse Neuseelands bezeichnet. Die pastellfarbenen Häuser wurden Anfang des letzten Jahrhunderts im spanischen Stil erbaut und gehören seitdem zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Christchurch. Dank ihrer stabilen Bauweise wurden die Häuser während der Erdbeben-Katastrophe kaum beschädigt. Eine historische Straßenbahn, mit welcher man das überschaubare Stadtzentrum besichtigen kann, fährt mitten durch die schmale Gasse.
Weiter geht es zum schönen, historischen Worcester Boulevard. Hier findest man auf der einen Seite viktorianische Holzvillen und auf der anderen Seite imposante Steinbauten mit vielen Kunstbetrieben, Läden und Cafés. Wir besuchen die Christchurch Kunst Gallerien und sehen uns die Ausstellung Dummies & Doppelgängers an, welche erneut kostenlos ist. Wir stellen fest, dass wir im Alltag viel öfters Ausstellungen besuchen sollten.
Weiter gehts in Zentrum des CBD (Central Business District). Mit Blick auf den Avon River schlendern wir durch den Riverside Market. Das ist ein Indoor-Bauernmarkt, in dem lokale Produkte, Fleisch, Meeresfrüchte, Backwaren, Kaffee verkauft werden.
Ein Spaziergang durch den vor über 150 Jahren gegründeten Christchurch Botanic Gardens darf natürlich nicht fehlen. Wir genießen den Park und das schöne Wetter.
Und zu guter Letzt lässt man in Christchurch auch ein urbanes Phänomen offiziell leben: Street Art. Künstler aus aller Welt haben die Gelegenheit ergriffen und sind auf die Strasse gegangen, um Meisterwerke der Farbe und Kreativität zu schaffen, welche nun Gebäudewände schmücken.
Wir hatten eine gute Zeit in Christchurch, aber nun wollen wir wieder für 6 Wochen durch das Land fahren und uns die Schönheiten ansehen.

Pünktlich sind wir am nächsten Tag beim Vermieter - Kiwi Camper. Anders als in Australien sind wir hier die Einzigen, die einen Camper abholen. Den Schriftkram ist schnell erledigt, doch der Camper ist noch nicht bereit. Wir warten ca. 2h, da noch irgend was am Wassertank repariert werden muss. Dann kam der Camper endlich und mit Ihm leider auch die Ernüchterung. Der gute war Bj. 1999 und ein Blick auf den Kilometerstand verriet, dass die besten Jahre schon lange vorbei waren. Der Benziener hatte über 609.000km auf dem Buckel, war ein Schaltwagen und klapperte an allen Ecken und Enden. Das war nun unser gemieteter Camper. Wir räumten unser Gepäck ein, machten es uns gemütlich - so gut es ging und düsten Richtung Kaikoura ab. Auf dem Weg dorthin bemerken wir, dass wir Flüssigkeit verlieren. Der Fahrerspiegel klappte bei jedem entgegenkommenden LKW ein und ich versuchte die Gänge wie beim Suppen umrühren zu finden. Hinzu kam, dass wir bei jedem Anstieg ein Verkehrshindernis waren und dies wurde freundlicherweise mit Lichthupe bestätigt.
Somit war für mich der Start des Roadetrips etwas unentspannt.
Abends sind wir dann doch noch in Kaikoura angekommen.
Für den nächsten Tag haben wir eine Delfin - Wale Tour gebucht, da dies u.a. das Highlight hier ist. Die malerische Küstenstadt Kaikōura ist der perfekte Ort, um Meeresbewohner zu beobachten und an der Küste entlang zu spazieren.Die Landschaft in Kaikōura ist spektakulär: Die Stadt liegt zwischen der zerklüfteten Seaward Kaikōura Range und dem Pazifischen Ozean. Auf den Bergspitzen liegt noch ein wenig Schnee und die langen weißen Wolken mit blauem Himmel begrüßen uns am Morgen.
Wir machen einen langen Spaziergang bis zur Robbenkolonie und beschießen am nächsten morgen die Robben erneut zu besuchen.
Pünktlich sind wir am Office für den Whale Watching Ausflug. Wale zieht es aufgrund der ungewöhnlichen Unterwasserlandschaft in die Gewässer vor Kaikoura. Der Festlandsockel fällt schnell in eine Reihe von Tiefseegräben ab. Hinzu kommt, dass hier eine warme Strömung aus dem Norden auf eine Kaltströmung aus dem Süden trifft. Dadurch werden Nährstoffe aus den Tiefen des Ozeans nach oben geschwemmt; ein Phänomen, das allen Arten von Meereslebewesen, von Plankton und Krill bis zu Delfinen und Walen, zu Gute kommt. Dementsprechend gibt es hier eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit Delphine und ganzjährig Pottwale zu sehen.
Wir fahren mit ein Katamaran, welcher bis zu 60 Km schnell ist, raus zum Unterwassercanyon. Von weitem sind bereits die springenden Delfine erkennbar. Hierbei handelt es sich um Schwarzdelfine, welche sich in Kaikōura das ganze Jahr aufhalten und in Schulen von mehr als Hundert bis über 1000 Delfinen zusammenleben. Beim Eintreffen kommen etliche Delfine zum Boot und kreuzen vor dem Bug. Dieser Glücksmoment bleibt unvergesslich. Was für eine Freude, den Delphinen beim umherjagen, springen und Salti schlagen zuzusehen.
Wir fahren ein paar Minuten weiter und sehen die Tiefen auf einem Monitor angezeigt. Jetzt waren wir über den Canyon, mehrere Tausend Meter über dem Meeresboden.
Hier jagt der Pottwal hauptsächlich Tintenfische und Kalmare in einer Tiefe bis zu 2000m. Die Jagt kann bis zu zwei Stunden dauern. Wir sehen einen Pottwal, welcher gerade aufgetaucht ist und für ca. 10 min Luft für den nächsten Tauchgang holt. Das Luft holen kann man sehr weit hören. Wie eine kleine Insel treibt der Pottwal neben dem Schiff durchs Meer. Der Kapitän fordert alles Passagiere auf, Ihre Kameras vorzubereiten, denn kurz danach nimmt der Wal etwas Schwung und taucht ab. Dabei gleitet er ganz gemächlich in die Tiefe und zeigt allen seine riesige Schwanzflosse. Es ist immer wieder atemberaubend Wale zu sehen.
Nun nimmt der Kapitän wieder Kurs Richtung Küste, wo wir uns noch eine andere Delfin Art ansehen. Die Hector-Delfine sind mit einer Länge von 1,5m die kleinsten Ihrer Art und kommt ausschließlich in den Gewässern um Neuseeland vor.
Wir beobachten das verspielte treiben der Delfine und freuen uns über diese wunderbaren Begegnungen.
Am nächsten Morgen fahren wir gegen 7:30 Uhr zur Robbenkolonie und beobachten die zum Teil verschlafenden Roben. Wir spazieren den Workway entlang und sehen Robbenbaby mit Mutter. Mit den großen Kulleraugen sieht uns das Kleine an. Wir bleiben eine Weile dort und machen viele Fotos von den süßen Robbenbaby.
Anschließend kehren wir zum Parkplatz zurück, haben ein leckeres Frühstück mit sagenhaften Ausblick und machen uns danach auf den Weg, nach Christchurch um das Camperproblem zu lösen.
Dort angekommen, haben wir alle Mängel aufgezählt, gezeigt und um eine Lösung gebeten. Da hier gerade die Hauptreisezeit ist, gab es keinen Ersatz in unserer gebuchten Klassen. Nach einer längeren Verhandlung, haben wir uns auf ein neueren Camper mit Automatik geeinigt. Dieser Camper ist ursprünglich für 5 Personen vorgesehen (uns eher unverständlich wie man so reisen kann), aber nun haben wir ausreichend Platz. Natürlich mussten wir einen ordentlichen Differenzbetrag zahlen, aber Sicherheit und Komfort für die kommenden 6 Wochen gehen vor.
Wir richten uns vor Ort ein, verstauen unsere Sachen und machen uns anschließend auf den Weg nach Oamaru. Sicherer, bequemer und schneller werden wir uns jetzt hier in Neuseeland fortbewegen.

Vg …die Bornis
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Sydney | Australien | Samstag - 24.11.2024 - 10:40 - GOOGLE MAPS 
28 Sydney - mega CityKeine Frage: Sydney ist der Wahnsinn! Mit über 5 Millionen Einwohnern ist Sydney die größte Stadt des Landes und gleichzeitig eines der beliebtesten Ziele in ganz Australien. Die im Bundesstaat New South Wales gelegene Megametropole hat uns von der ersten Sekunde an gepackt – sogar so sehr, dass wir am liebsten viel länger geblieben wären. Aber wir haben nun mal „nur“ 3 Tage, welche wir intensiv genutzt haben und die Stadt ausführlich zu Fuß erkundet haben.

Wir besuchten in der der Stadt:
Opera House
Die Sehenswürdigkeit, die einfach zu jedem Sydney Besuch dazu gehört. Kein Wunder, denn das Gebäude zählt zu den bekanntesten und markantesten Gebäuden des 20. Jahrhunderts. Seit 2007 zählt es sogar zum Unesco-Welterbe. Doch wie ist es nun unmittelbar davor zu stehen? Wir finden, dass das Gebäude aus der Ferne besser wirkt. Natürlich ist dieses Bauwerk beeindruckend aber das Große Ganze mit ein paar Metern Abstand zu betrachten, hat uns mehr fasziniert.

Harbour Bridge
Von einem Wahrzeichen zum nächsten, welches nur 1,5km entfernt liegt. Die Sydney Harbour Bridge ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Sydneys, wenn nicht sogar der Welt. Als größte Stahlbogenbrücke der Welt erstreckt sie sich über den Hafen von Sydney und bietet fantastische Ausblicke auf das Sydney Opera House.
Wir haben die Möglichkeit einer Brückenbesteigung genutzt, um den einzigartigen Ausblick auf die Skyline, den Hafen und die Opera zu haben. Hierfür kann man eine sehr gut gesicherte Besteigungen in kleinen Gruppen durchführen. Zuerst gab es eine einer Einweisung. Alle wurden mit der entsprechenden Ausrüstung (Anzug Geschirr, Headset und Basecap) ausgestattet. Schmuck, Uhren und Handy mussten aus Sicherheitsgründen zurückgelassen werden. Über Leitern und Stegen sind wir dann bis zur Bogenkonstruktiongelaufen. Dort angekommen führte der weg auf dem Bogen weiter. Mit jedem Meter hoher wurde der Ausblick unglaublicher. Wir hatten beste Sicht über ganz Sydney und konnten die Ausdehnung dieser Stadt erstmal bestaunen. Die moderne Hochhäuser, die vielen Schiffe / Fähren/ Segelboote , die Opera, Hubschrauber welche im Dauerbetriebe über die Brücke flogen, die Villen & Lagerhäuser und und und ….wir haben dieses Erlebnis fest abgespeichert und waren sehr froh, dass wir trotz des stolzen Preises diese 3 stündige Erfahrung gemacht haben. Diese Aktivität ist eine klare Empfehlung von uns, welche man auch im dunklen machen kann.

Botanischer Garten
Die grüne Lunge Sydneys ist ein wahres Naherholungsgebiet. Diese Oase liegt östlich vom Opera House und lädt zum verweilen ein. Wir spazieren durch den Garten, bestaunen immer wieder die abwechslungsreiche Skyline und landen letztlich an der denkmalgeschützten Woolloomooloo Finger Wharf. Die Struktur ist der längste verpfählte Kai der Welt.Die ehemalige Werft und Passagierterminal ist jetzt ein Yachthafen, Wohngebäude, ein Hotel und mehrere Restaurants. Vor dem Komplex stehen mehrere Skulpturen, welche diese Gegend noch exklusiver erscheinen lässt.

Kunstgalerie von New South Wales
Jedes Jahr genießen sehr viele Besucher die Kunstgalerie und die Kunstsammlung. Der Eintritt zu den allgemeinen Ausstellungen mit Werken australischer, sowie europäischer und asiatischen Kunst ist frei.
In der Stadt befinden sich viele kostenfreie Kunst- und Ausstellungsort, was uns sehr gefällt. Der Besuch einer Ausstellung ist immer eine willkommene Abwechslung zu den „Outdoor“ Stadteindrücken.

Bondi Beach
Am Samstag geht es erstmal an den Strand. Mit den Füßen im Sand stehen, die frische Meeresluft genießen und ein paar Sonnenstrahlen tanken - so war der Plan. Wir machten uns quer durch die Stadt auf den Weg (ca. 7 Km), um am berühmten Bondi Beach abzuhängen. Immer wieder sehen wir interessante Ort. Eine Fotoausstellung anlässlich der über 10 Jährigen Rückkehr von Pearl Jam nach Australien - Konzert war am Freitag Abend - tauchten wir in schwarz-weiß Fotografien der Band aus den 90-ziger ein. Na einer weiteren Ausstellung und einigen Kilometern, dachten wir, dass wir das Ziel erreicht haben- Eine Beach, ein Naturpool, viele Leute, ordentlicher Trubel aber es fehlte das einzigartige Schwimmbecken, in welchen wir ein paar Bahnen schwimmen wollten. Der genaue Blick aufs Navi, hat uns schnell den Fehler gezeigt. Wir sind anstelle vom Bondi Beach am Bronte Beach gelandet. Somit haben wir nochmal 2,5 Km auf unser Laufpensum drauf gepackt. Endlich reichten wir den Bondi Beach mit seinem einzigartigen Meereswasserpool.
Neben dem eisblauen Pool ist auch das Bondi Icebergs Club-Gebäude ein wahrer Hingucker. Die weiße Fassade und die Panoramafenster ermöglichen einen atemberaubenden Blick über den legendären Bondi Beach und die tosende Brandung, in die der Icebergs Pool eingebettet ist. Wir ergattern einen Sonnenplatz und schwimmen erstmal ein paar Bahnen, im doch sehr kalten Meereswasser. Zum Glück konnten wir uns in der Sonne schnell wieder aufwärmen und haben die Atmosphäre genossen und die Poser beobachtet. Den Rückweg zum Backpacker haben wir zum Glück mit dem Bus bewältigt.

Des weiteren besuchten wir das sehr quirlige China Town (wir haben dort hervorragend gegessen), the Rock - Bereich mit vielen guten Pubs, waren auf dem Sydney Tower (309m Aussichtsturm) und sind mehrere Cityrouten abgelaufen.

Fazit: Sydney bietet ein wechselt zwischen modern und historischen Gebäuden, die Stadt ist laut aber auch leise (in den vielen Parks), die Stadt hat viele Hochhäuserschluchten, tolle Stadtstrände, eine gut befahrende Wasserstraße, viel Natur, viele Einkaufsmöglichkeiten, entspannte Leute, welche immer hilfsbereit und nett waren. Sydney ist für uns eine wunderschöne Stadt, die für Jeden etwas bietet.
Wir waren nie gestresst von dem Trubel in der Großstadt, was vielleicht auch an der Nähe zur Natur lag.

Wir verlassen etwas wehmütig Australien nach rund 6 Wochen. Die Zeit hier bleibt wegen der tollen Städte, der abwechslungsreichen Landschaften, der tollen Aktivitäten, der einzigartigen Tierwelt und den sehr netten Aussie unvergessen.

Next stop wird nun Neuseeland sein ( +12h zu D). Der Airbus A380 von Etihad hat uns sicher und bequem nach Christchurch gebracht. Nun beginnt das nächste Abenteuer - wir freuen uns sehr auf das Land und die vielen Erlebnisse hier. Wir werden wieder ab morgen (26.11.) mit dem Camper unterwegs sein.

Vg…die Bornis
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Raymond Island | Australien | Mittwoch - 16.11.2024 - 20:23 - GOOGLE MAPS 
27 Küstenstraßen nach SydneyVon Melbourne fahren wir auf dem direkten Weg über die A1 nach Paynesville, denn dort wollen wir uns die 100% tige Chance auf Koalas nicht entgehen lassen.
Raymond Island liegt im Bundesstaat Victoria, ca. 300 Kilometer von Melbourne entfernt und ist eine kleine, teilweise bewohnte Insel im Süden des Landes.
Vom Ortschaft Paynesville sind es nur wenige Meter über die Wollaston Bay bis zur Insel.
Mit der Fähre sind wir morgens kostenlos übersetzen.
Da die Koalas in Victoria Anfang des 20. Jahrhunderts vom Aussterben bedroht waren, wurden ein paar der Tiere nach Raymond Island gebracht: eine grüne Insel ohne größere Gefahren, die sich perfekt zur Fortpflanzung eignet. Den Koalas ging es hier so gut, dass sie sich in Windeseile vermehrten und im Jahr 2010 plötzlich 600 Tiere auf Raymond Island lebten – etwas zu viel für die kleine Insel, die einfach nicht genug Nahrung für so viele neue Bewohner bot. Also wurden 300 Koalas wieder an andere Orte in Victoria umgesiedelt, um dort die Population ebenfalls voranzubringen.
Aktuell leben um die 300 Koalabären dort, wovon viele entlang des Koala Trails zu sehen sind. Wir sehen etliche Koalas, manchmal weit oben im Baumwipfel und manchmal so nah, dass man Sie beim schlafen berühren könnte. Auch eine Mutter mit ihrem Junges haben wir beim schlafen beobachtet, in der Hoffnung, dass Sie noch aktiv werden. Aber nix da, die Süßen schlafen den meisten Teil des Tages. Trotzdem hatten wir mit einem sehr aktiven Tier großes Glück. Ein Armeisenigel ließ sich nicht von uns stören und pflügte mit seiner Schnauze den Boden, auf der suche nach Armeisen, kräftig um. Wir waren sehr happy den Armeisenigeln so gut beobachten zu können.
Unserer Meinung nach Raymond Island ist, dass dies einer der größten Geheimtipps in ganz Australien ist. Nirgendwo sonst haben wir so viele Koalas in freier Wildbahn und innerhalb so kurzer Zeit gesehen. Hinzu kommen andere Tiere wie Kängurus und Ameisenigel.
Außerdem kann sich die Insel wirklich sehen lassen: klein, schön und total gemütlich. Deshalb lautet unser abschließendes Fazit: Wer die Insel nicht besucht, verpasst was!

Wir fahren weiter entlang der Küste auf ausgeschilderten Tourist Drive Routen und kommen nach Mallacoota.
Hier übernachten wir. Auf der Fahrt zum Ort haben sehr viele verkohlte baumstämme gesehen. Langsam wird das Buschland wieder grün aber die Zeichen eines verehrenden Buschfeuer sind noch deutlich erkennbar. Wir recherchieren im Netz und plötzlich fallen uns die Nachrichten zu einem der schlimmsten Feuerkatastrophen in Australien ein. Zum Jahreswechsel 2019/20 war dieser Ort vom Feuer eingekesselt und tausende Bewohner und Urlauber haben sich an den Strand gerettet. Dort wurden Sie von der Australischen Marine versorgt bzw. gerettet. In dem ca. 300km nördlich gelegenen Sydney wurde über das Feuerwerkspektakel diskutiert und letztlich auch durchgeführt. Die Bilder von den Leuten am Strand gingen um die Welt. Wir erinnerten uns genau an diese Berichterstattung und konnten angesichts der Bilder nicht versehen, dass in Sydney trotz Dürre und der verheerenden Buschfeuer in Victoria, ein Feuerwerk gezündet wurde. Zur Erinnerung siehe Link:
https://www.spiegel.de/panorama/buschbraende-in-australien-letzter-ausweg-das-meer-a-1303283.html

Auf dem Weg nach Sydney sind wir durch Eden gefahren.
Bekannt ist der Ort am Twofold Bay neben seinen Ausblicken auch für Delfine und Wale, welche einst mit den Ureinwohnern eine echte „Handelsbeziehung“ führten – die Tiere halfen den Menschen, ihren Fang an Land zu bringen, wofür sie einen Teil der Beute erhielten. Als Europäer hier siedelten, fingen diese jedoch an, Wale zu fangen. Dies ist heutzutage auch wieder Geschichte, und ein Walfest zelebriert in Eden die jährliche Rückkehr der Wale. Wir besuchen das Killer Wal Museum. Ich finde man sollte die Wale bei Ihrem richtigen Namen benennen, aber scheinbar wäre Orca Wal Museum zu unspektakuläre. Trotzdem waren die Infos über die Orcas und über den einstigen Walfang sehr interessant und informativ.

Dies Küstenstraße bietet immer wieder traumhafte Ausblicke auf menschenleere Strände.
Wir durchfahren kleine Ortschaften mit süßen Häusern - natürlich haben die meisten Meerblick.

Nun geht es nach Batemans Bay. Der Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Hauptstädter aus Canberra.
Als wir ankamen, bemerkten wir, dass viele Leute wie Rockabilly gekleidet waren und viele Oldtimer durch den Ort führen. Schnelle stellten wird den Camper ab und gingen zum Fest, welches sich in den letzten Zügen befand. Eine Band spiele Rock and Roll, es wurde getanzt, Kleidung aus der Zeit wurde verkauft und natürlich gab es frisch gezapftes Bier und für die Kids Süssigkeiten. Wir bestaunten die tollen Autos und mussten schließlich wie die Festbesucher vor dem Regen flüchten. Ein Schlafplätze war schnelll in der Nähe befunden, inkl. Kängurus am Strand beim abendlichen Spaziergang.

Der Weg und die täglichen Fahrzeiten wurden immer kürzer, da wir uns schon ganz in der Nähe von Sydney befanden.
Nächster Stop war ein Naturwundern, welches sich im New South Wales Royal Nationalpark befand. Die Figure 8 Pools sind ganz außergewöhnliche Natursteinpools, die teils kreisrund, teils wie eine perfekte 8 geformt sind. Ebbe und Flut haben diese geometrischen Kreise geformt und die Felsen regelrecht ausgehöhlt. Entstanden ist ein Naturdenkmal, das heute zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in New South Wales gehört.
Das Betreten der Pools ist aus Sicherheitsgründen nur bei Ebbe erlaubt, da die Flut die Felsen teils überspült und teils sehr rutschig werden lässt. Der berühmteste Pool, der eigentliche Figure 8 Pool, ist drei Meter lang und etwa drei Meter tief – genug also, um Badespaß pur zu garantieren. Leider war es bei unserem Besuch zu windig, zu kalt und wir waren sehr spät dort, so dass der Badespass für uns ausfiel. Trotzdem hat sich die Wanderung (2,5h bis 3h) und der faszinierende Anblick gelohnt. Wir freuen uns und sind gleichzeitig erstaunt über solche Naturwunder
.
Wir können unser Ziel schon fast sehen, aber hier wollten wir unbedingt noch vorher einen Stop machen.
Jervis Bay bietet wahre Bilderbuchstrände mit klaren, blauem Wasser und weißem Sand aus purem Quarzsand.
Wir entspannen am Beach, machen Spaziergänge und genießen den Augenblick bevor wir weiter nach Sydney fahren.

Letztlich kommen wir pünktlich und mit einem sauberen Camper bei der Autovermietung in Sydney an. Unser Camper hat uns bei den 10.171 km von Perth bis nach Sydney nie im Stich gelassen. Er musste Gravel Route, Schlaglöcher, Dauerregen, Windböen, heiße Sonnentage und vor allem die Wellenpisten in den NP. Überstehen.
Was für eine Erlebnis - auf der Straße, im Outback, an der Küste, in den Bergen und Nationalparks - wir haben es genossen, gefühlt und erlebt.
Wir wünschen dir, du Liter Hippie, noch ein langes Camperleben mit guten und rücksichtsvollen Nutzern und immer ausreichend Öl.
Etwas wehmütig geben wir den Hippie ab und lassen uns mit dem Uber zu unserer Unterkunft in Zentrum von Sydney bringen. Nun sind die letzten Tage in Australien angebrochen.
nächstes ziel:  Sydney
Mellbourne | Australien | Mittwoch - 13.11.2024 - 22:31 - GOOGLE MAPS 
26 1,5 Tage in MelbourneEinen Großteil des Charmes der Vier-Millionen-Metropole machen die Stadtviertel im und um das Zentrum aus, jedes für sich ein lebhafter Mikrokosmos, voller Überraschungen. Ein Blick auf den Stadtplan zeigt das Stadtzentrum (Central Business District, CBD) als ein sauber abgezirkeltes Raster schnurgerader Straßen.

Wir machten uns zwei mal von unserem City Campingplatz auf den Weg. Nach ca. 30min Busfahrt erreichten wir das Stadtzentrum (CBD). Dort haben wir uns zu Fuß folgende Ort angesehen.

Queen-Victoria-Markt:
Der Queen-Victoria-Markt ist eine der großen Sehenswürdigkeiten in der Satdt. Das Gelände ist mit rund sieben Hektar ein sehr großer Freiluftmarkt. Dieser ist der einzige Markt aus dem 19 Jahrhundert, der im CBD übrig geblieben ist. Mehr als 600 Händler bieten hier alles an, was man sich vorstellen kann. Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Kleidung und Mode, Schuhe und Lederwaren, Souvenirs und Kunsthandwerk (oft auch Kitsch). Die Marktstände sind überdacht, die riesigen Dächer sind mit Solarzellen bedeckt. Für Fleisch und Fisch gibt es eine extra Halle. Direkt an den Markt angeschlossen sind einige Gourmetstände und kleine Restaurants. Der Donutwagen hier ist zur lokalen Berühmtheit geworden. Wir haben uns im Getümmel treiben lassen und genossen sehr die lebhafte Atmosphäre. Natürlich haben wir uns mit Donut, kleinen Köstlichkeiten und guten Cappuccino versorgt. Immer wieder ist ein Marktaufenthalt ein besonderes Highlight, denn hier spürt und sieht man das Leben.

State Library of Victoria
Ein Büchereibesuch hört sich erstmal langweilig an, aber die State Library of Victoria ist ein absolutes Muss und darf bei unserem City Trip nicht fehlen. Wir waren vom Gebäude, von den Ausstellungen und von der Atmosphäre beeindruckt. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Federation Square: Kulturzentrum und Veranstaltungsort
Weiter geht es zu einem der pulsierenden Herzen der Metropole - dem Federation Square. Dieser Platz wurde 2002 offiziell eröffnet und ist seitdem ein zentraler Treffpunkt. Die unvergleichliche Architektur hat öffentliche Debatten ausgelöst, da einige sie als zu modernistisch ansehen. Uns gefällt die Architektur aus Stahl/ Glas/ Sichtbeton und modernen Fassadenelementen sehr. Doch unabhängig von Meinungen und Debatten, Federation Square ist ein Ort, der lebt und atmet, und das Zentrum von Melbournes kulturellem Leben ist. Wir besuchen zwei Ausstellungen und nehmen uns genügend Zeit dafür. Auch dies ist kostenlos und für jedermann zugänglich - echt super.

Streetart - Die Stadt als Galerie
Überlebensgroße Wandbilder, kunstvoll verzierte Plakate, besprühte Mülltonnen – Melbourne ist bekannt für seine vielfältige Street Art. Die vielen kleinen Gassen und Seitenstraßen sind seit jeher eine optimale Spielwiese für Sprayer und Maler. Was lange als Schmiererei galt, hat sich mittlerweile zur populären Kunstform entwickelt, selbst die Behörden fördern in Melbourne die Street Art. Wir entdecken diese keinen Gassen mit den tollen Kunstwerken und schlendern entlang der Hosier Lane, welche nur wenige Meter vom zentralen Federation Square entfernt ist. Sie gilt als die berühmteste Street Art-Straße der Stadt. Man kann sich in Melbourne nicht einmal um die eigene Achse drehen, ohne dass man auch nur ein richtig gutes Graffiti sieht. Damit meinen ich nicht irgendein Geschmiere, sondern richtig schöne Kunstwerke. Gerne hätte ich beim Fotografieren der Kunstwerke mehr Zeit gehabt, aber wir wollten noch mehr von der Stadt sehen.

Next stop - Bahnhof
Der Bahnhof Flinders Street ist wahrscheinlich das am meisten fotografierte Bauwerk der Stadt. An diesem Knotenpunkt treffen viele Buslinien, Tramlinien und die Vorortzüge zusammen. Es ist der verkehrsstärkste Bahnhof Melbournes. Ein Highlightt ist vor allem die Fassade des Empfangsgebäudes an den sich hier kreuzenden Straßen Flinders Street und Swanston Street. Besonders die Uhren über dem Haupteingang sind berühmt. Sie zeigen die Abfahrt der nächsten Züge an. Ursprünglich stammen sie von 1860 und wurden als der Bahnhof 1910 neu gebaut wurde, wieder eingefügt.
Die Flinders Street Station ist vor allem ein Verkehrsknotenpunkt, aber dank des charakteristischen Kuppelbaus ist es nun ein altes Wahrzeichen der Stadt.

Skydeck
Im 88. Stockwerk in 285 Metern Höhe gibt es eine Aussichtsplattform namens Eureka Skydeck. Hier sind wir mit den schnellsten Aufzügen der südlichen Hemisphäre hinaufgeflogen. Mit einer Geschwindigkeit von über neun Metern pro Sekunde benötigt dieser nur 40 Sekunden bis zum Skydeck. Oben erwartet uns ein 360Grad Ausblick auf die pulsierende Stadt. Was für ein Foto Hotspot. Wir genießen den Ausblick mit einem Glas Wein und sehen uns die Stadt ausgiebig von oben an. Für Adrenalinjunkies gibt es " the Edge " , ein Würfel der aus der Fassade hinaus ragt. Auf Knopfdruck wird der Boden durchsichtig und gibt den Blick nach unten unter den eigenen Füßen frei. Diesen Spass lassen wir aus.

China Town
Chinatown scheint in Melbourne primär aus Restaurants und ein paar wenigen Shops mit chinesischen Lebensmitteln und sonstigen Artikeln zu bestehen. Jeder Food Laden bietet eine andere Spezialität oder eine andere chinesische Landesküche an. Verrückt was es hier so kulinarisch angeboten wird. Wir haben eine leckere PHỞ THÌN Suppe gegessen und sind fusslahm wieder mit dem Bus zum Campingplatz rausgefahren.

Hardware Lane Barbers
Nach fast Monaten bin ich in Melbourne in einen kleinen aber sehr feinen Barber Shop gegangen. Diesen haben wir in einer Foodpassage gefunden. Der retro Laden war zur Mittagszeit sehr gut besucht. Wir haben die Mitarbeiter und die Kunden während der Wartezeit beobachtet und haben schnell erkannt, dass für die Besucher dieser Ort eine Auszeit ist. Hier wurde laut miteinander erzählt und gelacht. Ein Kunde kam herein und überreichte seinem Barbier des Vertrauens ein Weinflasche als Geschenk. Was für eine entspannte und familiäre Atmosphäre. Nach rund 40min war es vollbracht und ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Es waren viel zu kurze aber sehr intensive 1,5 Tage in der sehr lebendigen Großstadt Melbourne mit Ihren ca. 5 Mio. Einwohner. Genauso wie Perth und Adelaide können wir den Besuch sehr empfehlen.

Fazit: Melbourne hat das Potenzial für eine Stadt zum verlieben. Hippe Cafés, coole Streetart, faszinierende Architektur, viel Sport und kostenlose Kunstausstellungen. Die Stadt gilt nicht umsonst als eine der lebenswertesten Städte weltweit. Es gibt viel zu sehen und zu erleben. 

Vg…die Bornis
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