Ampana | Indonesien | Donnerstag - 19.09.2024 - 05:56 - GOOGLE MAPS
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auf dem Weg zu den Togian IslandWir sind mit einem privaten Kleinbus am 18.09.2024 von Tentena bis nach Ampana gefahren. Der Fahrer hat uns sehr pünktlich abgeholt und wir haben noch drei weitere Touristen mitgenommen, so dass die Fahrtkosten auf rund 9 € pro Nase reduziert wurde. Die zu bewältigende Strecke war ca. 200km. Dank der rasanten Fahrweise und des Dauerhupens hat der indonesische Max Verstappen die Strecke in nur 4,5h bewältigt. Für hiesige Verhältnisse - Weltrekord. Unsere Unterkunft in Ampana war einfach und geschmacklos. Das beste an der Stadt, ist die ablegende Fähre nach den Togian Island. Aber auch hier, haben uns wie so oft, die Einheimischen freundlich und immer mit einem Lächeln begrüßt. Die Managerin vom Hotel hat uns bei allen Belangen geholfen. Unklar war bis gestern, wie wir zu den Inseln kommen. Speedboot war leider von der Regierung gebucht, so dass wir auf die wesentlich langsamere Fähre ausweichen mussten. Dies bedeutete aber nochmal eine kleine Weiterreise bis zum Anleger der Fähre (rund 30 km). Pünktlich waren wir vor Ort und wollten uns die teuersten und somit auch die besten Tickets für die lange Überfahrt kaufen (VIP oder Business). Leider war alles ausgebucht, so dass wir nun in der Holzklasse oben am Deck sitzen und schwitzen. Aber auch das gehört zu einer solchen Reise, denn so kommt man sehr schnell mit den Einheimischen in Kontakt - sind ja auch nur 8 Touristen on Bord.
Jetzt freuen wir uns auf 4 Tage Togian Island. Abhängen, schnorcheln, tauchen und natürlich aufs entdecken und erleben.
Die Inseln sind weitgehend unberührt und bieten eine atemberaubende, natürliche Schönheit.
Die üppigen Wälder, weißen Sandstrände und klaren, blauen Gewässer sind ein Traum für Naturliebhaber und Fotografen.
Wir werden davon berichten, sobald wir wieder Netz und Strom haben, denn beides ist auf den Inseln rar.
Bleibt gesund und wir hoffen, dass das derzeitige Elbhochwasser keine schlimmen Auswirkungen auf Berlin /Brandenburg haben wird.
Vg die Bornis nächstes ziel: Togian Island -Harmonie Bay
Tentena | Indonesien | Dienstag - 17.09.2024 - 15:00 - GOOGLE MAPS
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Zwischenstopp in TentenaZum Abschied bei Meyske gibt es noch einmal ein wahnsinnig liebevoll angerichtetes Frühstück. Der Bus nach Tentena soll 8.00 Uhr fahren, Meyske ist entspannt und serviert 07:20 Uhr unser Frühstück. Wir mit unserer deutschen Pünktlichkeit sind hibbelig und wollen los. Loslassen und vertrauen ist unsere gemeinsame Challenge auf dieser Reise.Wir sind um 8.00 Uhr am Busterminal - der Bus geht um 8.45 Uhr - perfekt. Unsere Rucksäcke werden mit diversen Reissäcken verstaut und die Heckklappe mit einer Schnur gesichert. Es sind knapp 330 km zu fahren und es werden ca. 10-12 Stunden angegeben.
Wir sind dann 14 Stunden unterwegs und bekommen gesagt, dass wir schnell durchgekommen sind. Durchschnittsgeschwindigkeit 23 km/h - da sind die meisten Rennradfahrer schneller (ok, inkl. Pausen und Reparaturzeit). Die Strasse schlängelt sich unendlich über die Berge, ist teilweise abgerutscht, riesige Schlaglöcher behindern die Fahrt und natürlich der Gegenverkehr, welcher in der Dunkelheit ab 18:00 Uhr immer katastrophaler wurde. Dauerhupen, Abblendlicht, LED geschmückte LKW und Busse, Mopeds ohne Licht und diese mieserablen Straßenverhältnisse machten es dem jugendlichen Busfahrern nicht leicht. Zu Sicherheit habe ich vom Platz 7 immer mit gebremmst.
Ach ja - zwischendurch wird am Rad geschraubt und natürlich an jedem Briefkasten gehalten. …wir sind froh gegen 22.30 in Tentena anzukommen.
Unsere Unterkunft hat eine Abholung organisiert - mit Moped - schlechte Idee. Gepäck und wir als Sozius funktionieren nicht, also fährt Kerstin mit dem Gepäck in einem Auto mit und ich schwinge mich aufs Moped. Danach fielen wir in einen komatösen Schlaf und haben uns von der anstrengenden Anreise erholt.
Tentena liegt am Ufer des Poso-Sees, einem der größten Seen in Sulawesi. Die Stadt ist von malerischen Bergen und üppiger Vegetation umgeben. Der Poso-See hat eine Fläche von etwa 32.000 Hektar und ist bis zu 450 Metern tief. Der See ist vulkanischen Ursprungs und entstand durch tektonische Aktivitäten.
Wir nutzen den Tag in Tentena um unsere Weiterreise zu organisieren, mieten uns ein Moped und erkunden die Gegend. Übrigens - hier will keiner den Führerschein sehen, was uns aber ich nicht wundert, da 10 jährige hier auch schon Moped fahren. Ein erfrischendes Bad im Becken des Kasadenwasserfälle stand ganz oben auf der Liste. Anschließend entdecken wir ein balinesisches Dorf und gehen in ein Schwimmbad am See schwimmen (Kerstin im Pool - Icke im See). Wenn wir mit dem Moped an den Dörfern vorbeifahren winken und freuen sich alle. Einige wollen Fotos mit uns machen und die Mädels kichern, wenn sie uns sehen. Wir werden jetzt wohl indonesische Instagram Stars. Selbst nach dem Tanken aus der Glasflasche gab es noch ein Familienfoto vom Straßenrandstandbetreiber zum Abschied.
Dank einer sehr netten Vermieterin eines anderen Hotels ist die Weiterfahrt für morgen schnell organisiert. Wir teilen uns ein Auto mit drei anderen Touristen, so wird die Anreise nach Ampana vielleicht etwas schneller und bequemer.
Von Ampana gehts auf die Togian-Island, welche ein wunderschönes Archipel sein sollen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Unterwasserwelt.
Vg… die Bornis nächstes ziel: Ampana - dann Togian Island
Rantepao | Indonesien | Sonntag - 15.09.2024 - 17:36 - GOOGLE MAPS
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Nachtrag in eigener SacheIch bin gerade mal eine Woche weg und es kommt ein heftiges Hochwasser. Somit ist gedanklich an loslassen von der Arbeit keine Spur. Bedaure es sehr, dass ich meine Kollegen, welche sich mit dem Hochwasser beschäftigen, nicht helfen / unterstützen kann.
Ich wünsche allen Kollegen sehr, dass die viele anstehende Arbeit, langfristig gesehen und honoriert wird.
Nicht nur im Katastrophenfall ist die Gewässerkunde wichtig und notwendig!
Hoffe für Euch, dass es ein kurzes Ereignis wird - aber leider sieht es derzeitig nicht danach aus. Vg Thomas nächstes ziel: Tentena - Sulavesie
Rantepao | Indonesien | Sonntag - 15.09.2024 - 15:28 - GOOGLE MAPS
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4 Tage Lebendiger Ahnenkult im Land der Tana TorajaTana Toraja, das Land der Toraja, ist die Heimat von mehr als einer Viertelmillion Menschen. Die indigene Volksgruppe, die für ihre außergewöhnlichen Beerdigungsrituale bekannt ist, bewohnt das zentrale Hochland im linken ‚Arm‘ der Insel Sulawesi. Während sich die Toraja über die Zeit hinweg mehrheitlich zum Christentum bekannt haben, ist ihr Brauchtum bis heute in starkem Maße von ihren früheren spirituell-religiösen Vorstellungen geprägt, was ganz besonders in ihrem Glauben an die Kraft der Ahnen zum Ausdruck kommt und ihren Ahnenkult für Außenstehende zu einer einzigartigen kulturellen Erfahrung werden lässt.Neben ihrem eindrucksvollen Brauchtum heben sich die Toraja auch in ihrer Architektur von anderen Volksgruppen ab. So ist ihr Baustil unverkennbar, denn ihre reich mit Ornamenten und Büffelhorn dekorierten Häuser machen durch ihre auffälligen Dachkonstruktionen bereits von weitem auf sich aufmerksam. Komplett aus Holz und ohne Nagel werden die Toraja Häuser in typischer Weise erbaut. Aus mehreren Bambusschichten bestehend, ähneln die imposanten, an den Enden ausladend nach oben geschwungenen Dächer ihrer Form nach einem Boot, was sie zu einem Landmark der Region und ihrer Bewohner werden ließ.
Tana Toraja liegt im Hochland von Sulawesi, etwa 300 Kilometer nordwestlich von Makassar, der Hauptstadt von Südsulawesi. Wir hatten eine Anreise mit dem VIP Nachtbus - Start in Makassar 20:00 Uhr - Ankunft in Rantepao 05:30 Uhr!!!! Trotz Liegeplätze hatte wir eine kurze und gut durchschüttelte Fahrt.
Die Region ist geprägt von bergigen Landschaften, fruchtbaren Tälern, Reisfeldern und beeindruckenden Klippen. Die Höhenlagen bieten eine kühle klimatische Abwechslung zu den tropischen Temperaturen der Küstenregionen. Nachts lässt es sich aufgrund der kühleren Temperaturen sehr gut schlafen.
Zentral für die torajanische Trauerkultur ist der Glaube, dass ein Mensch erst nach der öffentlichen Beerdigungszeremonie als tot gilt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Leichnam mumifiziert und im traditionellen Haus, dem Tongkonan, aufbewahrt. Hier interagiert die Familie weiterhin mit dem Verstorbenen, behandelt ihn als wäre er krank oder schlafend. Diese Praxis ist tief in der torajanischen Kultur verwurzelt und spiegelt ihren Respekt und ihre Liebe zu den Verstorbenen wider.
Die Beerdigungszeremonien in Tana Toraja sind aufwendige, oft mehrere Tage oder Wochen andauernde Veranstaltungen, an denen Tausende von Menschen teilnehmen können. Sie beinhalten gemeinsame Gebete, Gesänge, Tänze und Tieropfer, insbesondere von Wasserbüffeln, die als Wegbereiter für die Seele des Verstorbenen ins Jenseits angesehen werden. Diese Rituale sind nicht nur Ausdruck des Trauerns, sondern auch eine Feier des Lebens des Verstorbenen.
Ein bemerkenswertes Element dieser Zeremonien ist das Tau Tau, eine bemalte Skulptur, die dem Verstorbenen nachempfunden ist und als Behausung für einen Teil seiner Seele dient. Diese Figuren werden zusammen mit dem Sarg in einem farbenfrohen Umzug durch das Dorf getragen. Nach der Beerdigung wird der Leichnam in einem speziell ausgewählten Mausoleum beigesetzt, wo das Tau Tau als stiller Wächter fungiert.
“Tau Tau” gibt es in vielen Formen. Die Angehörigen entscheiden, wie sie aussehen sollen und geben diese Monate vorher in Auftrag. Nicht jede Familie kann sich ein Tau Tau leisten.
Die vielleicht ungewöhnlichste Tradition ist das Ritual der Ma’nene, bei dem die Leichen aus ihren Gräbern geholt, gereinigt, neu eingekleidet und in einem feierlichen Umzug durch das Dorf getragen werden. Diese Praxis, so fremdartig sie für Außenstehende erscheinen mag, wird von den Torajanern als tiefgründige Demonstration der fortwährenden Liebe und Verehrung für ihre Verstorbenen betrachtet.
Die Beerdigungspraktiken der Toraja sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unterschiedlich Kulturen mit Tod und Trauer umgehen können. Sie spiegeln eine tiefe Verbundenheit mit den Ahnen und dem spirituellen Leben nach dem Tod wider, die in vielen modernen Gesellschaften verloren gegangen ist. Für die Toraja ist der Tod nicht das Ende, sondern ein wichtiger Bestandteil des Lebenszyklus, der mit Würde, Respekt und Liebe behandelt wird.
Unsere Gastgeberin Meyske hat uns die verschiedene Beerdigungszeremonie gezeigt und uns vor allem die Hintergründe verständlich erklärt. Wir hatten eine private zweitägige Tour, was die beste Entscheidung war. Die Tage waren sehr emotional, ehrlich, tiefgründig, persönlich, umfangreich und vollgepackt mit Informationen / Stories. Sollte jemand hierher kommen, können wir zu 1000% Meskyse Homestay empfehlen und euch die Tour mit Ihr ans Herz legen. Besser geht es nicht - www.homestay-toraja.com | Ne' Pakku Manja Family Homestay, Rantepao, Toraja, Sulawesi .
Die traditionellen Häuser der Toraja, bekannt als Tongkonan, sind charakteristische Bauwerke, die sich durch ihr markantes, nach oben gebogenes Dach auszeichnen. Diese Dächer ähneln der Form von Schiffen und symbolisieren die Verbindung zur Ahnenwelt. Die Häuser bestehen oft aus Holz und sind auf Stelzen gebaut. Die Wände sind mit kunstvollen Schnitzereien und bunten Farben verziert, die religiöse und soziale Symbole darstellen. Tongkonan dienen nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Orte für Zeremonien und Versammlungen der Gemeinschaft. Sie sind ein wichtiger Teil der sozialen Struktur und Kultur der Toraja.
Oft sind die Tongkonan in der Nähe von Familiengräbern platziert, was die enge Verbindung zwischen den Lebenden und den Verstorbenen symbolisiert. Insgesamt sind die Tongkonan nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch bedeutende kulturelle Symbole, die die Identität und Traditionen der Toraja-Gemeinschaft widerspiegeln.
Der Buffalo Market in Toraja ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur und Wirtschaft. Auf diesen Märkten werden Wasserbüffel gehandelt, die eine zentrale Rolle in den Bestattungsriten der Toraja spielen. Einem Besuch auf den weltweit größten Buffalo Markt durfte nicht fehlen.
Wasserbüffel sind für die Toraja von großer kultureller und religiöser Bedeutung. Sie werden häufig bei Bestattungszeremonien als Opfergaben verwendet. Die Anzahl der geopferten Büffel kann den sozialen Status des Verstorbenen und seiner Familie widerspiegeln. Je mehr Tiere geopfert werden, desto größer ist der Respekt für den Verstorbenen.
Der Buffalo Market findet in der Regel an festgelegten Tagen statt, oft wöchentlich. An diesen Tagen versammeln sich Landwirte, Händler und Käufer, um Wasserbüffel zu verkaufen und zu kaufen. Es ist ein lebhaftes und geschäftiges Ereignis. Es ist ein Ort, an dem Traditionen und Bräuche lebendig gehalten werden.
Käufer und Verkäufer handeln über Preise und Bedingungen. Die Qualität und das Aussehen der Wasserbüffel spielen eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung. Für die seltenen Albino Buffalos werden über 20.000€ verlangt. Die Tiere sind also eine sehr gute Geldanlagen und werden dementsprechend liebevoll gepflegt, aufgezogen und behandelt.
Unser kurzes Fazit.
Der Besuch der Toraja war ein absolutes Highlight. Dank Meyske haben wir die Kultur und Bräuche, welche auf den ersten Blick fremdartig, ungewöhnlich und brutal erscheinen, besser verstanden und sehen dies nun mit ganz anderen Augen. nächstes ziel: Tentena - Sulavesie
Makassar | Indonesien | Mittwoch - 11.09.2024 - 07:25 - GOOGLE MAPS
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Zwei Tage MakassarMakassar ist die größte Stadt und die Hauptstadt der indonesischen Provinz Südsulawesi. Sie liegt an der Westküste von Sulawesi, einer der großen Inseln Indonesiens. Die Stadt befindet sich am Makassarstraße, die zur Celebessee führt.Die Stadt hat eine Bevölkerung von über 1,5 Millionen Menschen und ist damit eine der größten Städte Indonesiens. Die Bevölkerung ist ethnisch vielfältig, mit einer Mischung aus verschiedenen indigenen Gruppen, darunter die Bugis, Makassarese und Toraja.
Der Hafen von Makassar ist einer der geschäftigsten in Indonesien. Leider haben wir den hiesigen Fischmarkt verpasst, aber es kommen hoffentlich noch mehrere Gelegenheiten.
Die Küche von Makassar ist berühmt für ihre Vielfalt und Intensität. Gerichte wie „Coto Makassar“ (eine herzhafte Suppe) und „Sop Konro“ (Rindfleischsuppe) sind lokale Spezialitäten. Diese haben wir natürlich probiert. Einfache Küche, einfache Einrichtung aber um so geschmackvoller das Essen - sehr empfehlenswert.
Der Plastikmüll ist ein ernstes Problem in Makassar, wie in vielen anderen Städten Indonesiens und weltweit.
Indonesien gehört zu den größten Produzenten von Plastikmüll weltweit. In Makassar ist der Verbrauch von Einwegplastik, insbesondere von Plastiktüten, Flaschen und Verpackungen, sehr hoch. Die Infrastruktur zur Abfallentsorgung ist oft unzureichend, was zu einer Ansammlung von Müll in den Straßen, an Stränden und in den Flüssen führt. Vereinzelt haben wir öffentliche Mülleimer gesehen, Leute die aus dem Hafenbecken den schwimmenden Müll herausholten und ältere Menschen, welche die Plastikflaschen einsammelten, um diese in großen Säcken wegzubringen. Hier muss noch viel passieren. Erfreulich war, dass im Supermarkt nicht mehr alles in Tüten verpackt wird, sonder man sich Tragetaschen zur mehrmaligen Nutzung, kaufen kann.
Ein weiteres sehr spezielles Thema ist der dynamisches und herausforderndes Verkehr in Makassar. Als Europäer würde man sagen, hier herrscht das blanke Chaos auf der Straße, insbesondere während der Morgen- und Abendspitzenzeiten. Überholt wird beidseitig, rote Ampeln werden ignoriert, Geisterfahrer sind die Regel, die Straßen in einem schlechten Zustand, jeder hupt und nimmt sich die Vorfahrt. Wer Angst hat oder Rücksicht nimmt, verliert hier auf der Straße. Mit dem Moped werden bis zu 4 Personen befördert, Kleinkinder stehen vorne beim Moped, es wird telefoniert, vorgedrängelt und abgedrängt mit Moped/ Auto/ LKW oder Bus.
Aber trotz des augenscheinlichen Chaos haben wir nur einen Unfall gesehen, Jogger rennen am Straßenrand in den frühen Morgenstunden, Rennrad u. Fahrradfahrer radeln durch die Stadt und irgendwie funktioniert das Chaos auch ohne Polizei, welche oft desinteressiert am Rand standen.
Somit haben wir uns entschlossen ein Moped zu mieten und auch am verrückten Verkehr teilzunehmen.
Unser Ausflugsziel war Rammang Rammang, ca. 40 Km nördlich von Makassar.
Das riesige Karstgebiet Rammang Rammang ist auch als das Halong Bay Indonesiens bekannt.
Die Felsen, die aus der sonst so flachen Landschaft herausragen, erinnern wirklich ein wenig an die Halong Bucht in Vietnam – obwohl sich Rammang Rammang im Inland befindet.
Umgeben wird Rammang Rammang von flachen Reisfeldern und kleinen Dörfern. Mit einer Bootsfahrt durch ein Flusslabyrinth das mit Palmen gesäumt ist kamen wir ins Tal. dort besichtigten wir das Dorf mit seinen Pfahlbauten und seinen vielen Stegen durch die Reisfelder.
Rechtzeitig haben wir uns auf den Rückweg gemacht um noch eine der angesagten Suppen zu essen.
Nach Singapur ist Makassar auf der ganzen Ebene eine Umstellung, aber mit vielen netten, hilfsbereiten und uns immer anlächelnden Leuten.
Heute gehts mit dem Nachtbus ins Toraja Gebiet, wo das ganze Leben von ihrem überlieferten Glauben, den Geistern, Dämonen, Mythen und einem einzigartigen Ahnenkult besteht.
Vg die Bornis nächstes ziel: Hochland Tanah Toraja
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